2019
3 Beiträge„Mancher Mensch hat ein großes Feuer in seiner Seele, und niemand kommt, um sich daran zu wärmen.“ Kommt nicht von mir, sondern vom niederländischen Malergenie Vincent van Gogh, der mir den Sinn der kommenden Worte quasi damit schon in den Mund legt. Soll bedeuten: In einer neuen Kolumne „Five Records“ möchte ich in Zukunft gemeinsam mit anderen Musikbegeisterten fünf Platten/Stücke/LPs/Tracks vorstellen, die dem jeweiligen Gastautor die Welt bedeuten. Nun gut, nicht die Welt, denn aus Japan alleine sollen diese schon kommen.
Den Anfang macht Aaron Hamel, der mit seinem Label Ship to Shore gerade das wundersame „Memories in Beach House“ von den Seaside Lovers wiederveröffentlicht hat und als kauziger Labelbetreiber sich bereits als ausgewiesener Kenner sehr nischiger und obskurer Soundtrack- und Horrorformate einen Namen gemacht hat. Mit seiner Auswahl schlägt er den Bogen zwischen japanischen Surfrock der Sechziger, musikalischen Gehversuchen ehemaliger japanischer Herrenfilmdarstellerinnen hin zu delphischen Ambient und aktuellen Chiptune-Funk. Domo arigatou, Aaron!
Akiko Nakamura – Hit Album
„I’m a big fan of this sort of thing. 60s pop filtered through a Japanese consciousness. Contains an absolutely wonderful rendition of „San Francisco.“ Totally essential in my opinion.“
Mieko Hirota – Hit Kit Parade
„Another 60s pop album, though this is a recent compilation of a lot Mrs. Hirota’s singles. She re-recorded a ton of US and British hits in Japanese and the result is really beautiful. Her version of „Teenage Cleopatra“ in particular is quite something.“
Ike Reiko – The Ecstatic World of Ike Reiko
„Ike Reiko was a Japanese adult film star who created this sorta bizarre album. Big lounge vibes and incredibly sensual, this is a hidden gem.“
Shigeo Sekito – Volume II
„A fantastic YouTube discovery. Someone needs to reissue this and quick.“
Chip Tanaka – Django
„This is a recent one, but it’s become an obsession for me. Chip Tanaka is the nom de plume of famed video game composer Hirokazu „Hip“ Tanaka (Metroid, Kid Icarus, etc.). This came out in 2017 and was his first real solo album and dang it’s great. I hope it gets a vinyl release at some point!“
Das 1983 erschienene „Memories in Beach House“ ist eine dieser japanischen Kleinode, die mit ihrer wundersamen Ästhetik dafür geschaffen sind, den Hörer nicht nur in eine andere Welt zu entführen. Das Meisterwerk, das Hiroshi Sato gemeinsam mit Akira Inoue und Masataka Matsutoya in einer einmaligen Kooperation aufgenommen haben, verfügt seit jeher hohen Sammlerwert und wechselt bei Discogs für gewöhnlich nur dreistellig den Besitzer. Nicht dass das ein Argument für den Wert einer Platte sei, aber dennoch ärgerlich, dass diese so verführerisch traumwandlerische Platte, nur sehr schwer erhältlich war. Dachten sich auch die New Yorker Spezialisten von Ships to Shore PhonoCo. auch, die dem Werk der „Seaside Lovers“ jetzt eine edle Reissue widmen. Eigentlich auf obskure Videogame-Soundtracks und Horrorscores spezialisiert, war die Faszination für „Memories in Beach House“ derart groß, dass Labelbetreiber Aoron Hamel dieses Werk unbedingt wiederveröffentlichen wollte. Im Interview spricht er über seine Faszination für das Album.
(You can find the English version of the interview on the second page)
Wenn man die vorherigen Veröffentlichungen auf eurem Label betrachtet, stellt man schnell fest, dass der Fokus auf der Veröffentlichung von Soundtracks zu obskuren Videospielen oder Horrorfilmen liegt. Wie passt die Veröffentlichung des legendären Projekts „Seaside Lovers“ in den Labelkatalog?
Ich habe Ship to Shore schon immer als ein bewegliches Label betrachtet, auf dem viele unterschiedliche Dinge passieren können. Klar, wir haben viele Horror- und Videospiele-Soundtracks veröffentlicht, aber auch die Reissues von MX80’s „Sound Out of the Tunnel“ und Paul Williams‘ „Someday Man“. Ich glaube nicht, dass es in unserem Katalog zwei Veröffentlichungen gibt, die sich von diesen beiden unterscheiden. Als Justin und ich das Label gegründet haben, wollten wir unseren persönlichen Interessen ausdrücken, und ich glaube jeder, der unseren Katalog kennt, wird bestätigen können, dass diese sehr variantenreich sind. Auch „Memories in Beach House“ passt hier rein. Die Platte ist eine meiner persönliche Favoriten, die ich schon immer wiederveröffentlichen wollte. Und: auf dieser Platte gibt es bis zu einem gewissen Punkt jede Menge Crossover-Potential zu einem Videospielesoundtrack!
„Memories in Beach House“ ist einer dieser Japanischen Klassiker, der in den letzten Jahren, beflügelt von einem gewissen Japanhype sowie dem berühmten Youtube-Algorithmus eine gewisse Aufmerksamkeit erregt hat. Kannst du dich noch erinnern, wie du das erste Mal auf diese Platte gestoßen bist?
Ich habe das Album vor vielen Jahre in einem Blogpost über die „CBS/SONY Sound Image Series“ entdeckt, deren „Memories in Beach House“ ein Teil von ist. Ich fand die gesamte Idee faszinierend und habe mir sofort alle Alben der Serie besorgt, die in diesem Beitrag besprochen wurden. „Memories in Beach House“ stach hier nochmal heraus.
Was fasziniert dich an diesem Album? Aus meiner Sicht ist der Zugang dazu gar nicht einfach. Es bedarf einer gewissen Stimmung und Bereitschaft des Hörers, sich auf das Album einzulassen.
Sich mit Kopfhörern zurückzulehnen und sich vom Klang entführen zu lassen, ist einer der größten Freuden des Lebens.
Ich finde es großartig, dass das Album dich in eine andere Zeit und an einen anderen Ort versetzen kann. Sich mit Kopfhörern zurückzulehnen und sich vom Klang entführen zu lassen, ist einer der größten Freuden des Lebens.
Aaron Hamel, Ships to Shore PhonoCo. Aaron Hamel, Ships to Shore PhonoCo. Aus meiner Sicht sind einige der Stücke auf dem Album tatsächlich schwierig, das Album bleibt aber ein Meisterwerk. Würdest du mir zustimmen?
Mag sein, dass das stimmt, wenn man sich die Stücke einzeln anhört. Wenn man aber wie vorgesehen das Album als Ganzes hört, ist es ein zusammenhängendes Erlebnis.
Die Stücke auf dem Album lauten „Sun Bathing“, „Wind, Wave & Wineglass“ oder „Coconuts Island“. Das Album sehnt sich nach Rückzug, nach einer besseren Welt. Es scheint, dass das Album zu einer guten Zeit kommt.
Durchaus! Bei allem, was dieser Tage los ist, können wir alle die Flucht in ein ‚eigenes‘ Strandhaus nutzen.
Erzähl mir vom Lizenzierungsprozess der Platte. Wie reagieren die Künstler auf das nach 30 Jahren wiederentdeckte Interesse an ihrer Musik?
Das Projekt wurde durch Sony Music Japan lizenziert. Zu den Künstlern hatten wir leider keinen Kontakt. Es hat eine Weile gedauert, bis alles den rechtlichen Prozess durchlaufen hat, aber es war wirklich nur langweiliger Papierkram.
Seaside Lovers - Memories in Beach House LP Seaside Lovers – Memories in Beach House LP Eine weitere Besonderheit des Albums ist das ikonische Cover, das auch der Wiederveröffentlichg als Poster beiliegt. Haben Sie im Zuge diser weitere Informationen zum Künstler erhalten?
Leider nicht! Wenn Sie das also lesen, melden Sie sich, ich schicke Ihnen eine Platte!
Auf eurer Website orakelt ihr, dass ihr euch hinsichtlich der Breite eurer Veröffentlichung etwas weiter aufstellen wollt. Was können wir in Zukunft von Ship to Shore erwarten? Habt ihr vielleicht noch weitere japanische Perlen in petto?
Es gibt so viele japanische Platten im Geist von „Memories in Beach House“, die ich gerne neu veröffentlichen würde. Aktuell schauen wir uns an, was sich machen lässt, daher kann ich nicht zu viel verraten. Aber was ich sagen kann ist, dass Fans dieser Art von Musik undsere Website und unsere Social-Media-Accounts im Auge haben sollten. Dort werden wir ein paar Dinge ankündigen, die die Fans sehr glücklich machen werden!
Live-Konzerte des Yellow Magic Orchestras (YMO) müssen für Dabeigewesene Ende der Siebzigerjahre/Anfang der Achtzigerjahre den Anschein einer Begegnung mit der Zukunft erweckt haben. Noch heute sind die mittlerweile sehr gut auf Youtube dokumentierten Mitschnitte der japanischen Pioniere um Haruomi Hosono, Ryuichi Sakamoto und Yukihiro Takahashi äußerst spannend anzusehen. Nicht alleine aufgrund des aus der Zeit gefallenen Bollwerks damals modernster Klangerzeuger, Synthesizer und Drumcomputer. Auch aufgrund der technischen Virtuosität, die jeder einzelne der drei Mitglieder und ihrer Begleitmusiker mit in die Waage legten und heute noch legen. So weit zu Überleitung: die unterschiedlichen Karriereschritte bringen die Drei nur noch selten zu gemeinsamen Auftritten. So stellt der gemeinsame Auftritt im japanischen Fernsehen zu Beginn des Jahres 2019 einen seltenen Lichtblick dar, der die erwähnte Virtuosität dieser drei Meister bestens dokumentiert. Hier präsentierten sie ihre beiden Welthits „Rydeen“ und „Firecracker“ mit einem – verglichen mit ihren Auftritten vor fast 40 Jahren – deutlich reduzierten Setup. Kein Vergleich zu damals, aber ein Dokument des Genies dreier japanischer Legenden, deren wundersame Verbindung hoffentlich bald mal wieder gemeinsam die Bühnen dieser Welt erblickt.
2018
13 BeiträgeSeit Jahren ist die Welt vor glitschigen Edits im Vaporwave-Gewand nicht sicher, oftmals dienen hier japanische Boogie- und City Pop Perlen als Inspirations- und Samplequelle. Wenn sich aber jemand wie Prince Klassen, seines Zeichen DJ und Host der Sendung Wild Combination auf „The Lot Radio“ und Resident-DJ auf den New Yorker „The-Rub“-Parties“, an einem japanischen Edit versucht, geschieht das mit dem nötigen Abstand und Respekt vor der Quelle. Für seine jetzt erschienenen „Wild Combination 001 Edits“, von denen ganze 20 Einheiten auf Vinyl gepresst und über Bandcamp vertrieben werden, zollt er Tatsuro Yamashita und Haruomi Hosono mit jeweils einer Seite Respekt. Im Falle von Yamashita (dem er bereits vor einigen Jahren einen wundervollen Tribute-Mix spendiert hat, der alle paar Monate hier auf Schleife läuft) extrahiert er den Groove des ohnehin bereits hinreißenden „Love Space“ und verleiht ihm weiteren sommerlichen Charakter. Genau das Richtige für Diejenigen, die sich nach wärmeren Tagen sehnen. In der entsprechenden Radiosendung mit der Katalognummer 024 lässt sich diese Version in voller Blüte bei 01:15:00h anschmachten. Enjoy!
Miharo Koshi - Belle Tristesse (1983, We Wish You a Merry Christmas Compilation) Ungeachtet der Tatsache, dass in Japan Weihnachten eher in Form des in der westlichen Welt bekannten Valentinstags zelebriert wird, veröffentlichen die Japaner dennoch Weihnhachtscompilations der ersten Güteklasse. Das mag auch vielleicht daran liegen, dass niemand Geringeres als Haruomi Hosono und Yukihiro Takahashi (beide Yellow Magic Orchestra) am Werk sind, die 1983 für das japanische Label „Yen Records“ eine Werkschau zusammengestellt haben, die eine illustre Auswahl an faszinierenden Künstlern enthält. So finden sich auf „We Wish You A Merry Christmas“ Beiträge von Hosono und Takahashi selbst, aber auch Stücke von Moonriders, Koji Ueno, Jun Togawa, Pierre Barouh, Taeko Onuki, Ginji Ito und Hajime Tachbana wieder. Am meisten angetan hat es mir aber „Belle Tristesse“ von Miharu Koshi. Die in Tokyo geborene Sängerin und Keyboarderin, die mit Hosono auf eine langreichende Zusammenarbeit zurückblicken kann, hat in ihrer Karriere die Welten zwischen Technopop, Jazz, Soundtracks und klassischen Kompositionen beackert und weiß diese Einflüsse auf der wunderschön sphärischem „Belle Tristesse“ gekonnt in Szene setzen. Von Tristesse keine Spur. In diesem Sinne: schöne Weihnachtstage!
Wenn man MF DOOM schon mit Sade zusammenbringen kann, dann taugen die Offbeat-Raps des amerikanischen Undergroundvirtuosen vielleicht auch mit den Feelgood-Funk des japanischen Popmaestros Tatsuro Yamashita. Das dachte sich der britisch-japanische Produzent und Videokünstler Dan Tanda, der mit diesem Mashup-Projekt die Originalinstrumentale Yamashitas dezent editiert und ausgewählte DOOM-Raps drüber legt. Funktioniert wunderbar! 22 Minuten grooviger Poprap (klingt furchtbar, ist es aber nicht), der in den Ohren bleibt. Das Ganze lässt sich auf Soundcloud anhören. Wer will, kann das ganze auch mit einem kleinen Beitrag auf Bandcamp unterstützen oder sich zusätzlich ein Stickerpack ordern. Viel Spaß damit!
Gibt es den perfekten Pop-Song? Mag diese Frage doch jeder subjektiv für sich beantworten, ist es diese eine universale Frage nach der Allgemeingültigkeit eines Werks, die uns Musikbegeisterte stets umtreibt. Die Frage nach der Perfektion ist zudem eine philosophische. Deshalb: Anyway! Aber eines ist sicher. Wenn es ihn gibt, dann hat ihn Miyako Koda im Jahre 1989 geschrieben. Die Rede ist von „On Retinae“, das Koda gemeinsam mit ihrem Band-Partner Tatsuji Kimura für ihre gemeinsame Formation „Dip in the Pool“ im besagten Jahr aufnahm und in zwei verschiedenen Versionen (East und West Version) für ihr drittes Album „Retinae“ aufnahm. Während Dip in the Pool in den ersten Jahren gar über die Grenzen Japans Aufmerksamkeit erfuhren und für ihr erstes Album sogar auf Rough Trade in England erschienen, nahm das Interesse sukzessive ab und der Erfolg der Band konzentrierte sich auf den heimischen Markt. Das dritte Album dabei geriet dabei in Vergessenheit, wurde aber unter Sammlern und Kennern gesucht und verehrt, gar als Meisterwerk gehandelt. Erst in Jahre 2015 traten die Amsterdamer Auskenner von „Music from Memory“ an die Band heran und lizensierten die Single „On Retinae“ für eine Veröffentlichung auf ihrem Label, die dann im Januar 2016 für Furore sorgte und ein Highlight des ohnehin an Highlights nicht gerade darbenden Labels darstellt. Zwei Jahre später nun wurde auch das Album auf Warner Music Japan wiederveröffentlicht. Wer also Preise von fast 300 Euro für das stark gesuchte Original scheut und sich mit einer wunderbaren Neuauflage zufriedengibt, dem sei dieses fabulöse Kleinod von Pop-Meisterwerk wärmstens ans Herz gelegt.
Die Suche nach Informationen zu Miyako Chaki erweist sich als sehr schwierig. Zumindest auf den geschätzten Kollegen von Kayo Kyoku Plus ist Verlass, der ein paar Informationen zur Künstlerin bereithält. Geboren, aufgewachsen und studiert in Kyoto (am Doshisha Women’s College of Liberal Arts), gründete sie Anfang der Siebzigerjahre gemeinsam mit Kyoko Kobayashi das Folk-Duo Pink Pickles, das nach den Shibazuke-Gurken ihrer Heimatstadt benannt ist. Nach zwei Singles und einem Album trennte sich das Duo wieder und Miyako Chaki machte als Solokünstlerin weiter. Kayo Kyoku Plus konzentriert sich in seinem Beitrag auf das wundervolle „You run behind the map“ („翔べなくなるわ“) ihres zweiten Albums „翔べなくなるわ“, mir hat es „静かな夜“ ihres dritten und letzten Albums Rainbow Chasers besonders angetan. Ein verzückender Gitarrengroove mit herrlicher Bassline und warmen Fender Rhodes.
Meiner eindeutigen Präferenz für die groovigen und tanzbaren Töne ist wohl zu verdanken, dass dieser Blog bislang ziemlich funky daherkommt. Daran soll auch erstmal mit dem Beitrag zu Char’s „Shinin‘ You Shinin‘ Day“ nichts ändern, das auf seinem 1976 erschienenen und selbstbetitelten Album „Char“ veröffentlicht wurde. In Europa kaum bekannt, gilt Takenaka Hisato (wie Char mit bürgerlichen Namen heißt) in der Gitarrenszene gemeinhin als Japans Antwort auf Robin Trower, Eric Clapton oder Jimi Hendrix oder wie es jemand im verlinkten Girarrenforum knackig auf den Punkt bringt: „That guy kicks some serious butt“. Referenzen an die vorgenannten Herren kommen zum Teil in der zweiten Hälfte von „Shinin‘ You Shinin‘ Day“ auf, davor erfüllt Char sämtliche Träume von Freunden des sogenannten Adult Orientated Rock (AOR), aber hört selbst.
Anri mag eine der bekanntesten japanischen Künstlerinnen sein, die in den frühen bis späten 80er Jahren große Erfolge feierte, bis heute aktiv ist und mit der Vaporwave-Welle (in der viele ihrer frühen Hits gesampelt worden sind) neue Berühmtheit erlangt hat. Auf ihrem 1982er Album „Bi’Ki’Ni“ arbeitete sie erstmals mit der japanischen Funk-Legende Toshiki Kadomatsu zusammen, der ihr in den folgenden Jahren viele Produktionen auf den Leib schneiderte. Einer davon ist die relativ unbekannte B-Seite von 1983 – „Remember Summer Days“. Ursprünglich nur auf 7inch erhältlich, wurde der Song einem breiterem Publikum erstmals 2008 also Bonussong ihres 1983 erschienen Albums „Timely!!“ auf CD veröffentlicht. Long story short: Wo Kadomatsu drauf steht, da ist Kadomatsu drin: ein mittsommerlicher Midtempogroove mit einer wummigen Bassline und einer sehr eingängigen Hook. Passend für den Sommer, passend für den Herbst.
Ursprünglich als B-Seite der 1988er Single „Get Back in Love“ etwas in Vergessenheit geraten, wurde Tatsuro Yamashitas „First Luck“ auf der Zusammenstellung „Ratities“ noch einmal ins Leben gerufen. Unverkennbar auf „First Luck“ ist der Einschlag der 80er Jahre mit seiner opulenten, synthgeschwängerten, etwas bombastischen Produktion. Auf der anderen Seite dann dann – noch unverkennbarer – Yamashitas einzigartiges Talent für eindringliche und einfache Melodien und auf die Essenz reduziertes Songwriting sowie die Kombination der japanischen wie englischen Sprache. Dieses Liebeslied versteht jede(r).
„Was ist Plastic Love und wie kommt es, dass der Song jedes Mal vorgeschlagen wird, wenn ich auf Youtube ein Video anschaue?“ Über den Zusammenhang von Reddit-Threads hin zu klugen Youtube-Algorithmen werden heutzutage längere Abhandlungen verfasst. Dieser Eindruck erreicht heutzutage – so kann ich es persönlich auch bei mir beobachten – tatsächlich höhere Objektivität. Kein Wunder also, dass ein vergessener Song von Mariya Takeuchis 1984er Album „Variety“ plötzlich die 20 Millionenmarke an Youtube-Views anpeilt und von einem global agierenden Publikum unisono zu einem der funkigsten jemals aufgenommenen Songs propagiert wird. Dem kann man schlecht widersprechen. Aufgenommen, produziert und mitgeschrieben wurde „Plastic Love“ schließlich von Takeuchis Ehemann Tatsuro Yamshita, hier im Blog ein in höchsten Maßen verehrter Zeitgenosse.
Ein kleiner Querschnitt aus den Youtube-Kommentaren verdeutlicht die Bedeutung dieses Songs, der so unvergleichbar groovy daherkommt und keine Frage offen lösst, warum City Pop ausgerechnet in diesen global aufgeladenen Zeiten plötzlich wieder an der Oberfläche schimmert:
New rule: always click on plastic love when it is recommended Zum Nachmachen: Yea, sex is ok but have you ever listen to Plastic Love on repeat for 12 hours? Auch Mariya Takeuchi selbst kann die Aufregung nicht ganz verstehen, ist aber stolz auf die verspätete Ehre. In der Radioshow ihres Ehemanns wurde sie kürzlich auf den späten Erfolg des Songs und das Phänomen „Plastic Love“ insgesamt angesprochen und antwortete verblüfft: „I don’t know what happened. My friend in Canada send me a mail, it said ‚Plastic Love is a huge hit. Foreign people are listening your songs now, but why?‘ I don’t know why ! Of course, I’m so glad.“ Vollkommen zurecht!
Die guten Seelen von Vinyl Factory schenken uns innige fünf Minuten der Gedankenwelt von Midori Takada, die ich im letzten Jahr an dieser Stelle habe interviewen können. Es sind nur kurze fünf Minuten, aber sie entführen den Zuschauer in die mystische, spirituelle Welt der Ausnahmekünstlerin, die in diesem besonderen Video über ihre Arbeitsweise ihre Einflüsse Auskunft gibt und zudem einen Einblick gewährt, mit welcher Disziplin, Ernsthaftigkeit und Hingabe sie ihrer Kunst nachgeht – und das schon bei der Probe für ein Konzert. Prädikat höchst sehenswert!
Eine Platten, der ich hoffentlich kein Leid zufüge, wenn ich beim Romansieren des Originaltitels und drauf folgender Übersetzung etwas falsch liege. Aber ich brauche nun mal ein paar Anhaltspunkte, wenn ich schon (noch) nicht des Japanischen mächtig bin. So handelt es sich bei Kuniko Yamada wohl um eine in den 80er Jahren in Japan recht im TV präsente Komikerin beim hier präsentiertem Titel (nach der Übersetzung ins Englische/Deutsche) um die Geschichte von „Kuniko’s Cutest Child Boy (Bus Guide)“. Für weitere Hinweise bin ich sehr dankbar, lediglich „Watching TV“ kann ich dem Titel hier valide entschlüsseln. Anyway – nicht immer macht der Gesang die Musik. Bei 邦子のかわい子ぶりっ子(バスガイド篇) (so der Titel im Original) zieht nämlich der mächtige Discogroove sofort in den Bann, der sich eindeutig – erschienen ist die Platte im Jahr 1982 – an der repetitiven Soundästhetik von Nile Rodgers und Chic abarbeitet, während Kuniko Yamada nonchalant auf dem Cover im Superwoman Kostüm posiert. Auch auf Albumlänge auf „ファースト“ („Fāsuto“) finden sich weitere eingängige Grooves, dazu dann aber vielleicht mal zu einem späteren Zeitpunkt.
Kazuhiko Kato’s „Small Café“ schildert die Begegnung eines Gentlemans mit einer vergangenen franzosischen Romanze in einem kleinen Café in Paris. Das habe ich zumindest gelesen. Verstünde ich die Sprache, könnte ich weiterhin wohl noch übertriebenen Ausführungen zu der Schönheit des Interieurs sowie der wundervollen Pariser Landschaft lauschen. So höre ich aber zumindest einen wundervollen Song aus dem Jahr 1979 und Eröffnungstrack von Kato’s fünftem Studioalbum „Papa Hemingway“. Für die geschmackvoll arrangierten Streicher zeigt sich dabei Ryuichi Sakamoto von Yellow Magic Orchestra verantwortlich, der auf „Small Café“ von seinem Bandkollegen Yukihiro Takahashi am Schlagzeug unterstützt wird.
Kazuhiko Katoh - Papa Hemingway Back Cover Rückseite von Kato’s „Papa Hemingway“ Ebenfalls außerst amüsant dass in der Mitte des Stücks, Kato sich auf Deutsch von der Dame zu verabschieden scheint: „Auf Wiedersehen“. Hoffen wir mal, dass diese Romanze eine Wiederholung und vielleicht ein Happy End fand.
Ihr Gesangsstil wurde mit dem von Kate Bush verglichen – auch wenn ihr erstes Album bereits zwei Jahre vor dem der legendären Britin erschien. Bekannt ist Akiko Yano zudem für ihre ihre Improvisationstalent am Piano, das sie in jungen Jahren bereits in Jazz Bars zum Besten gab. Später folgten Aufnahmen und Welttourneen mit Yellow Magic Orchestra (mit Ryuichi Sakamoto war sie lange verheiratet) und Kollaborationen mit internationalen Größen wie Peter Gabriel, David Sylvain, Pat Metheny und Thomas Dolby. Kurzum: Akiko Yano ist eine verdammt coole Socke, eine Dame, die gerne auf einem Plattencover ein Delfin auf dem Rücken schultert.
Akiko Yano – いろはにこんぺいとう Back Cover Sie kann es tragen: Akiko Yano
2017
2 BeiträgeAuf der diesjährigen Biennale in Venedig kam mir bei grandiosem Wetter nach einem gepflegten großen Spritz die Lust auf ein neues, sommerliches Mixtape, das meine aktuellen Hörgewohnheiten widerspiegelt. Dass dabei eines herauskommt, das sich größenteils aus japanischem City Pop, Boogie oder Disco speist, konnte ich da schon etwas absehen, beim Zusammenstellen kamen letzlich aber auch ein paar andere Einflüsse dazu. Der Sommer ist auch hier angekommen, der Sommer kann bleiben. Hier ist das Mixtape dazu. Darauf ein Spritz, kanpai!
Tracklist:
Sacha Mambo & Keeto – Sending My Love
Shahara Ja – I’m an Arabian Knight
1. Futurologischer Congress – In Die Ferne (Remix)
Junko Yagami – Imagination
Tatsuro Yamashita – The Girl in White
Tatsuro Yamashita – Silent Screamer
Char – Smoky
Toshiki Kadomatsu – Step Into the light
Masayoshi Takanaka – Chill Me Out
Masaki Matsubara – Shining Start
Junko Ohashi – I Love You So
Toshiki Kadomatsu – Hatsu Koi
Toshiki Kadomatsu – Do You Wanna Dance
Haruomi Hosono, Shigeru Suzuki & Tatsuro Yamashita – コズミック・サーフィン
Lisa Fitz – Mein Mann ist Perser
Die täglichen Jubelmeldungen über die Renaissance der Vinyl-Schallplatte – vor allem in punkto Umsatzgenerierung – reißen nicht ab. Mit der gesteigerten Nachfrage florieren auch in den Kommentarfeldern von Discogs, YouTube und Co. jene Wortbeiträge, die ekstatisch nach der Wiederveröffentlichung von vergriffenen oder nicht mehr erhältlichen Platten schreien. „They need to do a repress asap“, „I need that record so bad“, wir alle haben diese kurzen Fetzen schon mal gelesen und hier und da darüber geschmunzelt.
Ähnlich verhält es sich aber auch mit der Journaille. Wird die Wiederveröffentlichung einer bestimmten Platte verkündet, behilft man sich gerne der Information, dass diese Platte besonders gesucht sei oder Plattensammler weltweit diese Platte schon immer in ihrer Wantlist haben würden. Als ginge es nicht alleine um die Musik, sondern lediglich um ihren Wert. Auch bei uns. Und insbesondere bei Midori Takadas „Through The Looking glass“, das jetzt von WRWTFWW Records in Kooperation mit Palto Flats wiederveröffentlicht wird.
Und trotzdem bildet dieses Album eine Ausnahme. Sicher, das 1983 veröffentlichte Debütalbum der damals 32-jährigen Japanerin ist eines dieser Werke, das – sofern man überhaupt eine Kopie davon findet – nur zu horrenden Preisen den Eigentümer wechselt. Und auch wenn es zu der aktuell wahrnehmbar gestiegenen Nachfrage nach japanischer Musik von Künstlern wie Haruomi Hosono, Ryuichi Sakamoto, Hiroshi Sato, Yasuaki Shimizu oder Tatsuro Yamashita passt, das ist nicht der Grund, warum „Through The Looking Glass“ jetzt wieder in den Fokus rückt. Nein. Dieses Album ist anders. Anders, weil das so akkurat wie graziös vorgetragene Percussionspiel Takadas eine ganzkörperliche Erfahrung darstellt, sogar darüber hinausgeht. Weil es eines dieser Alben ist, das die Sinneswahrnehmung auf die Probe stellt. „Through The Looking Glass“ ist kein normales Album, die vier darauf vorgetragenen Kompositionen sind ein transzendenter Hörgenuss. Und diese Erfahrung ist genau so beabsichtigt, das macht Midori Takada im Interview deutlich.
Das erste, das die Aufmerksamkeit des Hörers Ihres 1983 erschienenen Meisterwerks „Through The Looking Glass“ auf sich zieht, ist das Cover. Es zeigt ein Bild des Künstlers Yoko Ochida. Im Zusammenspiel mit der ersten Komposition des Albums, „Mr. Henri Rousseau’s Dream“, wirft es einen direkten Bezug zu den Dschungel-Bildern des postindustriellen Meisters. Können Sie uns etwas zu der Entstehungsgeschichte des Covers sagen – inwiefern dient Henri Rousseau als Inspiration?
Midori Takada: Hier muss ich zunächst mit einem Missverständnis aufräumen. Die Musik auf diesem Album wurde aufgenommen, bevor entschieden worden ist, das Bild für das Cover von „Through The Looking Glass“ zu verwenden. Es waren Mitarbeiter der Plattenfirma, die das Gemälde aus dem Werk von Yoko Ochida ausgesucht haben. Ich kannte das eigentliche Kunstwerk bis vor der Veröffentlichung des Albums gar nicht. Dennoch war ich in meiner Kindheit sehr stark von der Kunst Henri Rousseaus angezogen. Trotz der Kreaturen in diesem Kunstwerk, ist der Luft eine glückselige Stille und Leichtigkeit immanent, die Atmosphäre wird gegenwärtig und selbst die Atmung wird spürbar. Je genauer Sie hinhören, wird auch das Gehör zwischen dem abgebildeten Objekt und dem Raum unterschieden. Was ich in dieser Komposition entwickeln wollte, ist die Schaffung dieses Scharfsinns. Wie auf einem Gemälde, bei dem jede Farbe einzeln auf die Leinwand aufgetragen wird, achte ich bei Komposition penibel genau auf jeden individuellen Ton.
Anders als Henri Rousseau, der in seinem Leben den Dschungel nie bereist und gesehen hat, haben Sie in den 1980er Jahren mit afrikanischen Künstlern aus Ghana, Senegal und Burkina Faso gearbeitet und die Länder bereist. Was würden Sie Rousseau heute entgegnen?
Midori Takada: Im Gegenteil zu Rousseau sah ich eine geistige Verwandtschaft mit der ruhigen Natur in seinem Kunstwerk. Rousseau wagte sich in eine unbekannte, spirituelle Domäne und schuf dort seine Bilder. Seine Phantasien waren aber keine Perücken der Wirklichkeit, sondern seine eigene, zutiefst innere Landschaft. Als ich durch Afrika reiste, war ich sehr bewegt von den Trommelklängen, die ich dort angetroffen habe, die mich an aufwändige Strukturen erinnerten, die sich im Körper ausbreiten. Man könnte sagen, dass diese Tonarten einer ruhigen, spirituellen Architektur entspringen. In Gemälden und Musik herrscht eine Eigenschaft, deren Vibration den Geist erweckt.
Sie sind in klassischer Komposition ausgebildet, arbeiten aber auch mit Field Recordings. Auf „Mr. Henri Rousseau’s Dream“ sind die Vogelstimmen eines der transzendenten Elemente. Inwiefern spielt auch der Zufall bei der Komposition eine Rolle?
Midori Takada: Es gibt einen Unterschied zwischen diesen Zufallsoperationen und der Improvisation. Die Zufallsoperation bedeutet, dass etwas in einem definierten organisierten Bereich passieren könnte. Diesem Prinzip folgend, wurden die Vogelklänge – nachdem alle anderen Töne fertig waren – ad-hoc aufgenommen. Grundsätzlich kann ich aber sagen, das bei der Aufnahme dieses Albums nichts zufällig passiert ist.
„Crossing“ mit seinem genauso repetitiven wie wunderschönen Marimba-Spiel erinnert an die minimalen Kompositionen von Steve Reich. Das ganze Album weckt Assoziationen zu möglichen Inspirationsquellen. Lassen Sie uns an der Welt der jungen Midori Takada zu Beginn der Achtziger teilhaben.
Midori Takada: In den 1970er und 1980er Jahren entstanden viele neue Arten von Musik. Darüber hinaus entwickelte sich die Elektronik dramatisch. Aber während dieser Zeit gab es, glaube ich, nicht viele Musiker, die konzertierte Beobachtungen zum Konzept des Minimalismus machten. Viele der traditionellen Musiker suchten die Avantgarde oder wurden dazu aufgefordert, Virtuosität zu liefern. Minimale Musik, bei der die Klangelemente knapp sind und scheinbar nicht so poliert wirken, wurde von nur wenigen als Musik von großer Möglichkeit erkannt. Künstler, die gehört wurden und denen man folgte, waren in der Minderheit. Es wurde immer auf den technischen Aspekt in der Musik hingewiesen, so wurde zum Beispiel auch das repetitive Element teilweise eingebaut. Ich denke aber, dass sein ideologisches oder philosophisches Prinzip nicht so weit anerkannt wurde. Ich habe den Minimalismus nicht als Ausdrucksform gesehen, sondern als ein System. Ein System, bei dem sich kleine Zellen vermehren. Sein Wert bleibt unverändert, er behält aber die Möglichkeit abzuklingen.
Auch das dritte Stück „Trompe-l’œil“ nimmt in seinem Titel direkten Bezug zur Malerei. So ist Trompe-l’œil die illusionistische Malerei, die mittels perspektivischer Darstellung Dreidimensionalität vortäuscht. Welche Täuschung soll hier beim Hörer erweckt werden? In mir ruft „Trompe-l’œil“ wieder eine Assoziation zu Rosseau hervor. Der Traum und Lockruf des Dschungels, obwohl er Frankreich nicht entfliehen kann.
Midori Takada: Mit Trompe-l’œil wollte ich ein illusionistisches Gemälde mit den Mitteln des Klangs erschaffen. Die Manipulation der Klangstruktur entwickelt dabei einen Schatten. Hiermit wollte ich die geistige Landschaft jedes Zuhörers berühren, weil ich denke, dass das etwas ist, das fröhlich ist. Das ist etwas, was wir alle in uns tragen.
In einem Interview, das Sie bezüglich eines Konzerts in Warschau gegeben haben, nannten Sie Glück als das primäre Ziel Ihrer Musik. Gerade in der heutigen weltpolitischen Lage, erscheint die Wiederveröffentlichung von „Through The Looking Glass“ als wichtiges Signal.
Midori Takada: Vielen Dank. Ich hoffe, dass es so akzeptiert wird.
Midori Takada - Detail „The holy grail of Japanese Ambient & Minimalist Music“ – jetzt als audiophile Version wiederveröffentlicht. Die Wiederveröffentlichung Ihres Albums folgt auf die Platten von Yasuaki Shimizu und Mariah, die beide bereits im vergangenen Jahr wiederveröffentlicht worden sind. Alle drei Alben haben gemein, das sie zwischen 1981 und 1983 entstanden sind. Wie erklären Sie sich das heutige Interesse an der japanischen Musik dieser spezifischen Ära?
Midori Takada: Während dieser Ära in den 1980er Jahren entzog sich Japan endgültig der Nachkriegs-Konjunktur. Es gab einen unersättlichen Wunsch nach neuen Dingen. Auch in der Musik eines jeden Genres gab es es eine neue Toleranz gegenüber experimentellen und neuen Strömungen. Zugleich blickte man optimistisch in die Zukunft. Vergleicht man diese Ära mit dem gegenwärtigen Zustand der Welt, dann ist es wie ein Traum. Vielleicht ist es gar nicht das Interesse an der Musik aus dieser bestimmten Ära, die in Japan geschaffen wurde, doch der Hörer spürt, das die Welt jetzt etwas verloren hat. Bis zu dieser Zeit litten japanische Musiker beim Versuch sich selbst zu verwestlichen und steckten so fest zwischen ihrer eigenen und der Kultur des Westens. Ab hier aber suchten sie etwas, das sie mit der Welt verbindet. So spürten sie damals schon die Probleme, die die Globalisierung erzeugt. Vielleicht ist es die Energie dieser Ära, die heute noch frisch und dauerhaft wirkt und die Leute fasziniert.
Sie lehrten bis vor wenigen Jahren noch auf der renommierten Tokyo National University Of Arts. In der heute schnelllebigen Zeit voller Ablenkungen, steht „Through The Looking Glass“ als Antithese. Wie würden Ihre Studenten heute auf das Album reagieren?
Midori Takada: In den zehn Jahren, in denen ich dort gearbeitet habe, habe ich meinen Schülern „Through The Looking Glass“ niemals vorgespielt. Jeden Tag arbeiten die meisten von ihnen fleißig, lernen Beethoven und Bach und spielen klassische zeitgenössische Musik. Ich hatte eine Verantwortung, sie zu lehren, damit sie in dieser Gesellschaft leben können. Auf der einen Seite, gab es die Studenten, die an meiner Musik interessiert waren und ich setzte mich sehr für sie ein, damit sie eine andere Welt sehen konnten. Aber mein Spiel ist etwas, das nicht in der Schule gelehrt werden kann, deshalb hat es die Fähigkeit, sie zu verwirren. Ich persönlich war eine lange Zeit aus dem Standard raus. Wenn ich Ihnen vorgeschlagen hätte, sich „Through The Looking Glass“ anzuhören, würden sie höchstwahrscheinlich auf mich zurückkommen und nach der Partitur für die Musik fragen. Ich aber denke, dass Musik etwas ist, das man selbst auswählt und versucht zu finden. Mit seinem eigenen Urteil. Ich denke, dass es großartig ist, die eigene Mentalität mit anderen zu teilen, aber in einer Lehrer-Schüler-Beziehung, bedeutet es nicht unbedingt, das es wichtig ist, alles mit den eigenen Schülern zu teilen. In der heutigen Welt der Informationsüberflutung sollten sie „Through The Looking Glass“ von alleine entdecken.
Info: Der Text wurde zuerst 16.03.2017 im HHV Mag veröffentlicht.
2015
13 BeiträgeMAX D aka Maxmillion Dunbar comes thru with the FRESSSSH DJ MIX for these fine Spring times we live in. PRIMA-VERA! This is a power hour of that workout flex, baby powder on wood, twirlwide rhythms and drum connections for all. ALERT: Tons of new tunes from the squad and beyond. Tons of feelings. Polyrhythm Nation. All U Geometric Dancefloor Creepers need to get in on this one! Things Will Be Better In Future Times!!!!Noch Fragen? Nein. Gewiss bleibt: Things Will Be Better In Future Times!!!!
...der Liebe zu House, Disco und dem ganzen Edit-Wahn verfallen sind. Diese Liebe führt an langweiligen Sonntagnachmittagen zu endlosen Soundcloudstunden, der Sichtung und dem Genuss etlicher neuer Housetracks und Artverwandtem und vor allem im Aufnehmen spontaner Sets, die den Output der vergangenen Wochen von favorisierten Künstlern wie The Revenge, KRL, Eric D. Clark und verschiedener obskurer Edits und Remixe zwischen Toto und Tina Turner sowie Chris Rea zum Thema haben. Viel Spaß damit...Mag die Chris-Rea-Einlage zeitlich in dieser Jahreslage etwas deplatziert sein, an dem heutigen Tag ticken die Uhren ohnehin bekanntlich anders und der Rest passt ohnehin perfekt zur Einleitung der Sommerzeit.
Einer dieser Track aus geraumer Vorzeit, die man viel zu spät entdeckt und die es einem auf Anhieb antun. Zuerst gehört auf dem 1992er-Front-Tape von Boris Dlugosch, hat mich Chantay Savage's "If You Believe" im Steve "Silk" Hurley-Dub auf Anhieb schier gefangen. Nun habe ich ohnehin eine Schwäche für Vocal House und bin begeistert von den mehrspurigen Vocalarrangements auf diesem Tracks, so dass selbst die Raggamuffin-Einlage nicht mehr stört. Inseltrack.
Die Tracks der Berliner Produzenten und Bloggers Svetnik verfolge ich schon bereits eine längere Zeit auf Soundcloud. Nach ersten Versuchen im Bereich glitchiger Hip-Hop-Instrumentals scheint Svetnik in den letzten Jahren doch letzlich bei House Music angekommen zu sein. Gut so! Mit dem neuen Track "You know it's true" befindet er sich dabei auf einem Pfad intelligenter Discoverwertung: Voller cleverer Samples, überraschender Breakwechsel und ausgeklüngelter Percussion. Und während mir heute die Jubiläumscompilation von 20 Jahren Henry Street Music ins Haus flattert, sei an dieser Stelle gesagt: Henry Street würde heute wie Svetnik klingeln. Und das wäre gut so. Den Free Download gibts frei Haus obendrauf. Get it!
Zweieinhalb Jahre sind vergangen seit der legendären Kölner Nacht im Schrebergarten, in der Omar-S einen bleibenden Eindruck hinterließ. Mittlerweile gibt es ein regelmäßiges Booking im Ehrenfelder Klub Heinz Gaul, den unser Detroiter Liebling am 06.03.2015 endlich wieder aufsucht. Wir freuen uns auf das Cover des Jahres in "real life" und auf den Mann der Stunde, der seinen aktuellen Hit sicher mit im Gepäck hat. Alle kommen!
Beschäftigt man sich mit dem Werk von Adeva, springen zuerst die um die Neunzigerwende entstandenen Produktionen und Remixe von Paul Simpson oder Tony Humphries in den Sinn, später dann die gemeinsamen Arbeiten mit Frankie Knuckles. Dieser wunderbare Remix, den Roger S. (Sanchez) anno 1992 für die Sängerin aus New Jersey gezaubert hat, wird aber oftmals unterschlagen. Zeit, das zu ändern. https://www.discogs.com/Adeva-Im-The-One-For-You/master/98118 https://en.wikipedia.org/wiki/Adeva
In the 1990s Tony Travolta used to work as a Stuntman for popular Hollywood movie productions like "We were musicians" or "A blond teen and a Cello". Well known for hardcore action stuff and dangerous Stunts; in 1999 he broke his skull so bad during filming of "St. Beethoven - A Zomby City" that he had to stop his career as successful Stuntman. At that time he felt in a big crisis and didn't know what to do with his life. He started to travel around the world and walked his own path of finding the truth. In 2001 he met an old guy who owned big recording Studios in the South of Mexico City. A rough area but perfect for Tony Travolta. He bought the studios from the old man for 100000$ and started to refurbish everything. Since 2003 Tony Travolta runs successfully the Tony Travolta Studios and from now on 'TONY TRAVOLTA RECORDS'. Home for outstanding & amazing musicians.Der Kölsche hat schließlich immer das Herz am richtigen Fleck und schaut halt gerne in die Ferne. Den Anfang bestreiten Hodini & Damiano von Erckert, die auf der Katalognummer 001 die Sphären von Funk, Jazz und Soul ausloten und in gerade Vierviertelraster zwängen. House Music. Die Nähe zu Moodymann läst sich nicht abstreiten, auch die Verwendung von Inner Life Samplen ist hier nicht exklusiv. Aber hey! Es sind Damiano und Hodn Hulk. Watch out!
Jex Opolis, Toronto's heißester Export nach Drake, dessen Tracks auch eher in Rimini angesiedelt sind, kommt am Freitag, den 06. Februar 2015, zu einem DJ Set nach Köln. Das wird ein Fest, schließlich ist der Mann für einen der größten Hits des vergangenen Jahre verantwortlich. Das ist natürlich nicht unbedingt der Grund für eine gute Party. Aber im Gold + Beton kann es eigentlich gar nicht schief gehen. Und Joscha Creutzfeldt und TBRCK sind schließlich auch dabei. Hin da!
Kaum sind die allerletzten Jahresbestenlisten gelesen/geschrieben, bieten sich die ersten Tracks an, die am Ende des neuen Jahres ganz oben landen könnten. Oder landen werden. Omar-S ist so einer. Hier im Blog ohnehin abgöttisch verehrt, weil er, wie soll ich sagen, einfach der Allergeilste ist. Mit "I Wanna Know" bestätigt er das mal wieder in einer unverkennbar nonchalanten Art. In einer Zeit, in der jeder jackiger sein will als der andere, setzt er mit Vocals entgegen und erinnert an eine Zeit, die er selbst wohl schnörkellos als "sweet" charakterisieren würde. Ende Januar auch auf Vinyl erhältlich! Omar-S - I Wanna Know (Snippet): Omar-S - I Wanna Know (Extramental Mix) (Snippet):
2014
47 BeiträgeSollte jemand noch nach einem passenden Geschenk für seinen housemusicaffinen Freund/Freundin/putyourgenderhere/DJ suchen, der ist mit den leuchtenden Slipmats von des Labels/Crew Feel My Bicep bestens aufgehoben. Das Paar kostet 18 Pfund ohne Versandkosten. Schnell zuschlagen, damit es noch passt bis Heiligabend. https://feelmybicep.bigcartel.com/product/fmb-glow-in-the-dark-slipmats
Diesen Mittwoch ans Herz gelegt - Brot und Spiele in Kalk! Schließlich gibt es etwas zu feiern: Zwei Jahre Baustelle Kalk und damit verbunden auch zwei Jahre Camp Magnetics, die die Gelegenheit dazu nutzen, gleich eine neue Veröffentlichung auf ihrem erlesenen Kassettenlabel zu präsentieren und gar live darzubieten zu lassen. Die ersten Snippets zum Tape "Judas Money / Faito" der wunderbaren Kölner Formation Colorist, gibt es hier im Blog. Suppe gibts Mittwoch obendrauf!
Vor gut zwei Jahren spielten Camp Inc. ihr erstes Liveset in der Kölner Off-Location Baustelle Kalk. Die Aufnahme erschien unter dem Titel "Camp Inc. – Baustelle Kalk" im November 2012 als Camp Magnetics CMX001. Seitdem spielen die beiden Label und haben Musik von Colorist, Erdbeerschnitzel, Popnoname und Hall&Rauch auf Kassette veröffentlicht, unter den stets gleichen Vorzeichen – 45 Minuten Spielzeit, keine Pausen zwischen den Stücken. Zum Jubiläum haben sich Colorist an die Kirchenorgel (und das Klavier und die Synthies und E-Drums) geschwungen und mit »Judas Money / Faito« ein neues Tape aufgenommen, das am 19.11 erstmals zu hören sein wird. Gefeiert wird in der Baustelle Kalk, wo alles begann. Die Labelmacher servieren Suppe, gießen einen ein und spielen alle Camp Magnetics-Tapes.Colorist - Judas Money (Snippet): Colorist - Faito (Snippet): https://campmagnetics.wordpress.com/
Lieber Sven, ich habe die Worte nicht. Jetzt bist du bereits 50 und offensichtlich so berühmt, dass die Bild dich ausführlich zum Interview bittet. Nun gut. Von Herzen alles Gute zu deinem 50 Geburtstag. Auf die nächsten 50. Rave on! Oder wie sagte einer deiner alten Wegbegleiter damals: Forwards ever, backwards never! P.S: Bei dem Track handelt es sich um einen weiteren formidablem Wild Pitch Remix zu einem von Sven Väth ersten Hits aus dem Jahre 1993: L'Esperanza. Natürlich dafür verantwortlich: DJ Pierre!
Andere bleiben im Bett, der Roland hingegen wandert an seine Geräte. Der Roland, das ist Roland Kaiser Wilhelm, seines Zeichen Mastermind hinter Camp Inc. und Camp Magnetics, und hier im Blog schon häufiger mal Thema. Jetzt war Roland die letzten Tage krank. Also, wie gesagt, siehe oben:
In the last few days of sickness/holidays I've been busy recording and mixing tracks that I could imagine as a first EP to come out on a yet-to-find label. As long it is not officially released you can listen to it on my soundcloud page. Enjoy!Heraus gekommen sind zwei im besten Sinne wahrlich progressive Tracks, die die rhytmische Housespur nur als Mittler sehen, während die programmatischen Elemente drumherum ein Eigenleben entwickeln. Vollkommen analog, aber kein wenig retro, von einem Selbstbewusstsein strotzend, der stets in die Zukunft ausgerichtet ist. Achja, Labels, hingehört: "to come out on a yet-to-find label". Diese Chance sollte man sich nicht entgehen lassen.
Vor wenigen Wochen fand ich bei diese Testpressung der mir bis dato nicht bekannten "The Rasundas", die mit dieser Katalognummer 11 des Labens "Lonesome Hero" hier aber bereits ihre vierte 12inch veröffentlichen. Ein Groove vor dem Herren, dessen repetitiven Rhodes sich beharrlich in die Ekstase steigern. Hätte natürlich auch bereits 1995 erschienen sein können. Erscheint so aber in den kommenden Wochen. Watch out!
Passend zum langsam herannahenden Herbstwetter - kurz vor Anbruch des goldenen Oktobers, ein Stück, dessen Produktion und Vocals perfekt diese Zeitenwende ankündigen:
Cascades of colour slip right through your hands your castle's in the clouds turn back into sand you'll find your swept away with no helping hand the music is your beacon back to dry landErschienen 1999 auf Nite Grooves - hier mit dem besten aller Remixe.
French House - das war weit mehr als Daft Punk. Blieb es allerdings direkt in der Familie, so war das Ergebnis am überzeugendsten. So geschehen bei Buffalo Bunch, einem Duo, das sich unter anderem aus dem Bruder eines Daft Punkers formiert. "Take it to the streets", schmackhafter sogar noch aufbereitet in der Kurzform "T.I.T.T.S,", massakriert hier mit Hingabe ein närrisches Leo-Sayer-Sample, das sich in der energetischen Loopschleife immer weiter entlädt.
Twit One's oder besser gesagt - (hier agierend unter seinem Synonym) Tito Wun's "The Way U Do It" ist seit erstmaligem Anklingen vor ungefähr zwei Jahren zumindest hier in Köln schon ein wahnsinniger Hit. Stecken, Sixpack, Schnörres, Tausend, Roxy, no escapin' this. Keine Frage. Und wenn ein solcher Köln-Hit nun man anschlägt, dann geht es hoch her, dann geht es quasi schon in Richtung "From: Disco to: Disco". Kein Wunder, dass da ein Global Player wie Defected anspringt, das kölsche Liedgut lizensiert, global vermarktet und mit etlichen Remixen über Jacques Renault, Doc Daneeka bis hin zu Damiano von Erckert (da schließt sich der Kreis) garniert. Defected. Twit One. Bald erhältlich. Wahnsinn!
Dieser Maxmillion Dunbar - sollte das an dieser Stelle noch nicht häufig genug angeklungen sein - der ist einfach mitunter der Allergeilste. Als Produzent, als DJ, als Typ, you name it. Selbstredend ist dementsprechend der neue Podcast für XLR8R, konkret die Episode 356, natürlich wieder der heiße Scheiß. Etliche exklusive eigene Stücke, die der Labelkollegen oder die der befreundeten Crews, z.B. Trilogy Tapes und L.I.E.S.. Oder eben einen Nintendo-Soundtrack. Oder Autechre. Und ja: Talk Talk. Download und Tracklist gibt es oben drauf. Max bleibt King.
01 Terekke "Atba" (L.I.E.S.) 02 Autechre "Second Scout" (Warp) 03 Unknown "Untitled" 04 Dolo Percussion "Dolo 8" (Future Times) 05 Lee Gamble "Jove Layup" (PAN) 06 The Other People Place "Sunrays Acapella" (Warp) 07 Steve Summers "DX Jam" (Russian Torrent Versions) 08 Maxmillion Dunbar "Immunity" (Off Minor) 09 Protect-U "(Live Extract)" 10 Hashman Deejay "Sandfish" (Future Times) 11 Terekke "Atba" (L.I.E.S.) 12 Unknown "Untitled" 13 Lifted "Bell Slide" (PAN) 14 Maxmillion Dunbar "She" (Off Minor) 15 Mario Paint Original Soundtrack "BGM 3" (Nintendo) 16 Ethiopian Records "Qen Sew (for My Father)" (1432 R) 17 Gas "Pop 2" (Kompakt) 18 Talk Talk "Happiness Is Easy" (EMI) 19 Lifted "Mint" (PAN)
Die neue Caribou-Single, gleichzeitig namensstiftend für das später im Oktober erscheinende neue Album, widmet sich dem Thema Liebe. Das ist aber nicht die seichte Tour, die ich erwartet hätte. Das sind Fackeln im Sturm, das ist pure Leidenschaft. Ergreifende Strings des Geigers Owen Pallett, dazu eine wuchtige Bassline, zischende Hi-Hats und Kevin-Saunderson-Gedächtnis-Synths. Das ist ein Clubfiller, ein Clubkiller, ein Hit ohnegleichen. Was für eine Single.
Kaum zu glauben, dass dieser Track doch tatsächlich schon 17 Jahre alt ist. Ursprünglich erschienen als B-Seite von Higgledy Piggledy auf dem Frankfurter Force Inc. Ableger Force-Inc.-US, habe ich "All Nite" heute in einem DJ-Set von Ben UFO auf dem Amsterdamer Dekmantel Festival wiederentdeckt. Pooley, hier zu seiner Hochzeit, quasi im "Moment of my life", seziert den Inner-Life-Klassiker und wandelt ihn zu einem hochenergetischen Tech-Disco-Groove.
Ich spreche sicherlich nicht wenigen von der Seele, wenn ich behaupte: Ein Traum wird wahr. Kenny Dixon Jr, der Moodymann, der Freeki Muthafucka, die Ausnahmegestalt in puncto House Music originärer Prägung aus Detroit (jaja, neben Theo) kommt nach Köln. Der Mann, der jahrelang höchst selten für Auftritte zu gewinnen war, und wenn, dann jene in Japan oder London oder sonst wo fernab der Bundesrepublik, sich dann auch noch hinter Vorhängen versteckte, der kommt tatsächlich nach Kölle. Ins Roxy. Am 26. September 2014. Tatsache. I can't kick this feeling when it hits.
Wer auf seiner neuen Platte ausgiebig die Pet Shop Boys und Loleatta Holloway samplet, der hat bei mir ein Stein im Brett. So geschehen bei Am Kinem (ehemals Funkycan), der nach diversen Veröffentlichung auf Damiano von Erckerts Label Ava dort auch nun sein Debütalbum "Mavi Soul Pt. 1" veröffentlicht.
Combining House, Hip Hop, Techno and Electronica in a vastly eclectic and individual style, a style that is ever present through 'Mavi Soul'. Recorded partly at the infamous Studio H1-3, part of the biggest broadcasting center of former east Germany, 'Mavi Soul' calls on some of the Ava. extended family to create remixes of Kinem's originals, further broadening the musical breadth covered already by the originals."Mavi Soul Pt. 1" ist auch interessant, weil die beiden Kölner Hip-Hop-Haudegen von Huss&Hodn bzw. Hulk Hodn & Retrogott hier Remixe beisteuern, die ein anderes Feld bedienen, als man das von ihnen gewohnt ist. House Music, the good stuff! Testpressungen können ab sofort im Ava Webshop geordert werden!
Kölns feinste Adresse in Bezug auf Vinyl à la coleur? Groove Attack! Der seit über zwanzig Jahre in der Maastrichter Straße 49 ansäßige kleine Laden gehört seit eh und je zu den besten hiesigen Fachhändlern kontemporärer (Club-) Musik, sei es für Hip-Hop, House, Drum'n'Bass oder auch Soul, Jazz und Disco. Punkt. Dieser kleine Laden hält Stellung im äußerst schwierigen Marktumfeld für Vinylverkäufe, hält Stand gegen die übermächtig scheinende direkte Konkurrenz aus Internetvertrieb und Digitalisierung. Schwierige Verhältnisse, die aber der Stimmung der stets gut gelaunten Betreibern und Mitarbeitern keinen Abbruch tut. Schaut einfach am ersten Donnerstag des Monats beim Groove Attack Spätkauf abends im Laden vorbei, trinkt mit den Jungs ein Bier und ihr versteht sofort was ich meine. Jetzt gibt es ein Problem. Ein nasses Problem. Aufgrund eines Wassereinbruchs hat der Laden vergangene Woche einen furchtbaren Schaden erlitten, an dessen Beseitigung gerade mit allen Anstrengungen gearbeitet wird. Glück im Unglück, denn nach eigener Aussage konnte zudem 98% Prozent des Warenbestands vom Wasser ferngehalten und gerettet werden. Dennoch: Der Laden braucht Hilfe, die stets salopp ausgesprochene Maxime supppot your local record store darf hier wörtlich verstanden werden. Wie ihr jetzt helfen könnt? 1) Der Webshop bleibt weiterhin aktiv! Platten könnt ihr weiterhin unter https://www.grooveattackrs.bigcartel.com/ bestellen. 2) Groove Attack ist mit dem besten Teil seines Warenbestandes ein Haus weiter gezogen, links neben dem Laden können im Kaffeehaus weiterhin Platten erworben werden. Leider ist hier keine Kartenzahlung möglich, ca$h only. 3) "Nach dem kölschen Motto "Echte Fründe ston zesamme", haben sich der Stecken, Groove Attack und das Roxy zusammengetan" und organisieren am Samstag, den 30. August 2014 im Kölner Roxy den sogenannten "Groove Attack Charity Ball". Dass sämtliche DJs (unter anderem Twit One, DJ memyselfandi, Lena Willikens) für umme spielen, versteht sich natürlich von selbst. Auch die Eintrittsgelder gehen direkt an Groove Attack. Eine feine Sache, hingehen lohnt sich. Weitere Informationen gibts auf der . In diesem Sinne: Support your local record store! https://www.grooveattackrs.bigcartel.com/
Da ist sie, die Nummer #5, ein weiteres Qualitätsprodukt aus dem Hause Camp Magnetics. Ungefiltert lasse ich einen der Macher hinter dem Label zu Wort kommen, seiner Aussage ist eigentlich nichts hinzuzufügen:
Heute wird die neue Kassette unseres kleinen Labels veröffentlicht, mit Musik der unvergleichlichen Hall&Rauch und dem genialen Artwork des Düsseldorfer Künstlers Alexander Bornschein. Ohne Scheiß: eine der besten Kassetten, die je gemacht wurden, wer dieses Tape nicht kauft ist schön blöd!Wer nicht zu den Kurzentschlossenen zählt, der das Tape Release feiern und käuflich erwerben kann, sollte dieses schleunigst auf per Mail hier oder beim Fachhändler des Vertauenes, A-Musik, nachholen. Es lohnt sich!
"I'm here now The Arrival" - Einer dieser EPs, wie sie nur aus Detroit kommen können. Am Steuer der bereits über Omar-S' FXHE-Imprint bekanntgweordene OB Ignitt, der auf seinem neu gegründeten Label "Obonit Records" jetzt noch größer in Erscheinung treten will. Drei fulminante Tracks, die alle Beachtung finden, aber von denen vor allem "Chocolate City (Uncle James Mix)" so richtig für Furore sorgt. Unheimlich verspielt, mit einer wuchtigen Bassline, nahezu proggig, ehe sich dieses Soulsample einschleicht, wie - siehe Eingangssatz - die frühen Theo und Kenny es so häufig zu benutzen pflegten. Killerplatte und ab sofort erhältlich. O B Ignitt - Chocolate City (Uncle James Mix) (Snippet)
Hätte dieses fleischige Rosengewächs namens Erdbeerschnitzel auf "Never Tilt" noch das Vocal beigefügt, das auf dem letztjährigen Taperelease noch enthalten war - der Sommerhit wäre da gewesen. Nichtdestotrotz, dieses luftige, melodiöse Broken-Beat-Monster bleibt auch ohne Vocal hängen, wurmt sich ins Organ, überrascht mit diesen wuchtigen Synths und überraschenden Wendungen und hört leider viel zu früh auf. Hit! Und zudem enthalten auf der formidablen neuen EP des Mannes, "The Ample Waters".
Kaum hat Theo am Freitag in Köln in einem fulminanten 5h-Set alles abgerissen, schlägt er mit der Vollversion seiner ersten Single "Footwork" zum kommenden Album sanftere Töne an. Infos zum Veröffentlichungsdatum bleiben trotzdem in der Schwebe:
New single from the forthcoming album. Out on Sound Signature innaminnit!
Roland Kaiser Wilhelm & Sebastian Ingenhoff, die beiden kölschen Haubutzen hinter Camp Inc. und dem Tape Label Camp Magnetics haben ein formidables Liveset auf Soundcloud hochgeladen, auf dem die analogen Klangerzeuger im Kanon knacken, knarzen, klirren und kicken. Oder frei nach dem Coachella-Prinzip: #killingit. Höchst empfehlenswert!
Lange keine Inhalte mehr hier im Blog - da wird es Zeit für ein Schmankerl, ein Hochkaräter sozusagen. Der ist der gute Max D aka Maxmillion Dunbar allemal. Solo oder als Teil der Beautiful Swimmers, spielte er an dieser Stelle schon desöfteren eine gewaltige Rolle. Gewaltig auch sein neuer "Gorilla Mix", vollgepackt mit vielen eigenen exklusiven Stücken, künftigen Veröffentlichungen auf seinem Label Future Times, erlesenen Werken befreundeter Musiker und sonstiger Obskuritäten.
2 STRONG + 2 LUSCIOUS - AS USUAL, COMMENTS CLARIFY CUTS Anotha mutant slapper from the Nation's Capital and the FUTURE TIMES crew! An utterly shlazed yet precision excursion into the FT mindset, featuring tons of new and unreleased music from Future Times artists and the Max-man himself, alongside classic and other absolute JOINTSDas ist ganz großes Kino und das gibts als obendrauf.
Funkinevens fulminanter Edit des japanischen Gassenhauers aus der Feder des Yellow Magic Orchestras, der bislang nur auf wackligen Youtubevideos oder Mixtapeexclusives zu hören war, aber überall gleichermaßen für Entzückung sorgte, bekommt in den nächsten Wochen eine Vinylveröffentlichung spendiert. Noch limitierter als üblich auf dem eigenen Apron-Label, erscheint "Ym2" in den kommenden Wochen als Whitelabel auf gelben Vinyl und Apron-Katalognummer 10 und enthält zudem Devin Dares "Best" auf der B-Seite. Hell yeah!
Jeffrey Sfire, ehemals Ghostly-Artist, ehemals Restaurantbetreiber, verantwortlich für eine der spannendsten Platten der vergangenen Jahre (#4) und eigener Aussage nach "a fag that plays 80's italo, high nrg, chicago house, and everything WBMX", macht seiner Selbstbeschreibung alle Ehre und spielt bei seinem Auftritt im Spotlight (Los Angeles) ein energetisches (was sonst!?) Set voller Hi-NRG-Schmonzetten. Den als gigabytegroße Wavedatei gibts obendrauf for free.
Nahezu zynisch mutet es an, dass einen Beitrag nach der Fragestellung nach der ersten House-Platte ever made, der Tod eines Mannes verkündet werden muss, der das Fundament, das darauf folgte, maßgeblich gestaltet hat. Ein Mann, der nicht nur half, als bahnbrechender DJ mit seinen Auftritten im Warehouse und später im eigenen Club Power Plant, House in die Welt zu tragen. Nein, ein Mann, der House selbst definierte, ein Mann der in persona für House stand, der Godfather, einer, nachdem sie in Chicago gar eine Straße benannten. Frankie Knuckles ist tot. Aber House Music is here to stay. Rest in paradise, Frankie.
Das Kölner Stecken ist jetzt seit zwei Wochen Gechichte und mit ihm die sagenumwobenen Nächte, von denen jeder erzählen wird, der sie miterlebt hat. Gut drei Wochen vor dem letzten Abend am 22. Februar waren die langjährigen Residents Mattes Schwarz & C.A. Ramirez ein letztes Mal geladen und mit ihnen ein Aufnahmegerät, das doch tatsächlich sechs (!) Stunden den üblichen Wahnsinn einer üblichen Steckennacht samt Flaschenklirren, Rumgeschreie und Feuerzeugzündung (nebst feinster House, Disco- und Soulmusik) mitgeschnitten hat. Ein ganz normaler Abend also. Au Revoir, Paradise Stecken. Stecken Closing Party 01.02.14 Mattes Schwarz B2B C.A. Ramirez by mattes schwarz
Bisher habe ich mit Nina Kraviz so gut wie gar nichts anfangen können. Dass sie ein hervorragender DJ ist, steht ausser Frage. Dass sie eine hervorragende Produzentin ist, das zweifele ich an dieser Stelle einfach mal an. Zu behäbig, monoton, einfach zu langweilig - zumindest in meiner Einschätzung waren ihre Produktionen einfach für mich. Dass dann in so gut wie jedem Interview mit ihr ihre Liebe zu Dance Mania herausgearbeitet wurde, war für meine Einschätzung erst recht keine Hilfe. Wenn sie doch ein großer Fan dieses einzigartigen Labels ist, dann sollten doch zumindest gewissen Einflüsse hieraus sich in ihrer Musik wiederfinden. Der Witz, das Unkontrollierte, der Funk. Aber geschenkt. Jetzt hat die gute Nina ihre Einflüsse in einem Dance-Mania-Tribute-Mix verewigt. Vinyl only selbstverständlich für einen tatsächlich großartigen Mix, in dem die Nina Kraviz die eher deepe, an klassischem Chicago-House orientiere Seite des Labels verarbeitet, in der der Funk nur unterschwellig hervorsticht. Womit die erste These bewiesen wäre: ein hervorragender DJ ist sie, die Nina. .
"Live at 3 Years Tactile" ist eines dieser sperrigen, verqueren avangardistischer Sets voller Kleinoden experimenteller Electronica, Minimal Wave, früher Elektronik und düsterer House Music. Ein weiteres wunderbares Set von Philip Berg, der als Tropic Rhonda im Dunstkreis der Frankfurter/Offenbacher Tactile und Robert Johnson-Szene Aha-Momente am laufenden Stück produziert.
Eigentlich wäre diese Nachricht keine Nachricht wert, handelte es sich nicht um den großartigen Theo Parrish. Dieser pflegt es neuerdings, Ankündigungen in kurze Videoteaser zu verpacken, mit welchen er auch die besagte Nullmeldung verbreitet, dass ein neues Album und eine Live Tour für den Sommer 2014 geplant sind. Wenn das mal nichts ist. Das bisher unbetitelte Album wird auf seinem eigenen Imprint "Sound Signature" erscheinen und unter anderem den Ttel "Footwork" beinhalten, der hier zur Unterschallung der Tanzeinlage dient. Sommer 2014, jetzt komme!
Im letzten Jahr eines der aufregendsten Labels überhaupt, gerade eine spannende Theo Parrish Maxi veröffentlicht und weiterhin davon getrieben, den nächsten Killer herauszubringen. Bei Trilogy Tapes läuft es zur Zeit rund. Da kann man auch mal den Beautiful Swimmer Max D mit ins Boot holen, kurz Luft holen und auf die Bassdrum verzichten. Nach all dem bisweilen auch sperrigen Zeug wird es dann nämlich Zeit für einen "Pop Song". Max wäre aber nicht Max, würde hätte er nicht auch noch einen for the Head parat, also auch "Calvin &Hobbes". Ich bin gespannt auf die gesamte EP "Drizzling Glass", die in den nächsten Wochen beim Plattenhändler des Vertrauens auftauchen dürfte. Woo!
Max D - Drizzling Glass EP (TTT019) 01. Jubilee 02. Oshima Flicks 03. Pop Song 04. Calvin & Hobbesvia. Fact Mag.
Vor ziemlich genau einem Jahr war DJ Day das letzte Mal in der Domstadt zu Gast und präsentierte im kleinen Stecken sein Album "Land of 1000 chances". So weit so gut. Wer sich allerdings noch an das eine Mal davor erinnern kann, als DJ Day in Köln präsent war, wird zustimmen, dass es mal wieder Zeit für einen ordentlichen Besuch des Mannes aus Los Angeles war, einen Besuch, in dem eben nicht ein Album präsentiert, sondern eine Party gefeiert wird. So wie 2011 eben. Zeit also für DJ Day, Zeit für einen eklektischen DJ-Mix zwischen Soul, Disco, Boogie und Rap. Save the Date! Los geht es am 1. Februar im Kölner Roxy, der Spaß kostet 8 Euro und achja: TBRCK und Joscha Creutzfeldt sind auch dabei.
Nach dem großartigen Albumdebüt im vergangenen Jahr bleibt Damiono von Erckert auch 2014 bei alter Stärke und rettet die eher schwache neue Wolf Music-EP mit einem grandiosen Remix. Beim langsam vor sich hin schwingenden Original bleibt so gut wie nichts bei altem, dafür her mit der Percussion, her mit dem Bass, her mit den tribenden HiHats und dann wieder los von vorne. Um es mit dem verwendeten Vocalsample zu sagen: "The way you wanna do". It is. https://wolfmusicrecords.com/
Mit Inkswel und Merwyn (ja, der legendäre Virgo-Merwyn) haben sich für die EP "Cloud Eaters" zwei zusammengefunden, die man im ersten Augenblick nicht gemeinsam in Zusammenhang bringen würde. Dass dabei ein dermaßen soulgeschwängerter Boogie-House herauskommt, auch hier läge der Gedanke nicht unbedingt nahe. Doch die ersten Snippets (und wundersame Remixe von Linkwood und Gifted&Blessed) ließen bereits Großartiges verkünden. Jetzt erscheint die Platte endlich auch auf Hot Shots und dürfte binnen weniger Tage ausverkauft sein. Also schnell zugreifen und zum Beispiel hier vorbestellen.
Merwyn Sanders formerly of VIRGO FOUR & Trax records adds his introspective soulful touch to INKSWEL's Future soul productions. 3 original jams pushing the boundaries of current trends, complemented by stellar remix work from LINKWOOD & GB aka Gifted & Blessed. All finished off with next level art work from the UK'S Discreet Unit.
Dass Hunee ein ganz besonderer DJ ist, das gab es an dieser Stelle gewiss schon des Öfteren zu hören. Das soll gewiss kein Hindernis sein, auf ein weiteres wunderbares Set des mittlerweile nach Los Angeles ausgewanderten Ex-Berliners hinzuweisen, der trotz der riesigen Überseeentfernung nach wie vor ein gern gebuchter Mann in Europas Metropolen bleibt. Das hohe Interesse rechtfertigt sein mitgeschnittener Auftritt im Amsterdamer Trouw-Club ausnahmslos, der bereits bei RBMA zu hören war und jetzt auch über Soundclound verfügbar ist. Das Set zeigt Hunee von seiner besten Seite: Eklektizismus durch und durch zwischen Chicago, Hi-NRG, Boogie, Disco und zurück. Drei Stunden lang. Ein Fest. Oder um es mit Hunee's eigenen Worten zu sagen:
Here is the full recording of a sunday evening at trouw. Imagine a couple of hundred people in a dark basement, a journey reaching all the corners of the room, from bottom to the top.... catch the vibe.https://soundcloud.com/hunee
Ob Funkineven, Kutmah, fLako oder younameit: 2013 gingen sie ihm alle auf dem Leim. Kein Wunder bei diesem Stilhybrid aus House, Funk, Soul und diesen rauchig bluesartigen Vocals, die an eine Kreuzung aus Prince, Peven Everett, den Sa-Ra Creative Partners und Masters at Work denken lassen. Vielleicht zu viel des Namedroppings und der Begeisterung, nichtdestotrotz ist Seven Davis Jr.’s "One" und die gleichnamige EP eine der interessantesten EPs der vergangenen Monate. Schnell vergriffen und nur für extraorbitante Discogs-Preise abrufbar, erblickt die zweite Auskopplung aus Jay Simon's kleinen Imprint bald auf limitierter weißer zweiter Auflage bald noch einmal das Licht der Welt. Also abwarten und in den nächsten Wochen auf der Hut sein. https://www.discogs.com/Seven-Davis-Jr-One-EP/release/5100407
Kleiner Lesehinweis auf die diese Woche erscheinende Ausgabe des De:Bug Magazins, das in der Ausgabe 179 mit wirklich interessanten Themen aufwarten kann. Neben der Titelgeschichte samt Exklusivinterview um/mit Actress, dessen neues Album "Ghettoville" diesen Monat erscheinen will und über alle Medien hinweg mit Vorschusslorbeeren gepriesen wird, ist sicherlich das Feature um everybody's Lieblingslabel L.I.E.S. und eines ihren besten Pferde im Stall, Florian Kupfer, lesenswert. Darüber hinaus rekapituliert DJ Koze das Jahr 2013 in einem Interview aus seiner eigenen Perspektive - wer die Interview mit Kosy Cos so kennt, der weiß: das kann nur amüsant werden. Also: Ab zum Kiosk! Alle Themen hier im Überblick.
Sieben Jahre sind eine lange Zeit. Eine bedeutende, eine lehrreiche, eine aufregende Zeit. Doch sieben Jahre gehen irgendwann auch mal zu Ende. Es wird dann Zeit für etwas Neues. Nach sieben Jahren digitaldisqo war es so weit. Es wurde Zeit für etwas Neues. Etwas neues, hoffentlich Bedeutendes (für mich allemal), etwas Lehrreiches, etwas Aufregendes. Es wurde Zeit für neue Begriffe, neue Farben und die alten Themen. Es bleibt Zeit für House Music. House Music mit persönlicher Note, mit Anekdote, ohne Hype und ohne Halbwertszeit. Den vorhandenen Lesern danke ich und hoffe, Sie/euch weiterhin hierfür begeistern zu können. Neue Leser heiße ich herzlich willkommen. Jetzt wird es Zeit für etwas Neues. Willkommen bei The Conservative!
In den nächsten Tagen dürfte zunächst über englische Händler sowie Hardwax eine neue EP des Detroiter Virtuoasen Theo Parrish veröffentlicht werden, der eine neue EP für das viel gelobte Londoner Label Trilogy Tapes zur Verfügung stellt. The 71st & Exchange Used To Be EP kommt momentan noch ohne Snippets aus, dafür aber mit einem 45-sekündigen Video, das einen typischen luftigen Theo-Groove in Aussicht stellt, angereichert mit vorsichtigen Rhodes, ehe Claps und HiHats den Track brachial in neue Sphären treiben. Da kommt was auf uns zu.
Es vergehen keine zwei Wochen mehr, da laden die Kölner Partyveranstalter von Pulstar zum fünften Geburtstag des Bestehens ihrer nach sich selbst benannten Partyreihe ins (Köln-)Ehrenfelder Heinz Gaul. Der Stichtag ist der 19.01.2014. Zu Gast ist niemand Geringeres als Omar-S. Sein letzter Besuch in Köln trieb ihn, trieb uns, trieb alle zu Höchstleistungen an in einer wahrlich magischen unvergesslichen Nacht. In zwei Wochen dürfte es nicht anders zugehen. Wer das verpasst, hat 2014 schon verloren.
Kein Mix hat mich in der letzten Zeit (eine lange Zeit) dermaßen begeistert wie dieser Mitschnitt aus dem legendären Hamburger Front Club, in dem Boris Dlugosch in den Jahren um die Neunzigerwende dort seine Residency hatte. Das Set beinhaltet damalige Produktionen von Masters at Work, Kerri Chandler, The Reese Project und Dutzenden anderen, schwebt zwischen New York, New Jersey und Europa und entfaltet eine wahnsinnige Energie. Das muss es gewesen sein damals im Front. Und wo sind heute all diese Vocals hin?
2013
51 BeiträgeJoscha Creutzfeldt besitzt ein riesiges Archiv. Ein Archiv von unveröffentlichten Beats. Kein Wunder, so veröffentlicht der Kölner ja schon unter seinem kleinen Label seit 2006 Platten und war der erste, den Künstlern wie Rustie, fLako, Hubert Daviz und Robot Koch ein Forum gab. Daneben zählen auch Produzenten wie TBRCK, moO, Crack Ignaz oder zuletzt auch Crack Ignaz zu seinem Portfolio. Eine illustre Runde also. Zum Jahresende hat Joscha Creutzfeldt jetzt einen Mix veröffentlicht, der ausschließlich unveröffentlichtes Material der vorgenannten Künstler sowie etlicher weiterer Virtuosen zum besten gibt. Beats mit manchmal klarer Reminiszenz an die Vergangenheit, vielmals aber klar ausgerichtet auf das hier und jetzt und das, was noch kommen möge. Großartig allemal und zudem zum !
Lange haben wir drauf gewartet, Mitte Oktober ist es so weit: Die hoch geschätzten Camp Inc., gerade mit ihrem eigenen Kassetttenlabel Camp Magnetics in aller Munde, veröffentlichen auf dem neuen Kölner Label Low Hanging Fruit ihre erste EP. Damit dürfte dieses wunderbare Stück Italo-Disco, auf das wir schon so lange warten, endlich auch Vinyl erhältlich sein. Deutschland hat dann endlich wieder Disco. Das muss natürlich gefeiert werden, das wird es auch: , ein anderes Bandprojekt, das zur Zeit ebenfalls in aller Munde ist, ist als Gast dabei: Acid Arab. Wir freuen uns drauf! https://campmagnetics.wordpress.com/
Ein Traum wird wahr. 24. August im Kölner Stecken auf der Maastrichter Straße 11 im Belgischen Viertel. Ari und Andrew aka Beautiful Swimmers sind in der Stadt. Dream come true. Aber das hatten wir ja schon. Alle kommen! Läppische drei Euro Eintritt. Es wird ein Fest. Psyched!!!
Mike und Aaron von Protect-U glänzen auf dem Münchener Public Posession-Label, das 2012 und 2013 für zwei meiner Lieblingsmaxis verantwortlich war, mit einem energetischen Remix für Bell Towers. Sehr verspielt, leicht zerhackt setzen sie hier (so zumindest in den zwei Minuten des Snippets) den Bass, die Synth und die Crash-Hat auf dem wuchtigen Drums ein und verabschieden sich für den Moment von ihrem doch manchmal sehr verproggten Sound. "Lighttrail" hingegen ist im besten Sinne 4 to the Floor und erinnert an aktuelle Produktionen von, ja, von Greg Beato.
Nach zwei fulminanten Maxis auf L.I.E.S. sollte Svengalisghost den meisten mittlerweile ein Begriff sein. Mit einem kompromisslosen Techno-Live-Set für den Little White Eardbuds-Podcast macht der Mann nun weiter Werbung in eigener Sache. Äußerst aufschlussreich hier auch das lesenswerte Interview, das Svengalisghost ausführlich vorstellt. Danke, Little White Earbuds! / Interview
Diese Jungspunde! Lassen sich vom Flyer zur eigenen, vorgezogenen Geburtstagparty (auf der Omar-S zu Besuch kommt zu einem Überraschungsständchen) zu einer Produktion hinreissen, die am Geburtstag selbst mit der Soundcloudgemeinde gefeiert wird. In diesem Sinne: Einen wunderschönen 22. Geburtstag lieber Kyle Hall! P.S. Dass zudem eine Erweiterung seines vor wenigen Wochen erschienenen Debütalbums "The Boat Party" geplant, hat der gute Kyle dann auch noch so nebenbei erwähnt: "WO-14k "The Boat Party Bonus"...coming in the near future".
Kaum ist seine erste, großartige Erstlings-EP auf Funkineven Apron-Label erschienen steht bereits der nicht minder galante Nachfolger auf Ron Morellis-L.I.E.S.-Imprint bevor. Kein schlechter Start für den 19jährigen Greg Beato, der Miami wieder auf der Techno/House-Landkarte verankern will. Was an seinen Produktionen gerade sofort begeistert, ist der Fokus auf die schlichte Funktionalität der Tracks, die in den Zwischentönen derweil nur so vor Maschinenfunk sprudeln.
Been a long time since we've heard anything out of Miami like this! Producer Greg Beato follows up his blazing ep for Funkineven's Apron Records with another killer three tracker....serious shit, 100% TIP! Beato somehow just knows how to get it right combining all the crucial electronic elements, creating three absolutely monsterous tracks that will crush the dancefloor. Sure it's been said before, but the music does the talking and this ep is a pure unharnessed example of such. Guaranteed to be in every djs bag this summer. Further proof it's game over for weak watered down dance music.Die L.I.E.S.-Katalognummer steht frisch bei Rush-Hour zur Preorder und dürfte dann gegen Mitte August wohlmöglich an die Plattenläden ausgeliefert werden. Greg Beato - PMA (Snippet): Greg Beato - Hawo (Snippet): Greg Beato - Gimme A Light (Snippet):
Seitdem ich die ersten TX Connect-Tracks gehört habe, war ich restlos angetan von der Kompromisslosigkeit der Tracks des jungen Mannes, deren Energielevel stets weit über das Limit schreiten. Dieser Pfad wird auch auf der neuen Split-EP (gemeinsam mit CT Trax) betstritten, die diesen Monat auf dem Label erschienen sind. "TX Acid" oder "Ghetto 972", da steckt der Teufel schon im Titel. Oder wie es die offizielle Beschreibung fordert:
IT'S TIME TO KICK OUT THE JAMS MOTHERFUCKAAAAZ!!!Coming soon!
Und noch eine weitere schöne Veröffentlichung direkt aus unserer heiß geliebten Domstadt: Mit "Der Super Markt Compilation Vol. 1" feiern die Veranstalterinnen des jährlich zur c/o-pop stattfindenden Super Markt ein gelungenes Labeldebüt, das die ganze Posse um Pascís, Coma, Vimes, Sunquest versammelt und zudem das bereits hier in vollem Umfang angepriesene Aurora von Urban Homes noch einmal auf Platte und bezauberndes Artwork presst. Limitiert auf 300 Veröffentlichungen, ein paar Exemplare könnten noch übrig sein, get it! https://soundcloud.com/der-super-markt https://www.dersupermarkt.net/
Für Freunde der fruchtigen Fleischerzeugnisse oder welche, die es noch werden wollen, sei die neue Veröffentlichung des Erdbeerschnitzels auf dem hier bereits angepriesenen Kassettenlabels Camp Magnetics hingewiesen. Wunderbare 46 Minuten Musik zwischen House, abseitiger Field-Recordings oder Post-Dubstep-Adaptionen. Apropos Fleischerzeugnisse: Bellende Hunde sind auch dabei. Snippets sind momentan leider nicht online, manchmal - um beim Thema zu bleiben - muss man eben auch mal die Katze im Sack kaufen. Cover kommt übrigens von Hermes Villena, bekannt für das Come Together Project. Höchst limitiert, also zugreifen. https://campmagnetics.wordpress.com/2013/06/11/erdbeerschnitzel-drive-by-smoothing/
Gemeinsam mit den hochgeschätzten Kollegen von Rhythm Is spiele ich nächsten Freitag, den 05.07.13 auf ihrer gleichnamigen Partyreihe im Kölner Gebäude 9. House & Disco all night, ich freue mich, das wird ein Fest und der Eintritt ist auch noch frei. Alle kommen! (Danke zudem auch an die StadtRevue für diesen bezaubernden Artikel, dem ihr weitere Informationen enthehmen könnt!)
Fünf neue Tracks von unserem Favoriten Funkineven, so eben bei Soundcloud hochgeladen und in einem Set enthalten, das die Ankündigung einer neuen EP namens "Species" ankündigt. Weder Label (Höchstwahrscheinlich Apron) noch Datum sind genannt, zumindest sei gesagt, dass "Species" eben jene "Exclusives" enthält, die in seinem Resident Advisor Podcast so herausstachen. We can't wait!
Ruf Dug aus Manchester, der in den letzten Monaten mit seiner Disco/Edit-Reihe "Ruf Kutz" vielerorts für Aufsehen gersorgt hat, zelebriert seinen 1000en-Soundcloud-Follower mit einem hochqualitativen Free-Wave-Download seines Edits "Sun after Rain", der sich damit rühmt, selbst von Moodymann gespielt zu werden. Das soll dann was heißen. Jetzt zugreifen, Freunde!
Passend zum heutigen Wetter, passend zum heutigen Anlass, eine kleine vergessene Neunzigerperle mit zugegeben geringer Halbwertszeit, aber begrüßenswertem Vibe. Guten Appetit! https://www.discogs.com/DJ-Linus-Bar-B-Q/release/53342
Ende August sollte es hoffentlich so weit sein: Die allseits geschätzten Beautiful Swimmers veröffentlichen keine Maxi, nein. Sie veröffentlichen ein ganzes Album! Das in ihrer herzlichen Eigenart auf "Son" getitelte Werk beinhaltet gut ein Dutzend neuer Tracks, darunter gar solche, die einer urdeutschen Limonadensorte names "Spezi" bierernst Tribut zollen. Man muss die Jungs einfach gerne haben. Der erste euphorische "Sneak Peek" für das Album ist gerade auf Youtube erschienen, mehr hier zu gleich nach dem Sprung. Der Rest dann hoffentlich bereits im August. Einer, der es bereits gehört hat, kündigt bereits Großes an. So äußerte sich der Berliner DJ Hunee ekstatisch auf Facebook: "Beautiful Swimmers debut LP is the BIZNIZ! The fun is back, the summer is back, let's go swimming!"
Auch wenn es langweilig wird. (Wird es das?) Auch wenn seine Sets häufig nach einem ähnlichen Muster ablaufen (Ruff, rugged & raw!). Es darf trotzdem darauf hingewiesen werden, dass der hochverehrte Funkineven die aktuelle Folge des Resident Advisor Podcasts bestreitet. Und zum einsgang erwähnten Muster sei noch ergänzungshalber erwähnt: Lots of Exclusives! Achja: Im September wird der gute Mann wieder in Köln zugegen sein. Vormerken! Tracklist nach dem Sprung, Interview und Download bei RA. Funkineven - Species Funkineven - The Joker Funkineven - Dracula Funkinevil - Igno Greg Beato - Respect The 78 KMFH - Spoof Funkineven - Aviator Delroy Edwards - The Fast Lane Seven Davis Jr - One Kyle Hall - The Architect Kyle Hall - H Bomb Funkineven - Ym2 Delroy Edwards - Drop Dead MGUN - Nun KMFH - Finnapop Funkineven - Mars Funkinevil - Outro
Gute vier Jahre ist das nun her, dass dieser nonchalante Edit/Remix, der sich gleichermaßen vor Chic, Moodymann und Reggae verneigt, bei Soundcloud hochgeladen wurde. Jetzt, gute 10.000 Plays und etliche Veröffentlichungsaufrufe später, veröffentlicht San Soda sein Werk unter seinem Alias Harri Baldi auf We Play House Recordings. Die Platte kann ab sofort bei Juno vorbestellt werden.
Das US-Musikmagazin XLR8R feiert seinen 20. Geburtstag und zelebriert mit einem Podcast von Omar-S. Ja, dieser Omar-S. Damit sollte alles gesagt sein. Tracklist nach dem Sprung. 01 Phyllis Nelson "I Like You" (Carrere) 02 Change "The End" (Warner Bros.) 03 Trey Lorenz "Photograph of Mary (Bass Hit Dub)" (Epic) 04 Grampa "She's Crazy (Cyanide Mix)" (Movin') 05 Proffessor Traxx "The Move Traxx" (Radikal Fear) 06 Housemaster Baldwin feat. Paris Grey "Don't Leave Me (Mike's Remix)" (Future Sound R&R) 07 Rickster "Night Moves (Radio Mix)" (Sound Pak) 08 The Reese Project "The Colour of Love" (Giant) 09 Candy J "Somethings They Never Change (Dub Train Mix)" (Hot Mix 5) 10 Alisha "All Night Passion" (Vanguard) 11 DJ Blend "DJ Blend Detroit" (FXHE) 12 Jamie Principle "Waiting on My Angel (Instrumental Dub-Mix)" (ZYX) 13 Yaz "Don't Go (Re-Re-Mix)" (Mute) 14 Daniel Wang "Echo by Midnight" (Basenotic) Download / XLR8R
Die Woche startet mit einer großartigen neuen Ausgabe des Resident Advisor Podcasts. Heute zu Gast: Kyle Hall aus Detroit, der an den klanglichen Verzerrungen der Musikkassette Gefallen gefunden und gleich eine solche als sein Podcast-Beitrag abgegeben hat. Hierauf zu finden: Ein paar Klassiker, aber vor allem etliche exklusive Stücke - sei es eigene, Kooperationen mit Funkineven oder "Exclusives" von dessen Imprint Apron Records. Mehr als teilenswert. / Tracklist. Übrigens: Kyle Hall ist in wenigen Tagen zu Gast in Köln. !
Mit Ansage: Das wird eine großartige Nacht! Gemeinsam mit TBRCK, Dip Some und einem Special Guest spiele ich am 26/04/2013 bei Very Good Plus #04 im Kölner Subway. Randdaten: Vinyl all night long long long. Es wird ein Fest. Wir freuen uns auf euch!
Eine dieser Lieblings Dance Mania-Maxis, die so typisch und irgendwie auch wieder nicht sind. Eben so untypisch, weil es damals nicht unbedingt Usus war (wie zu heutiger Zeit), Ghettotracks auf Basis von R&B-Samplematerial zu programmieren. Deeon scheints ohnehin egal zu sein, damals wie heute bleibt eine andere Maxime Usus, auf die "Real Pimpin" ebenfalls Bezug nimmt: "Keepin' it real". https://www.discogs.com/DJ-Deeon-Presents-DJ-Puff-Lime-Green/release/88536
Two years ago Tre Strickland was introduced at his father's (Big Strick) phenomenal Longplayer Detroit Heat. One year later he developed his style, delivering four brilliant tracks for the Resivior Dogs Compilation. His new, outstanding self-titled EP "Generation Next" has just been released. We got a chance to catch up with the promising Detroit based producer. digitaldisqo: Don't really want to ask about your age, but it's so obvious, I guess we have to do that: According to little internet information floating around you're 16; probably coming out of high school, but your music already seems very complex. When did you start producing? Yeah, I was 16 when my first track (Bloodline) came out, but I just turned 18 in march and graduating high school this year. I started producing/ making my own tracks around 14, so around the 8/9th grade. I did a mix of Childs Play on the Detroit Heat CD around that time. On the Cd I was Lil Strick. Starting at young age - you probably were sneaking into your fathers studio while he was at work? No doubt, getting any chance in the studio could get. My dad also invited us in to come and get familiar with the equipment. Of course my first tracks were garbage but when you put in the time you get great results. It's kind of surprising, but your music is strictly analogue, isn't it? Of course, it’s a challenge that I like to take. I feel like it's my duty to continue using analogue because my father and cousin, Omar S, use analogue as well. What's your favorite gear? I like to use the older machines, such as the Roland Tr-909. They are easier to use, for me. Let's talk about your name. Kyle Hall might be the most popular person from a new generation of Detroit based artists. You're coming next. Is there something like a network of young aspiring producers? Any promising names we're going to hear about in the future? Kyle Hall is definitely doing his thing. But no there aren't a network of aspiring artists that I know of. You guys are going to hear from Tony Coates (Maybe One Day), OB Ignitt, and Omar S. Music evidently always was around your house. Tell us more about your influences. What are you listening to right now? Any record that is kind of inspiring to you? Influenced a lot by Omar S, Big Strick, and Don Q. My dad, Big Strick, is my influence because he brought me into the industry and introduced me to house music. Omar S is my influence because everything he comes with is dope. Don Q always drops knowledge. But right now I’m listening to that Omar S' CD, Thank You for Letting Me Be Myself, and that New Big Strick EP 'Groove', which is soon to drop. Electric feel by MGMT is what is inspiring me. Although they know about the city's decline, Europeans always seem to glorify the spirit of Detroit. Coming from a new generation which hasn't seen the prosperous days of the D, what was it like to grow up in Motor City? I grew up in Windsor, Ontario (inspiration for the song Windsor Nights) and Detroit so I didn’t really just grow up in Detroit. I spent many of nights in the basement making tracks trying to stay out of trouble and keep my mind on the future. Your EP is out right now. First reviews have been very promising. What's up next? Only time will tell. More dope tracks for sure. Last question: What are your favorite House/Techno records of all time? - My Mine – Hypnotic Tango - Omar S - High School Graffiti THANK YOU GENERATION NEXT! Generation Next - 110 (Snippet) / Generation Next - Generation Next EP @ HHV.de
Das war mal wieder fällig. Das wird gut. Alle kommen!
Hui. Da veröffentlichten die guten Leute von Altin Village & Mine Records noch vor wenigen Tagen die großartige Debüt-LP von Urban Homes, da haben sie bereits eine weitere erkundenswerte Platte in der Pipeline. So erscheint am 12. April 2013 das neue Album "Body Pressure" der Band Pttrns, zu der wiederum ein Mitglied von Urban Homes gehört. So schließt sich der Kreis. Die Vorabsingle "Strong Talk" überzeugt mit wuchtigen Drums (Vergleiche zu LCD Soundsystem kommen auf!), koketten Synths (Vergleiche zu Hot Chip kommen auf!) und halluzinierenden Gitarren (Vergleiche zu !!! kommen auf!). Großartig in vielerlei Hinsicht, wird die Single von einem imposanten, persönlichen Video abgerundet, das Einblicke in den Mikrokosmos eines Berliner Trödelhändlers gewährt. https://altinvillage.de/shop/
Sein Album "House Of Woo" ist gerade erschienen, sein (Debüt-)Album im Verband der "Beautiful Swimmers" erscheint noch in diesem Jahr. Kürzlich noch bei Boiler Room, kürzlich noch bei Tim Sweeney und Beats in Space, jetzt im Fact Mix und ab April auf Europatournee. Ladies & Gentlement: Watch out for Maxmillion Dunbar! FACT / / Tracklist nach dem Sprung. Tracklist: Holly Herndon – Breathe Gemini – Freefall Paris Underground Tracks – NYC Underground Dolo Percussion – Dolo III (unreleased) Bookworms & Steve Summers – Untitled (unreleased) Wamdue Kids – Whirlwind Huerco S. – Welfare Dolo Percussion – Dolo I (unreleased) Samo DJ – Leggo (unreleased) Bookworms, Steve Summers & CB Radio – Untitled (unreleased) DJ Sotofett – Pulehouse (Reggi Mix) Beautiful Swimmers – Spezi (unreleased) Maxmillion Dunbar – Coins For The Canopy (unreleased) ??? – ??? Marcellus Pittman – A Mix Maxmillion Dunbar – Calvin & Hobbes (unreleased)
Kurzentschlossenen, feierwütigen Kölnern sei die heutige Party und gleichzeitig Album-Release-Party im Gebäude 9 ans Herz gelegt. Die geschätzten Jungs von RHYTHM IS laden ein, legen auf und präsentieren im Bandverbund von Urban Homes noch gleich ihr erstes Album "Centres".
L.I.E.S.-BLK-Label veröffentlicht werden soll. Während "House Of Confusion" bereits gen Wahnsinn schreitet, setzt der eben ebenfalls auf Soundcloud veröffentlichte Track "Eternal Acid" noch einen drauf und versetzt einen an Mr. Fingers-orientierten Groove mitten in die infernale Hölle.
Eine großartige Nacht, diese eine Sause mit der versammelten Eglo-Mannschaft vergangene Woche im Stadtgarten und Studio 672 vergangene Woche. Eindeutiges Highlight, in das ich ohnehin riesige Erwartungen gesetzt habe: Das DJ Set von Funkineven. Einige Schnappschüsse dieses besonderen Abends habe ich versucht auf Video festzuhalten. Unklare Bilder, ordentlicher Sound, unglaublicher DJ!
Es sind zwar nur 58 Sekunden Einblick, die Kyle Hall mit einem Snippet zu seiner Erstlings-LP "The Boat-Party" gewährt, aber die haben es in sich. 58 Sekunden gecuttete Disco, ekstatischer Boogie, Peaktime-House. Ab sofort darf Kyle Hall auf seinem Album alles falsch machen, Measure2Measure entschädigt für alles.
Wild Oats is proud to present the KMFH debut album The Boat Party. After a year of collaborative releases, Kyle Hall, under the alias KMFH, has produced a debut album; a fusion of original work, sample tracks, and raw edits. The Boat Party album artwork pokes fun at European summer boat parties and juxtaposes the destitute state of Detroit and its recent proneness to discarded luxury in financial crises. Mainly, the inability to leave and the sometimes pleasant isolation of a boat party is what the album exudes. The listener has a certain commitment to the material which definitely has its place on the dance floor. You can find tracks that have soulful, funky, and organic feels, while others have a more abstract, mechanical, and robotic sentiments. The Boat Party was carefully constructed which makes the album a cohesive mix of soulful etherealness and roughly raw sounds; KMFH's cueing into the true aspects of Detroit.Coming soon!!!
Auch wenn Danny Wolfers, der Mann hinter Legowelt, aktuell gefühlte 14 Releases im Köcher hat, kommt er nicht umher, die besten darunter einfach mal so bei Soundcloud hochzuladen. So heute geschehen mit "In the Sanctuary", das einen gesampleten Eso-Groove Marke Ofra Haza, auf ein dunkles 808-Gestell setzt und mit zehrenden Acid-Basslines untermalt. Danny Wolfers nennt das ganze einfach Trap Music, wie sollte es anders sein. Mann muss ihn einfach gern haben. P.S. Den MP3-Download gibt es auf der . https://www.legowelt.com/
Kurz vor dem kommenden freitäglichen Wahnsinn, der in wenigen Tagen die Domstadt aufsuchen wird, darf darauf hingewiesen werden, dass einer der Hauptprotagonisten der Veranstaltung, gerade eine neue EP auf seinem eigenen Label Apron im Köcher hat und die mal wieder alles zu bieten hat, für das der Mann so steht in den vergangenen Monaten. Rotzigen Acid, hinreißenden Boogie und kantigen Cut-Up-Theme-House. Wer am Freitag nicht kommt, ist selbst Schuld. Funkineven @ digitaldisqo
"Can't stop to smile!" - Passender kann man das schwelgereische Set des Berliners Hunee, das er vergangene Woche beim Boiler-Room-Halt in Berlin von sich geschüttelt hat, eigentlich gar nicht mehr beschreiben. Eine Stunde euphorische House und Disco-Music, aufgenommen irgendwo zwischen den Polen und Jahren in Chicago, Paris, New Jersey, Detroit oder Philadelphia. Unbedingt empfehlenswert! Video nach dem Sprung...
Die hier allseits geschätzten Funkineven und GB (Gifted & Blessed) genmeinsam zu Gast beim Londoner Independent-Radiosender NTS - das bedeutet quasi qua Definition eine Stunde analoger Funk und ein Haufen "Excluuusives", die hoffentlich bald über Labels wie Apron, Eglo, Valentine Connexion oder Wild Oats das Licht der Welt erblicken. Gerade noch frisch auf Sendung, jetzt hier zum Download. / NTS Radio.
Das Lineup liest sich wie geleckt. Ist es auch. Viele freuen sich auf die Köln-Premiere der Eglo-Protagonisten Fatima, Alexander Nut und Floating Points. Ich auch. Aber zugegeben: So richtig will ich da nur wegen Funkineven hin. Dass er uns bei der Eglo-Labelnight am 1. März im Stadtgarten und Studio 672 mit seinen gefeit vorgetragenen DJ-Sets ein weiteres Mal zu begeistern weiß. Fazit: VORMERKEN!
Eine dieser Platten aus dem furchtbaren Strictly-Rhythm-Spätwerk (vor der Neuaufstellung), um die man nicht umherkommt. Das deutlich von French House inspirierte "Be Free" von Live Element beeindruckt durch ein nonkonform ausgewähltes Sample und eine mächtige Bassline, auf die auch Alan Braxe auch stolz sein könnte. Passend zum Wochenende: Live your live and be free. https://www.discogs.com/Live-Element-Be-Free/release/67336
Schöne Veröffentlichung aus dem Hause "Frank Music", die sich alleine dadurch beliebt macht, dass sie das Mitte der Neunziger entsprungene österreichische Label "Grow" (2001) wieder an die Oberfläche spült. Was waren das noch Zeiten mit den "Last Disco Superstars".
Tracks: A1: Jeremiah "They wanna do track"* A2: Sam Irl "Chickz" A3: Sam Irl "Little" B1: Ferris Mood "Doldi Business" B2: Dynamodyse pres. SRF Inc "True to this" (* originally released in 1995 by grow!)Neben dem bereits 1995 eben auf Grow erschienenen "They Wanna do track" von Jeremiah, weiß vor allem "True to this" zu überzeugen, das zwar nicht gerade sparsam mit der heute so gängigen "Bringing-That-1995-True-Deep-House-Underground-Vibe"-Schablone umgeht, dennoch schön und im behutsamen Tempo nach vorne tweakt und mich irgendwie an den frühen DJ Linus erinnert. Dynamodyse pres. SRF Inc - True to this (Snippet):
Ohne Worte.
The January 26 edition of Billboard features a cover-story interview with Prince, but that world exclusive is accompanied by something else: A whole new magazine. This week, Billboard relaunches, and from the new logo on the front cover to the information packed graphic on the back page, the magazine is dedicated to the delivery of business journalism that leads and informs the essential conversations around the music and businesses it covers.Billboard Magazine - Prince: The (New) Billboard Cover Story
Nick Holder. Dieser Mann lieferte sich 1995/1996 mit DJ Sneak einen Schlagabtausch um die gerade heißesten Disco-House-Tracks. Etwas filiganer als Sneak, dafür nicht minder kokett, wenn es um die Auswahl seiner Samples ging. Am besten aber war er, wenn er beim Quellmaterial etwas tiefer grub und unbekannte Disco-Perlen auseinander nahm und wieder neu editierte. Um welchen Track es sich beim zuckersüßen "A Place Not 2 Far", das mit seinem bedacht aufbauendem Groove, den zurückhaltenden Flöten und euphorischen Strings so begeistert, dabei handelte, das habe ich bis heute nicht herausgefunden. https://www.discogs.com/Track-Addicts-Track-Addicts-Vol-2/release/223696
Großartige, unbekannte Platte des in Chicago beheimateten Harrison Crump, der hier anno 1996 eine Platte auf Felix da Housecat's Radikal-Fear-Label veröffentlichte, die so gar nicht passen wollte in das übliche Labelkonzept. Fand man dort meistens eher eine eigene, härtere Interpretation des klassischen Wild-Pitch-Sounds wieder, wählte Crump auf seiner EP "So Many Tongues" den umgekehrten Weg und stach mit einem lupenreinen Garage-Sound hervor. "Love & Sin" ist klassischer Vocal-House mit einem Einschlag Chicago-Relief-Schule, auf der die galant arrangierte Stimme Crumps (man wundert sich, dass er nicht häufiger davon Gebrauch machte) Platz findet. Hidden treasure! https://www.discogs.com/Harrison-Crump-So-Many-Tongues-EP/release/18281
Mehrere Jahre im Blog und ich bin darüber erstaunt, dass hier noch nichts von den Brothers Of Peace oder kurzum einfach B.O.P. erwähnt wurde. Verantwortlich für etliche wunderbare Platten auf Strictly Rhythm, Moon Roof, Rufftrack oder Freetown Inc., haben es mir die beiden Produzenten aus New Jersey vor allem mit dem Track "Mighty Love" angetan, der im Schatten der 1995 erschienen Maxi "We can Make it" stand. "Mighty Love" greift auch auf Vocal-Schnipsel von "We can Make it" zurück, bedient sich aber sonst keiner weiteren Elemente, sondern stellt einen simplen, aber überaus mächtigen Klavier-Akkord in den Vordergrund, der von dem zischenden Drumkorsett gen Klimax vorangetrieben wird. Wie sagt man heute so schön: They don't make these anymore. https://www.discogs.com/BOP-We-Can-Make-It/master/153624
Wilde Claps, die nicht sitzen wollen auf 2 und 4. Dazu weitere, wild umher hüpfende Klänge aus dem Roland'schen Maschinenpark. Acid, dass kein Auge trocken bleibt. Wovon die Rede ist? Der Kölner Andy Vaz steuert die Katalognummer 006 für das geschätzte Chiwax-Label und landet mit "He used to be an Asian" einen der Hits des Monats. Highly recommended! https://www.discogs.com/Andy-Vaz-Imaginary-Beings/release/4063061
Kaum hatte ich "Tonight" von Hanson & Davis geposted, wurde ich darauf hingewiesen, dass das Vocal des Tracks schon mal einer Houseproduktion auf Stickman Records zugrunde lag. Die Rede ist von Paul Jacobs Produktion aus dem Jahre 1993 und dem Titel "Luv Will Make Tt Right", das auf der EP "All Over Jazz" enthalten ist. Eine kurze Discogs-Recherche später fiel mir gar auf, das die Platte in meinem Besitz war. Anyway. "Luv Will Make It Right" ist ein schmuckes House-Stück mit einer feingliedrigen Bassline, euphorisch-lauten Hi-Hats und einer galanten Piano-Bridge, die sich dennoch vom Aufschrei des Vocal-Samples die Show stehlen lassen. Kein Wunder - bei dem Original. https://www.discogs.com/PJ-EP/release/10759
Urban Homes sind ein (relativ) neues Bandprojekt aus Köln und Umgebung, das sich aus ehemaligen musikalischen Projekten wie Yage, PTTRNS und Airpeople formiert und ursprünglich eher dem Punk, Noise oder Hardcore-Umfeld zuzuordnen war. Mit dem neuen Projekt, kam auch die neue Idee, eine Roland 707 als Taktgeber zu verwenden und dem Projekt eine neue musikalische Richtung vorzugeben. Hier spielen Einflüsse aus House, Dub, Balearic und Kraut eine Rolle - dementsprechend großartig klingt die Single "Aurora", die jetzt auf Soundcloud zu hören ist und ebenfalls auf dem am 15. März 2013 erscheinenden Album "Centres" vertreten sein wird. Kurzentschlossene können die Band bereits am Freitag, den 18. Januar 2013, innerhalb der . https://soundcloud.com/urbanhomes
Paul Johnson's insgesamt dritte LP "Second Coming" kann sich sicherlich nicht mit den als Klassikern angesehenen Vorgängern messen (aber auch nicht mit der nachkommenden LP "Feel The Music"), enthält aber dennoch eine Reihe großartiger Produktionen und kann mit Recht und Nachdruck als "deutlich unterbewertet" bezeichnet werden. Das gilt natürlich nicht für das Cover. "Dream Of You" zum Beispiel, schwebt über einem typischen Chicago-Groove, der sich immer weiter in diverse zurückgenommene Piano- und Klavierakkorde schlängelt. Ebenfalls zu empfehlen: ... And Rewind! https://www.discogs.com/Paul-Johnson-Second-Coming/master/55552
Was wäre ich am 23.12. doch gerne dabei gewesen, als die Jungs um das verehrte Future Times Label zur Weihnachtsparty baten. Washington D.C. ist dann aber doch ein wenig weit weg. Gut drei Wochen später gibts das Stelldichein von Labelchef Mike Petillo (Protect-U), dem anderen Labelchef Andrew (Maxmillion Dunbar), seinem Partner bei den Beautiful Swimmers, Ari-G, sowie Jason Letkiewicz (Steve Summers) zum Nachhören bei Soundcloud. Ganze 4,5 Stunden lang. Enjoy!
Vor einem Jahr zufällig in einem Plattenladen in London entdeckt, findet diese Platte seitdem stets wieder ihren Weg in die Plattentasche. So adrett wie hier mit der Bassline aus Michael Jackson's "Bad" kokettiert wird, wo wenden sich in der Mitte die Vorzeichen und der "Serious Groove" mutiert zum "Electro Groove". Really bad! https://www.discogs.com/On-The-One-Whos-Really-Bad/release/37929
Großartiger Track aus der Feder Timmy Regisfords, der hier mit seinem Dub aus dem Jahre 1985 die Debütsingle von Hanson & Davis verdelt. Die in der Tonhöhe veränderten Samples mögen nicht jedermanns Sache sein - vor der mächtigen Bassline wird dann aber auch der allerletzte Zweifler nicht entkommen können. https://www.discogs.com/Hanson-Davis-Tonight-Love-Will-Make-It-Right/master/132541
Angelehnt an den vorherigen Beitrag möchte ich im Falle von DJ Pierre's Remix für Urban Soul's "Sex On My Mind" weniger von Plagiat als von einer Hommage an Ron Trent's "Altered States" sprechen. Das lässt allein der Remix-Titel erkennen. Unterlegt von einem schwebenden 303-Groove seziert Pierre in seiner unverkennbaren Art die einzelnen Elemente des Trents-Klassiker und lässt sie innerhalb eines nahezu 12-minütigen sexuellen Trancezustands nonchalant ein- und wieder ausblenden. Die gute alte Wild-Pitch-Schule. https://www.discogs.com/Urban-Soul-Sex-On-My-Mind/master/417076
Mag es sich bei diesem Track doch wirklich um ein dreistes Plagiat des sagenumwobenen Lil' Louis-Klassikers handeln - der Track bleibt dennoch hundsfunky. Und erschwinglich zugleich.
Mag es sich bei diesem Track doch wirklich um ein dreistes Plagiat des sagenumwobenen Lil' Louis-Klassikers handeln - der Track bleibt dennoch hundsfunky. Und erschwinglich zugleich.
Es mag bessere House-Tracks geben, die Chic's "I want your love" samplen oder neu editieren - keine Frage. Mit seinen fordernden Drumrolls, treibenden Hi-Hats, dem wuchtigen Bass und dem nonchalanten Einbau einer längeren Szene aus "Saturday Night Fever" hat BCCrew's Version aus dem Jahre 1998 dennoch mehr als eine Berechtigung. (Geschweige denn, dass sich mit "Straight A Head" ein weiterer grandioser Titel auf der EP befindet, den Soundstream nicht besser programmieren könnte). Mehr nach dem Sprung. https://www.discogs.com/BCCrew-Rock-Da-House/release/105912
2012
55 BeiträgeKurz und bündig: wer am heutigen Abend, den 22. Dezember, abends noch nichts vor hat, der sei herzlich willkommen im Kölner Em Schnörres. House Music all night long w/ digitaldisqo. Los gehts ab 22.30 Uhr. Come by, say Hi and grab a drink!
Hatte ich vergangenes Jahr (allerspätestens!) mit den Weihnachtsedits abgeschlossen, überrascht (und überragt!) dieses Jahr Funkineven (wer sonst!?) mit einem säuerlichen, weihnachtlichen Stimmungsboogie, den er nach eigener Angabe beim Besuch seiner Mutter fertiggestellt hat. From Mom with love - !
Kurz vor dieser schlimmen Geschichte in Paris, bei der ihnen sämtliches Equipment gestohlen wurde (und auf die sie zwei Tage später in Köln mit einem improvisierten Set fulminant antworteten, siehe Foto) spielten Aaron und Mike von Protect-U bei Relaxed Clubbing in Konstanz. Was zu erwarten ist? 50 Minuten roher, analoger House, gewohnt proggig, aber mit einem Fuß auf der Erde und beiden Händen zum Himmel. Man muss sie einfach gerne haben. https://futuretimes.org/
In Köln schafft man Synergien. So verwundert es kaum, dass in unserer kleinen, beschaulichen kölschen Szene zwei Produzenten für ein gemeinsames Album zusammenkommen, die man auf den ersten Blick nicht miteinander verbinden würde. Der eine - Damiano von Erckert - hat 2011 das kleine liebevolle, scheuklappenfreie Houselabel "ava." aus dem Kölner Boden gestampft und zuletzt einen vielbeachteten Klüngel-Sampler Köln I/II hervorgebracht. Der andere - hier im Blog gutbekannt - weilt umtriebig bestens vernetzt mal als Solokünstler, viel häufiger noch mit Partnerproduzenten und als Radiohost, am Grenzgebiet der Soundcollagen zwischen Hip-Hop und Soul. Soul bleibt auch der gemeinsame Nenner der beiden, die hier unabhängig voneinander ihre Visionen der sampleggetriebenen, genreübergreifenden Soulversatzstücke verwirklichen. Mal als treibender, tatsächlich Karen Young-samplender lupenreiner Disco-House, grandioser Edit oder schwunghafter Brasil-Tribal. Wie sagt man so anno 2012 - we like! "Mr. Pink, what have You been smokin'?" am 15. Januar 2013 auf ava. https://www.discogs.com/label/ava. https://www.avarecords.de/ Mini-LP-Trailer. (Video) Tracklist nach dem Sprung... 01. Damiano von Erckert - Leave uuu 02. Damiano von Erckert - The dude loop 03. Tito Wun - Apesier (Interlude) 04. Tito Wun - The way u do it 05. Tito Wun - Stapelskit 06. Damiano von Erckert - Hercules in NYC 07. Tito Wun - Reel ting 08. Tito Wun - Cruzkit (Interlude) 09. Damiano von Erckert - Crackle shinin' 10. Damiano von Erckert - Good love for YOU von Erckert - Crackle shinin' von Erckert - Good love for YOU
Es mag zwar noch ein wenig hin sein, nichtsdestotrotz sei frühzeitig darauf hingewiesen, dass es den geschätzten Kölnern Veranstaltern von gelungen ist, niemand geringeren als die französische House-Bastion Pépé Bradock für den 28.12.2012 nach Köln zu holen. Wenn es mich nicht irrt, dürfte es sich um die Köln-Premiere des Mannes sein, dessen ideosynkratischer Houseentwurf seit Mitte der Neunziger die Massen begeistert. Also: SAVE THE DATE!
Ein bisschen vernachlässigt habe ich den guten John Talabot, auch wenn dessen Medienpräsenz nach dem sensationellen Erfolg seines Albums "ƒin" so gut wie kein Entkommen kannte. Das neue "Zanzibar (80's Tape mix)" lässt mich wieder aufhorchen. Herrlich verspulter, tropischer, im unteren BPM angesiedelter House, oder nennen wir es Cosmic, der den guten alten Zeiten des New Yorker Zanzibars nachtrauert. Talabot wird nie dagewesen sein - macht aber nichts, denn der Track ist trotzdem super.
Der Schwede Magnus Östergren, der unter seinem Synonym Mau für die mitunter besten Edits der ganzen Bewegung verantwortlich war, veröffentlicht auf dem schwedischen Label ROMB Records eine neue Platte mit dem fulminanten Titel "OctaCock". Mit Edits hat das Ganze dann nichts mehr zu tun, sondern setzt komplett auf die gute alte TB-303, die den ganzen Track über auf dem gelungenen Arrangement aus zugespitzer Kicks, dezenter Rimshots und opulenter Flächen schwelt. We like! https://soundcloud.com/mau
Jason Letkiewicz, ein Mann der sich unter so illustren Synonymen wie Steve Summers, Alan Hurst, Rhythm Based Lovers, Malvoeaux, Sensual Beings verbirgt, und bereits auf Labels wie 100% Silk, Future Times, Clone oder L.I.E.S. veröffentlicht hat, zeigt sich für den neuesten Podcast der geschätzten Roof.FM-Serie verantwortlich. Eine Stunde analog produzierter House, düster, introvertiert, bisweilen esoterisch und stets auf den Punkt. Interview /
Gerade noch ihre Musikkassette angepriesen, kommen die Jungs von Camp Inc. mit einem neuen grandiosen Track daher. "Casanova's Castration (in The Castro)" pendelt zwischen hedonistiscer Disco und düsterem Acid-Tempel. Das ist genau unser Ding. Presst das Ding geimeinsam mit "Deutschland Has Gotta Disco" auf 12inch, Jungs! https://soundcloud.com/camp-inc https://campmagnetics.wordpress.com/
Die neue Ausgabe des Little White Earbuds Podcast glänzt mit einem alten Bekannten dieses Blogs: Big Strick! Der sympathische Omar-S, der diesen Beisatz doch eigentlich gar nicht braucht, demonstriert in eindrucksvoller Weisen einen "a burning hot mix of house and techno with a heavy nod to the D and his own personal late night style." Keine Widerrede! Little White Earbuds + Tracklist /
Dieses Mixtape, das der in Los Angeles ansässige DJ GODOLLARS und Mitbegründer des dort ebenfalls beheimateten "A Club Called Rhonda" für die New-Yorker-Modeinstanz Opening Ceremony aufgenommen hat, strotzt vor Sonne, Schweiss, Sex und Hedonismus. "Sultry diva vocals, four-to-the-floor thrust, ocean-deep vibes, New Order…" als Housemittel gegen triste Herbsttage - was kann es Schöneres geben? Interview + Mix. / .
"46 Minutes of Acid House Madness" verspricht die Musikkassette von Roland Kaiser Wilhelm & Sebastian Ingenhoff, die gemeinsam als Camp Inc. musizieren und vor allem im Kölner Raum für ekstatische Auftritte mit analogen Klangerzeugern aller Art berüchtigt sind. Die auf 50 Exemplare limitierte MC lässt sich über ihren Blog zum Preis von 6 Euro inklusive Versand käuflich erwerben. Schnell zugreifen - mit Ansage! https://campmagnetics.wordpress.com/ https://soundcloud.com/roland-kaiser-wilhelm
Kleines Netzfundstück: 'Little' Louie Vega, seines Zeichens kongeniales Mitglied der Masters At Work (aka. Kenlou), und sein gemeinsamer Auftritt/DJ Set mit der Sängerin India im Rahmen einer Klubnacht anno 1994 im Kinki Club, Bologna in Italien. Höchste Unterhaltung!
Die Crew rund um den Berliner "Farb Fernseher"-Club erwischte am Rande des Dimensions Festivals den digitaldisqo-Favoriten FunkinEven für ein kurzes Gespräch und bekam zudem die Erlaubnis, sein zweistündiges Set im Rahmen ihres "Welcome To The Room"-Podcasts zum Download zur Verfügung zu stellen. Kann bitte jemand diesen Mann für Köln buchen? Stream/
A tune about how problems get passed from generation to generation, the band called upon a legend from an earlier generation to provide a remix. The one and only Theo Parrish jumped at the chance and turned in a fifteen minute epic which builds in intensity and complexity as it develops.https://soundcloud.com/ninja-tune/the-invisible-generational/s-2AutK (No stream available yet) Genug gesagt, denn ich habe die Worte nicht. Komplexität, deine Definition, hier ist sie. "Generational" erscheint am 15. Oktober auf Ninja Tune.
Nach dem famosen Roland-Orgie "On U" widmet sich PhOtOmachine den etwas ruhigeren Tönen und verpasst der R&B-Schmonzette H.E.R. von Musiq Soulchild einen 'dubbig' schillernden Edit. Markiert mit "STRAIGHT UP BOOTLEG" machen wir uns vorerst keine Hoffnungen auf eine Vinylveröffentlichung, geben diese Hoffnung aber auch nicht auf. Zu wünschen wäre es!
Bereits ein paar Tage alt - ich darf dennoch auf das wunderbare "thewayudoit" des guten Twit One hinweisen, der damit ganz nebenbei zu erkennen gibt, dass er gar die wunderbare Kunst des Disco-Edits zu beherrschen instande ist. So weit ich weiss, erscheint der Track in den nächsten Wochen auf einer Split-7" auf Melting Pot Music - also haltet Ausschau!
we did a 10 minute documentary interviewing some interesting activists in Amsterdam's dance music scene. Some of the people that make this town tick. We've spoke to Antal and Marco from Rush Hour, Olaf from Trouw, Orpheu from Red light Radio, Phil & Daan from Wicked Jazz Sounds and had the pleasure of stealing some thoughts from the Mighty San Proper.
Kurzfristiger Hinweis für feierlaunige an diesem Wochenende in Köln: Bei "Very Good Plus" stehen gleich so ziemlich sämtliche Protagonisten hinter den Plattenspielern, die auch für die geschätzte Sendung Radio Love Love verantwortlich sind. Und Melting Pot Music. Und Huss&Hodn. Und Upmyalley. Und vieles vieles mehr. Also hingehen und freuen auf "Vinyl all night long long long". Very Good Plus | Freitag 20.07| Club Subway Hulk Hodn / TBRCK / Twit One / Dip Some / Memyselfandi
Auf Morgan Geist und sein Storm-Queen-Projekt bleibt Verlass. "Let's Make Mistakes" überzeugt durch den minimalistisch geprägten Vibe und die rollenden italo-inspirierten Basslines. Dritte Veröffentlichung, dritter Hit, so darf es getrost weitergehen. Out now! Storm Queen - Let's Make Mistakes (Club, Snippet): Storm Queen - Let's Make Mistakes (Dub, Snippet):
Diesen Mann muss man eigentlich gar nicht mehr vorstellen. Terrence Parker ist nichts weiter als ...
Once again Seven Grand sound productions is bringing you Detroit's hottest and most provocative progressive dance music mixer: DJ 'extraordanaire' Mister Terrence Parker.Zu viel der Worte? Ich glaube nicht, denn schon seit eh und je weiß der Mann mit dem Telefonhörer die Leute für sich zu begeistern. Der gerade über Soundcloud zum Download angebotene Promo-Mix aus dem Bestand seiner Bookingagentur Vibes & Pepper (der bereits aus dem Jahre 1996 datiert und hundsfunky ist) macht da keine Ausnahme. .
Was soll man sagen? Die hohen Erwartungen zu der zuvor angepriesenen Veranstaltung wurden nicht nur erfüllt, sie wurden um ein Vielfaches übertroffen. Bei fantastischem Wetter präsentierte sich ein mit gut gelaunter Omar-S in Hochform und gab ein dreistündiges, frenetisch gefeiertes Set zum Besten. Für all diejenigen, die es verpasst haben und sich jetzt schwarzärgern, denen sei auf das (gleich folgende) Video verwiesen, das 38 Minuten lang erlesene Eindrücke der Veranstaltung offeriert. Vielen Dank an Polar & Pulstar für dieses nicht alltägliche Booking!
Ich lehne mich gar nicht weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass Alex Omar Smith aus Detroit für mich der Allergrößte ist. Von daher bedarf es eigentlich gar keiner weiteren Worte mehr, um auf das faszinierende Event hinzuweisen, dass die Mädels und Jungs von und gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Omar-S kommt nach Köln. Be there.
PULSTAR & POLAR pres. OMAR S (FXHE RECORDS / DETROIT) / Fr, 29.06.2012 / 23:59 Uhr / Ort: Schrebergarten, Hornstraße 83, 50825 Köln / (überdacht & wetterfest) / VVK EUR 10,- (Groove Attack, Maastrichter Str. 49, 50672 Köln) / AK EUR 12,-
Ich gebe zu: Ich bin ein FunkinEven-Fanboy. Aber diese wirren Drumpatterns und rotzigen Acid-Synths sind dermaßen hinreißend, dass man sich ihrer wuchtiger Anziehungskraft gar nicht entziehen kann. Auch 'Dracula', ein neuer Track auf der kommenden Apron-Katalognummer #003 strotz vor diesen Attributen. Zum Releasetermin gibt es leider noch keine Angaben, vermutlich wird eine weitere Funkineven-EP, die er gemeinsam mit Kyle Hall bestreitet, noch dazwischengeschoben. (Exclusives und erste Snippets hier). FunkinEven - 'Dracula' (NTS LIve Rip):
Großartiges Live-Set des vielleicht hübschesten und mitunter auch kreativsten Päarchens der Dance Music weltweit. Die Rede ist von Jason Letkiewicz und Aurora Halal, die gemeinsam als Innergaze gerade ein wundervolles Album aufgenommen haben und aktuell für die britische Szenebibel Dazed & Confused ein exklusives Liveset präsentieren, das sie so oder so ähnlich justement auf ihrer gerade beginnenden Europatour präsentieren. Do not miss! https://www.dazeddigital.com/music/article/13626/1/exclusive-innergaze-mix
Danny Wolvers aka Legowelt ist nicht nur einer der sympathischsten Analogfetischisten der gesamten House-/Techno-Welt, verfügt über das wohl adretteste Homestudio des Planeten, nein, er ist kennt sich auch noch aus in der Welt des Memphis Rap und hat auf Anfrage des Dummy Mags auch noch einen exklusiven Mix gezaubert, in dem er sich hemmunglos an dieser bislang verborgen gebliebener Liebe auslassen darf. Man muss ihn einfach gern haben. Legowelt (Official Website) / .
Mit "Raw II" präsentiert der Brite Chicago Damn ein wunderbares neues Stück. Ominöses Rock-Sample, aufgedrehte Höhen und die gebrochenen Drums straigt out the MPC machen werden dem rohen Namen vollkommen gerecht.
Kurz und bündig: Cole Baby ist ein junger Popkünstler (pretty avantgarde) aus Portland, den ich vor wenigen Wochen im Rahmen eines Galerienabends in der Kölner Boutique am Ebertplatz live erleben konnte. Angetan vom Auftritt, habe ich das auf Musikkassette erschienene Album "Honey" sofort käuflich erworben und darf es uneingeschränkt weiter empfehlen. Gerade die charmante Mariah-Carey-Hommage "We belong together" oder das transzendale "It's 2012" lege ich besonders ans Herz. Fünf Dollar auf Bandcamp, die Sache ist es wert! https://colebaby.biz/
Nach der großartigen Sause im Kölner Coco Schmitz, steigt die nächste Gin & Juice ein paar Meter weiter im Kölner Subway! Dip Some & digitaldisqo freuen sich auf euch. Aaliyah und Adina, Brandy & Badu, Destiny’s Child und Groove Theory, Mase, Missy und Monica, Robert, Tweet, Timbo, The-Dream, TLC und und und. All night long. Gin & Juice / / 18/05/2012 / Immer noch nicht überzeugt? Check den Promo Mix, powered by emotions!
Ich verzichte hier auf manche blumig geartete Worte und beschränke mich aufs Wesentliche: Die Beautiful Swimmers Ari & Andrew (aka Maxmillion Dunbar) sind einfach die Größten. Aktuell stellen sie das in der aktuellen Beats In Space-Folge, in der sie gegen ihren guten Freund und L.I.E.S.-Labelchef Ron Morelli antreten, unter Beweis. Long story short: Highly recommended! https://www.beatsinspace.net/playlists/623 (Podcast / Download / Tracklist) Pt. 1 with: Beautiful Swimmers: Pt 2 with: Ron Morelli:
Absolute Pflichtveranstaltung für das kommende Wochenende, Samstag den 05. Mai 2012 im Kölner Gewölbe: Die Kölner Veranstalter von haben niemand Geringeren als Marcellus Pittman in der Stadt. Trotz Kollaborationen mit Theo Parrish und Omar-S, mehreren wegweisenden Platten auf Omar-S' Label FXHE oder seinem eigenen Imprint Unirhythm gilt der Detroiter innerhalb "der Szene" immer noch als Geheimtyp. Allerhöchste Zeit, das zu ändern!
Für Kurzentschlossene: Analogfetischist Tevo Howard ist heute Gast der Studio Sessions im Kölner Studio672. Unbedingter Hingehbefehl! Verantwortlich für etliche Hits der vergangenen Jahre (zum Beispiel hier, hier, hier oder hier), dürfte das Kind der Windy City heute Altbewährtes und etliches neues Material zum Besten geben. Nochmal: hingehen!
Leonard Strickland aka Big Strick fand in diesem Blog bereits dermaßen viel Beachtung (Interview mit ihm hier), da ist eine weitere Vorbemerkung gar nicht mehr notwendig. In seiner in den nächsten Wochen (Vorbestellung unter anderem hier) auf seinem eigenen Label "7 Days" erscheinenden EP "Alpha & Omega" setzt der gute Mann aus der Motor City verstärkt auf die Jugend und bietet vor allem namenlosen Nachwuchshoffnungen aus der Umgebung (& Familie) ein Forum. Und wenn es dennoch notwendig erscheint, lässt es sich der gute Mann nicht nehmen, der jungen aufstrebenden Garde auf "Blood Line" in Sachen Bassline eine Lektion zu erteilen. Diese Bassline. Heavy. Big Strick feat. Generation Next - Alpha & Omega / Blood Line / Origin (Snippets):
Hans, oder Frank gar Franz, oder doch Johannes. Und das alles auf einem Tribut an die Neunziger New Yorker Hitfactory mit dem Henry im Namen. Wer so richtig dahinter steckt hinter der "Hans-EP" ist im ganzen Synonym-Gewusel nicht richtig zu erkennen. Fest steht: "Do It" ist eine traditionsbewusste Klavierhymne mit Hitpotential, die man gerade gen Sommer häufiger in den Clubs zu hören bekommt. Weitere Snippets hier, die komplette EP sollte dieser Tage oder spätestens Anfang Mai auch auf Vinyl im Plattenladen des Vertrauens erhältlich sein.
Neues von Danilo Plessow (Motor City Drum Ensemble), der unter dem Jayson Brothers-Synonym etwas mehr 'over the top' produziert. So auch auf 'Love Supreme', das die opulenten Drums des Milton-Harris-Klassikers dem Kontext entnimmt und sich langsam in Rage schleudert. 'Love Supreme (Edit) erscheint in den kommenden Wochen im Rahmen einer gemeinsamen Split-EP mit Kid Sublime und Ugly Drums und kann ab sofort über Rush Hour vorbestellt werden.
Im Rahmen der diesjährigen Le Tour Belgique spiele ich am 21. April 2012 gemeinsam mit den Jungs von in der Kölner #TAUSEND BAR. House Music Only. Alle kommen!
Ganz frisch auf Soundcloud sorgen die Snippets für die neue Future Times 12", Katalognummer 13, für Begeisterung. Beautiful-Swimmer-Mitglied und Future-Times-Labelchef Maxlillion Dunbar kokettiert mit einem gebrochenen, esoterischen New-Age-House, der sein Albumdebüt Cool Water schon zur reinen Hörfreude machte. Das Highlight bildet aber der Remix des ominösen Terekke, der "Orgies of The Hemp Eaters" in Takt formiert, sämtliche Percussionelemente seiner Drummachine gekonnt rattern lässt und die Rhodes als Streicher in Trance wiegt. So wird das gemacht. "Orgies of the Hemp Eaters" gibt es ab sofort als Pre-Oder bei Rush Hour und sollte ab Mai auch in den Plattenläden des Vertrauens erhältlich sein.
Bereits an dieser Stelle angekündigt, wird das beliebte Podcast-Radio Radio Love Love bald 100 Jahre alt will diesen Umstand auch ausgiebig feiern. Gelegenheit dazu gibt es am 13. April 2012 . Neben den Radiomachern Hulk Hodn, Twit One und Memyselfandi sind unter anderem Suff Daddy, Tobrock, C.A. Ramirez, Retrogott, Pascal Schäfer und Dexter als Gäste geladen.
Man staunte nicht schlecht, als Big Strick in seinem exklusiven Set für Benji B eine unveröffentlichte Vocalperle seines kleinen Cousins Omar-S zum besten gab. Bleibt zu hoffen, dass "S.E.X." (sic!) in absehbarer Zeit über Mister Smiths Imprint FXHE veröffentlicht wird.
Eine der Parties, die ich kaum noch erwarten kann: Gin & Juice am 31.03.2012 im Kölner Coco Schmitz. Dip Some (123 Rakete) und ich spielen die ganze Nacht R&B-Jams der 90er und frühen 00er-Jahre. Von Aaliyah und Adina zu Brandy & Badu, weiter zu Destiny's Child und Groove Theory, Mase, Missy und Monica, Robert, Tweet, Timbo, The-Dream, TLC und und und. All night long. An dieser Stelle herzliche Grüße an die wundervolle Veranstalterin Katharina Forrest for bringing R&B back. Save the date.
KC Flightt's "Voices" aus dem Jahre 1991 ist eine dieser Platten, die man so gerne mal im Club hören würde. Unaufdringliche Drums, dezente Percussion und vor allem diese gelayerten Vocals, die den Track im Laufe seiner zehn Minuten immer weiter transzendieren lassen. https://www.discogs.com/KC-Flightt-Voices/release/63388
FunkinEven, der mit seiner neuen EP gerade beweist, dass er momentan als nichts Anderes als der heißeste Produzent der Stunde gilt, statuiert auf seinem neuen Remix für PhOtOmachine's On U die Probe aufs Exempel. Seit Monaten streut der gute Mann seinen rabiaten Remix in seine immer schätzenswerten Podcasts ein, im April erscheint der Wahnsinn über 20/20 Vision endlich auch auf Vinyl.
Das Radio Love Love steht kurz vor der Fertigstellung seiner hundertsten Sendung, aktuell läuft Ausgabe #97 über den Internetäther. Zum runden Jubiläum verdichten sich die Anzeichen für eine ganz besondere Sendung mit angeschlossener, öffentlicher Party, nähere Infos folgen dazu in Kürze. Man darf gespannt sein. Da die Sendungen leider nicht komplett archiviert werden, habe ich Episode #71, bei der ich eingeladen war, bei Soundcloud hochgeladen. Download . https://radiolovelove.blogspot.com
Vor kurzem, , konnte ich mich bereits von der Livetausglichkeit dieses Bassmonsters von einem Remix zu Dr. Dre und Snoop Doggs "Next Episode" überzeugen lassen. Wenige Wochen noch, dann ist die Gemeinschaftsproduktion der österreichischen Produzenten Feux und Minor Sick (= Mieux!) über als vinylonly-Release käuflich zu erwerben. Bis dahin: Smoke weed everyday - oder eben auch nicht.
Nach zuletzt etlichen, meiner Meinung nach eher schwachen Kooperationen, präsentiert sich Robert Owens auf "Our House" wieder in Bestform. Kein Wunder, schließlich zimmert ihm Orgue Electronique einen fulminanten Roland Jam, der auch aus Larry Heards Juno-Baukasten anno 1986 entsprungen sein könnte. Anthem-Alarm. Bring down the walls, anyone? Zum Track selbst finden sich bislang kaum Informationen. Er entspringt dem fabelhaften Legowelt-Podcast für Beats in Space und deutet an, dass er in den kommenden Monaten auf dem niederländischen Label veröffentlicht wird.
Die amerikanische Collector-Bibel Waxpoetics zelebriert ihre 50. Ausgabe (zeitgleich auch der zehnte Geburtstag des Magazins) mit einem Special zu The Purple One. Enough said. Ab sofort im Zeitschriften- oder Plattenladen des Vertrauens erhältlich.
Pflichttertmin am Mittwoch, den 08. Februar 2012: Die Friends-Of-Friends-Labelkollegen Salva und Shlohmo sind im Rahmen ihrer europäischen Tour zu Gast im Kölner Subway. Um 22 Uhr gehts los. Einen kleinen Vorgeschmack, was uns an diesem besonderen Abend erwarten könnte, liefert der kürzlich erschienene Mix, den Shlohmo für die hochgeschätzten Kollegen von Fact angefertigt hat. High class material!
Daedelus schickt den Stardust-Klassiker "Music Sounds Better With You" ins Entspannungsbecken und wirft im Augenblick der absoluten Enthemmung - immer für eine Überraschung gut - heimtückisch einen Fön rein. Auch wenn ich der Meinunf bin, manche Tracks solle man lieber unangetastet lassen: Daedelus leistet einen überragenden Beitrag der Remixkunst. Im Rahmen seines Remix-Projekts "Adjustments Made" gibt es "The Music Sounded Better Once (Daedelus' Adjustment)" gar zum freien Download.
Anno 1995 gehörte es zum guten Ton einiger (House-) Produzenten, ihre Tracks mit einem knackigen Acid-Funk-Mix zu überziehen. Habe ich das schon mal gesagt? Anyway, es bleiben zwei Fragen: Was macht George Acosta heute, wo bleibt der Acid Funk? https://www.discogs.com/Planet-Soul-Set-U-Free/release/23439
Pünktlich zum Jahresbeginn gönnt sich Omar-S den Spaß und veröffentlicht eine Platte, die uns wohl über das ganze Jahr hinweg und wohl auch darüber hinaus begleiten wird. So war das auch schon im letzten Jahr. Ungeklärt bleibt, wer sich hinter OB Ignitt versteckt, nicht auszuschließen, dass es sich hier um ein Synonym von Omar-S handelt. Bereits beim mysteriösen Shadow Ray werden diese Behauptungen immer wieder aufgestellt. Anyway, wer für diese Synthmelodien zu sorgen instande ist, dem fressen wir ohnehin aus der Hand. Wayne County Hills Cops (Original Mix) (Snippet): Wayne County Hills Cops (Omar-S Remix) (Snippet):
Kleiner Goodie von Cologne's Finest Twit One, der in letzter Zeit bereits weitere kleine Geschenke über seinen Soundcloud-Account verteilt hat. Zurückgenommen wie eh und je, dann dieses Sample, so allgegenwärtig und ich komme trotzdem nicht drauf. / twitsteps.blogspot.com
Rush Hour Records widmet sich mit einer neuen Compilation den allmächtigen Burrell-Brüdern. Burrell wer? Do your homework!
Recording under different aliases, the Burrell Brothers were the backbone of Nu Groove Records. This New York label started in 1987 and took inspiration from Trax Records, both musically and aesthetically. This compilation compiles the absolute best of the Burrell's output and in doing so is giving us a valuable insight to the much overlooked roots of New York house music.Nicht zuletzt durch die (meiner Meinung nach unsägliche) Nicholas-Compilation ist Nu Groove momentan wieder schwer angesagt. Wenn man ehrlich ist, eines der fünf besten House-Labels aller Zeiten war doch nie richtig weg. Angesicht dieser neuen Compilation, für die Running-Back-Chef Gerd Janson einen atemberaubenden Mix gezaubert hat, dürfte dieser berechtigte Hype auch 2012 noch fortdauern. CD: https://rushhour.nl/store_detailed.php?item=63100 LP1: https://rushhour.nl/store_detailed.php?item=63087 LP2: https://rushhour.nl/store_detailed.php?item=63098
Auch 2012 präsentiert uns Beats-In-Space-Host Tim Sweeney weiterhin hochkärätige Gäste. Den Anfang des neuen Kalenderjahres bestreitet Danny Wolf aka Legowelt, der in einem Ableton-Liveset etliche neue Produktionen parat hält, die in naher Zukunft unter anderem auf dem geschätzten L.I.E.S.-Label erscheinen. Highly Recommended! Tracklist / https://www.beatsinspace.net/playlists/607
Amanda Brown, Chefin hinter der dem Mutter/Tochter-Label Not Not Fun und 100% Silk hat für Fact den aktuellen Mixbeitrag beigesteuert. Ohne Worte, man muss sie einfach gern haben. Tracklist & Download nach dem Sprung. Tracklist: After Hours – Waterfalls (4am Mix) Steve Summers – Lucid Fingers Alternations – Feel It For You (Planetary Access Mix) House Of Peace – I Need You SFV Acid – New West Coast Maxmillion Dunbar – Lemon and Lime Sound Stream – Tease Me Suzanne Kraft – Morning Come @ Soundcloud.
2011
120 BeiträgeIn unserer monatlichen Kolumne ZWÖLF ZEHNER für das HHV Magazin lassen Kollege Aigner und ich den jeweiligen Monat jeweils musikalisch Revue passieren und bewerten die zehn wichtigsten Tracks des Monats. Zum Jahresende haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen und haben uns in die omnipräsenten Jahresbestenlisten eingereiht. Nur dass unsere selbstredend viel besser sind, ha! ZWÖLF ZEHNER 2011: 50-26 ZWÖLF ZEHNER 2011: 25-01
Kurz vor Jahresende veröffentlicht der mysteriöse Raw Interpreter seine zweite, mal wieder bemerkenswerte EP auf dem ebenso schleierhaften Label "Warm Sounds". Wie bereits beim Vorläufer "Vintage Power" liegt der Fokus bei "002" wieder auf scheppernden, analogen Drummaschinen, denen irgendwie als "dreckig" zu betitelnde Samples ein adäquates Rhythmuskorsett bieten. Wundersam bleibt, warum der Mann noch nicht durch die Decke geht. In meinen persönlichen Jahrescharts finden beide EPs einen Platz in obigen Positionen. The Raw Interpreter - A One (Snippet) The Raw Interpreter - Revelation (Snippet) The Raw Interpreter - Heavy Drum (Snippet) The Raw Interpreter - Just Hit It (Snippet) https://www.discogs.com/Raw-Interpreter-Warm-002/release/3284513
Seit seiner ersten Platten auf FXHE würde ich Big Strick ohne mit der Wimper zu zucken auf Kommando zur Top-Ten meiner persönliche Lieblingsproduzenten nennen. Von daher bleibt der seltene Output des Mannes stets immer wieder eine Offenbarung. So auch seine neue EP "Timeless", die dieser Tage auf seinem eigenen Label 7 Days Ent. erscheint. Drei atmosphärische, analoge Stampfer, dicht im Sound, stets pendelnd an den Schnittstellen von Deep House und funktionalem Techno. Hit, mal wieder! Big Strick - Timeless (Snippet) Big Strick - Spontaneous Combustion (Snippet) Big Strick - Code 1 (Snippet) https://www.discogs.com/Big-Strick-Timeless/release/3290776
Kölns bester Plattenladen feiert morgen seinen 20. Geburtstag. Happy Birthday Uwe & Marcus vom Groove Attack Record Store, ich hoffe, ihr bleibt uns noch lange erhalten! Gefeiert wird am morgigen Tag mit 20 Prozent Rabatt auf alle Waren, hinterher geht es ein paar Häuser weiter ins Stecken, wo James Pants eines seiner fabulösen DJ-Sets zum Besten geben wird. https://www.grooveattackrecordstore.com/
Vergangene Woche bereits auf die neue Storm Queen-Maxi hingewiesen, darf ich heute daran erinnern, dass das gute Stück dieser Tage so langsam aber sicher bei den Plattenhändlern des Vertrauens ankommen dürfte. Immer wieder verblüffend, mit welch einfachen Mitteln Morgan Geist stets die eleganteste Lösung parat legt. It goes on! Pre order at Groove Attack Recordstore / HHV.de Storm Queen - It Goes On (Vox): Storm Queen - It Goes On (Dub):
Der überausgeschätzte Zeitgenosse John Talabot hat so eben bei Facebook Albumcover und Trackliste seiner bald erscheinenden Debüt-LP "Fin" bekanntgegeben. Die Veröffentlichung ist für Januar 2012 bei den Münchenern von Permanent Vacation angedacht. Sollte der Spanier die Qualität seiner aktuellen 7" I want tonite / T.A.M.B. hochhalten können, verspricht "Fin" das erste Albumhighlight des kommenden Jahres zu werden. Erste Eindrücke gibt es bei seiner sogenannten "Lecture" vergangene Woche während der aktuellen Red Bull Music Academy. Tracklist nach dem Sprung: Tracklist: 01. Depak Ine 02. Destiny feat. Pional 03. El Oeste 04. Oro y Sangre 05. Journeys feat. Ekhi 06. Missing You 07. Last Land 08. Estiu 09. When The Past Was Present 10. H.O.R.S.E. 11. So Will Be Now... feat. Pional
Mister DāM-FunK scheint kein großer Freund von Cliquen zu sein und stellt somit einen unveröffentlichen Track gleich der Netzgemeinde zur Verfügung. "I Don't Run Wit' No Cliques" gibt es direkt bei Soundcloud oder .
Produktblogging liegt mir fern, trotzdem möche ich eine Ausnahme machen und auf das entzückende T-Shirt hinweisen, was die geschätzten House-Blogger/DJs-Kollegen von Feel My Bicep gerade im Sale über ihren Shop anbieten. Limited quantities, get it while it lasts! https://feelmybicep.bigcartel.com/product/t-shirt
Man muss diesen Funkineven und seine 'everythinggoes'-Attitüde, die sich in letzter Zeit in anabolischen Roland Jams mit Überportion Acid manifestiert, einfach gern haben. So auch bei der momentan überaus angesagten Liverave-Sause bei Boiler Room, bei der er vergangene Woche zu Gast war. Videostream und Soundcloud-Set gibts drüben direkt bei Boiler Room, weil sie sich hier nicht einbinden lassen. Anyway, trotzdem hören!
Diesen Freitag: No Excuses! Tobrock x Pillepopstar x digitaldisqo folgen der herzlichen 123-Einladung und bespielen am Freitag, den 18.11.2011 das Kölner Subway. Alle kommen, denn wenn ihr dabei seid, dann gibts ein Highlight.
Vergangene Nacht war Morgan Geist (Metro Area) zu Gast in Tim Sweeneys Beats in Space-Sendung. Etliche Exclusives später, darunter die neue Single seines Storm-Queen-Projekts, bleibt mit allerlei Nachdruck auf diese fulminante Sendung hinzuweisen! Don't miss! @ Beats in Space.
Für das Kölner Netzwerk habe ich einen Podcast ausgewählter persönlicher Favotites & Goodies - größenteils aus den 90er Jahren stammend - erstellt. 80 Minuten zwischen Masters At Work, Romanthony, Larry Heard, Herbert, Ian Pooley,, Johnick, Gusto oder Mood II Swing. Tracklist auf Anfrage. Have fun! @ Soundcloud
In einem aktuellen Beitrag bei den äußerst geschätzten Kollegen von Little White Earbuds spricht die Not Not Fun-Labelbetreiberin Amanda Brown über ihr aktuelles Label-Projekt "100% Silk", das sich mit einem Dutzend Releases in den vergangenen Monaten als einziges das Attribut des Pflichtkaufs verdient hat. Mehr dazu hier. Neben dem interessanten Interview präsentiert sich das Label mit einem wunderbar klassiziszischen Mix von Magic Touch, der seines Zeichens für eine der besten Singles des laufenden Kalenderjahres verantwortlich ist. Noch fragen? ! via. Little White Earbuds Tracklist nach dem Sprung: 01. 4th Measure Men, “Given” (MK Dub) 02. Lian Ross, “Do You Wanna’ Funk” 03. Underground Resistance ft Yolanda, “Living For The Nite” (For The Club) 04. Raw Elements, “Lost in Time” 05. Master C&J, “Dub It” 06. Da Posse ft Martell, “Searchin’ Hard” (Acid Mix) 07. Congress, “40 Miles” (Instrumental) 08. Inner City, “(That Man) He’s All Mine” (Marc Kinchen Vocal Remix) 09. Soft House Company, “…A Little Piano 10.1. Soft House Company, “…A Little Piano / 10.2. Raiders Of The Lost Arp, “Beyond The Dark” (DJ S2/Los Hermanos Mix) 10.3. Asso, “Don’t Stop” 11.1. Asso, “Don’t Stop” 11.2. L.E.B. Harmony, “Feeling Love” 11.3. Jermaine Jackson, “Erucu” 12. Ron Hardy, “Baby Baby Aw Shucks” 13.1. Asso, “Don’t Stop” 13.2. Jermaine Jackson, “Erucu” 13.3. Two Men From Jersey, “So Special” 14. Bobby Browser, “Smooth Cruise” [100% Silk]
ITAL did a fantastic live show at Cologne's fancy little club "Tsunami" yesterday. He even performed a few unreleased tracks like the one you can see above. He - from what he told us - hasn't recorded it yet, though. He - how we think - really has to!
Bereits beim ersten Hören des RA.246 Podcasts von Caribou war nach wenigen Minuten ein Favorit ausgemacht. Die Drums sehr cross, die Synth hingegen mächtig und unerwartet aus dem Nichts das liebreizende Soul-Sample. Theo Parrish? Könnte man meinen. Stammt aber aus Dan Snaith's eigener Feder, der unter seinem Daphni-Moniker seit kurzem auch eigene Edits produziert. Mit "Yes, know" verzichtet er auf den üblichen etwas überladenen Afro Beat, dreht die Shaker zum Anschlag und drückt das unwiderstehliche Sample in der Vordergrund. Massive, wie man in England so schön zu sagen pflegt. "Yes I know" erscheint im Rahmen einer EP in den kommenden Tagen auf dem neu gegründeten Jiaolong-Label.
Das letzte Mal ist schon viel zu lange her, deshalb legen wir uns heute doppelt ins Zeug. Dip Some von 123 Rakete und meinereiner spielen im richtig gute Musik. Sagt zwar jeder, ist bei uns Programm. Versprochen! Step by, grab a drink, have fun!
Daniel Martin-McCormick aka ITAL ist eine der Ausnahmeerscheinungen der internationalen elektronischen Musikszene im Kalenderjahr 2011. Während sich die britische oder amerikanische Musikpresse mit einer Lobpreisung nach der anderen überschlägt (sehr lesenswertes Feature hier bei XLR8R), ist es in Deutschland bislang sehr still um den New Yorker geblieben. Kaum zu glauben, schließlich hat der junge Sex Worker gerade zwei der interessantesten Maxis (1 / 2) des Jahres veröffentlicht und uns wortwörtlich die Sprache verschlagen. Spätestens am 18. Oktober 2011 wird er in einem heißersehnten Liveset das Kölner Publikum von seinen Ausnahmequalitäten überzeugen können. Dann ist er nämlich im Rahmen der Veranstaltung im Kölner Tsunami Club zu Gast. Pflichttermin!
Etwas weniger Acid, noch mehr Drummachine. Auf der kommenden "Apron EP" knüpft Funkineven nahtlos an den Wahnwitz der erst vor kurzem erschienenen Roland Jam-EP (Review auch hier) an. Den wenigen Informationen nach, die es darüber gibt, darf darauf geschlossen werden, dass die Platte nicht Eglo sondern auf dem eigenen neuen Imprint Apron erscheint.
In der Vergangenheit durch brilliante Mixes und Edits aufgefallen (vor allem die Space Rock Disco Dubs von Prince und AC/DC), legt der Chicagoer DJ Tim Zawada mit einer fulminanten Geschichtsstunde über die Düsseldorfer Technologieheroen Kraftwerk nach. Ein Mann, ein Take, 36 essentielle Kompositionen auf 72 Minuten Spielzeit. @ Soundcloud.
Kurz und bündig: John Talabot's basslastiger Edit eines mir unbekannten Boogie-Rap-Monsters - vor einem halben Jahr bereits bei Soundcloud angekündigt - ist ab sofort auf limitierter 10inch bei Juno käuflich zu erwerben. Get it while it's hot!
Am morgigen Donnerstag, den 1. September 2011 lege ich auf beim geschätzten Plattenhändler meines Vertrauens, der guten alten Kölner Institution Groove Attack Record Store. Wie jeden ersten Donnerstag des Monats laden die Betreiber Uwe und Marcus zum Spätkauf und schliessen erst gegen 23Uhr. Befreundete DJs legen auf, dazu wird lecker Pilsener Urquell kredenzt. Los geht es ab 19.30 Uhr in der Maastrichter Straße 49, direkt am Brüssler Platz. Alle kommen! https://www.grooveattackrecordstore.com Photo via. boombap.org
Ein grandioser Edit, der hier nicht aus der Dauerrotation verschwinden will, egal ab morgens, mittags oder abends: Der Londoner veredelt den sämigen 1985er-Riddim "The Vibe is right" von Barrington Levy, der auch George Michael gut zu Gesicht gestanden hätte, mit einer zurückgenommen Kickdrum ohne ihn aus dem Kontext zu entrücken. Dennoch: The Vibe is even more right. / via. .
Kommenden Samstag, den 03. September 2011, spiele ich gemeinsam mit den Kollegen vom Spielraum Klub in der Kölner . Da die Jungs sich der Fahne "Detroit, Deep & Danceable" verschrieben haben, werde ich die Atmosphäre mit ein wenig Vocal Jams auflockern. For sure! Alle kommen!
Auf die Gefahr hin, dass die Seite hier zu einer Swimmers-Appretiation-Gedenkstätte gedeiht - es geht irgendwie nicht anders. So ist der gerade über Soundcloud eingetroffene neue Mix von Maxmillion Dunbar gleichzeitig eine Wonne vor dem Herren und zugleich mitreißend entkrampfte Anleitung zur Entschleunigung.
Unrepentantly glacial mix, strictly for the freaks. Drop a comment for track IDs. 1CDJ + 2 x 1200s + Mixer. Features everyone from Bowie to Hunee to Ghedalia Tazartes. Chill out.
Die geschätzen Kollegen von 123 Rakete melden sich gemeinsam mit Mit dem aus der Sommerpause zurück und bitten morgen, also Freitag den 19. August 2011 im Kölner Subway gemeinsam zum Tanz. Alle hingehen!
Es war dieser eine Track beim DJ Set der Beautiful Swimmers Anfang Juli in der Konstanzer Kantine, der ein großes Fragezeichen hinterließ und den wir unmittelbar darauf ganz schlicht als Gamechanger qualifizierten. Ein paar Tage später, als die Promo ihres Future-Times-Imprints in der Dropbox lag, war schlagartig alles klar und mein Kollege Aigner und ich den Jungs noch mehr verfallen. Ganz klare Fanboys. Neun sensationelle Tracks auf verschiedenen Fahrwässern, bei dem der erste gleich klar Schiff macht. Life will be better in Future Times! L.I.E.S. - Comeback Dust (Max D's Big Top Dustheads Remix) (Snippet) Die weiteren Snippets dieser überragenden EP gibt es nach dem Sprung: Tom Noble - Malaco (Snippet) Confused House - Concrete (Dub) (Snippet) Alexis Le-Tan - Marathon Man (Snippet) Steve Summers - Uncollected Grooves (Snippet) Juju & Jordash - Musketache (Snippet) Steve Moore - Volatile Memory (Snippet) Hunee - Folga (Snippet) Swimmers & Gang - Sexy (Snippet)
Ein neues Outfit und massenhaft golden-purpurnes Glitzerkonfetti von der Decke: Für Purple Rain zog Prince in Köln nahezu alle Register. Alleine dieser Song entschädigte für ein wegen technischer Probleme stark verkürztes Konzert...
Der Legende nach hörte Innervisions-Mitbetreiber Dixon Osunlade's "Envision" während dessen Set auf dem Detroit Electronic Music Festival im Jahre 2009 und sicherte sich die Rechte daran umgehend - während Osunlade noch auf der Bühne stand. Zwei Jahre sind vergangen und "Envision" erscheint im Gewand dreier Remixe der Labelbetreiber höchstpersönlich dieser Tage als Katalognummer 35 auf dem geschätzten Berliner Label. Gleichzeitig markiert es einen Art Neuanfang im Hause Innervisions, das die Zusammenarbeit mit ihrem bisherigen Vertrieb Word And Sound beendet und fortan alle Labelprodukte exklusiv über das neugegründete Portal Muting The Noise selbstständig vertreibt. Dem Âme-Remix von Envision gilt hier volle Aufmerksamkeit. In einem typischen Âme-House/Techno-Hybrid schichtet sich in der Groove Ebene für Ebene auf weiß vor allem die entzückende Vocal-Spur akkurat in Szene zu setzen. Am spätsommerlichen Hit können da selbst die nervig ravenden Bleeps zum Ende nichts an haben. https://www.mutingthenoise.com
Mister Kenny Dixon Jr. (besser bekannt als Moodymann oder neuerdings nur noch Moody) hat seine Marketingstrategie überdacht und präsentiert sich in letzter Zeit durchaus publikumswirksam. Vorbei die Zeiten, in denen er seine Aufritte hinter Vorhängen praktizierte und Interviews partout ablehnte. Alles Geschichte, heute gibt der Mann sich durchaus redselig in exklusiven Fragerunden beim Haareschneiden oder der Bettenlümmelei. Ebenfalls neu: Sein (überhaupt erst) erster Videoclip für die kommende Single "I Got Werk", die in naher Zukunft offenbar auf seinem Label KDJ veröffentlicht werden soll.
Erst Roy Davis JR., dann Marc Kinchen, jetzt Colonel Abrams. Omar-S scheint langsam Spaß daran gefunden zu haben, alte Clubklassiker auf seinem Label FXHE neu zu veröffentlichen oder - wie jetzt die angekündigte gemeinsame Maxi mit Detroit-Veteran Colonel Abrams - alte Recken wieder zurück in den Fokus zu rücken. Zugegeben: Colonel Abrams ist auch 2011 aus der Clubszene nicht wegzudenken. Allerdings beschränkt sich diese Dauerhaftigkeit lediglich auf die immerneue Konservierung seines Klassikers Trapped. Da macht Omar-S nicht mit, lädt Colonel Abrams in die Gesangskabine und spendiert einen Shadow Ray-Remix oben drauf. Cominig very soon! Omar-S & Colonel Abrams - Who wrote the rules of love? (Snippet): Omar-S & Colonel Abrams - Who wrote the rules of love? (Shadow-Ray Remix) (Snippet):
Ein harter Rhythmustrack, im Jahre 1987 von Ralphi Rosario amtlich montiert, dazu ein androgyner puertoricanischer Sänger, der die Vorteile seiner Art Männern und Frauen gleichermaßen in Aussicht stellt. A Puerto Rican Lover is what you really need. Kürzlich entdeckt und sofort begeistert. https://www.discogs.com/Raz-Amour-Puerto-Riqueno-Puerto-Rican-Lover/release/241529
Bei den letzten Veröffentlichungen des umtriebigen Nicholas tat ich mich schwer. Zu plakativ, zu sehr overthetop nahm er die retroesque Stimmung auf und verwandelte diese in zeitgemäße Mid-Tempo-Stomper. Dieses Muster zeigt sich auch wieder bei "When I think about" ersichtlich, das Anfang August auf dem neuen kleinen feinen Züricher Imprint Foul and Sunk Music erscheint und den bekannten Groove in manierlicher Art und Weise ein paar BPM nach unten verschleppt. Aber nun gut, ja! Mit Romanthony kriegt man mich immer wieder! https://foulandsunk.com/
Nur wenige Edits haben mich in diesem Jahr so überzeugt wie Marcel Vogel's aktuelle Interpretation des James Brown-Stückes "Body Heat". In seiner grobspurigen Art des Vocalsamplings erinnert das durchaus an Theo Parrish's Ugly Edit-Serie und weiß ähnlich zu gefallen. UPDATE: Eine erfreuliche Nachricht gibt es obendrauf, denn der fantastische Edit ist so eben auf Vinyl veröffentlicht worden. Get it while supplies last!
Die immer gleichen Chords, die immer gleichen Patterns und auch bei den Rhodes keine Abwechslung. Der immer gleiche Deep House der gängigen Resident Advisor oder Beatport-Charts strotzt leider so vor Ideen- und Einfallslosigkeit. Dass man den Begriff in der Motor City ganz anders definiert, das zeigt der neue Mix von Big Strick, der mit Hot Mix Vol.1 entgegengesetze Reizpunkte setzt. Analog, düster, bisweilen dreckig, aber vor allem: staunenswert!
Das Ende Juli erscheinende neue Nebraska Album auf Rush Hour birgt mal wieder einige Hochkaräter aus den eigenen Archiven. Bei acht Tracks bleibt das Ohr dennoch unweigerlich an "Patina" hängen, das sich des erprobten Ahmad Jamal-Samples bedient, das J Dilla einst für De La Soul in höhere Sphären hievte. Nebraskas kantige Chops lassen dem Sample zwischendurch viel Raum und erinnern so an bekannte Produktionsmuster britischer Post-Step-Kollegen. Und sonst? Sonst macht Nebraska nämlich das was er am besten kann, und da darf man gern auch aus der offiziellen Beschreibung zitieren: Nebraska continues what he does best; combining fun loving, party starting disco jams with cinematic, luscious work outs. Ende Juli auf Rush Hour - Nicht verpassen!
In den Jahren 1996/96 trat Matthew Herbert als ungeschriebes Blatt auf die globale Housebühne. Unter seinen Pseudonymen Docktor Rockit und Wishmountain erforschte er damals bereits verschiedene Tempi und Stile jenseits der Konformität. Minimal war damals in weiter Ferne und häufig ein gemeinsamer Nenner, der seine Produktionen begleitete. Hin und wieder warf Herbert aber auch Überraschendes für die Peaktime ab. So erschien 1996 auf Classic die EP "Classic Herbert", die unter anderem das Stück "Got To Be Movin'" enthält. Mit seinen verstörenden Flächen und Rhodes mutet der Track dabei leicht esoterisch an, ehe der das kurze Vocalsample den Weg on the dancefloor weist. Als dann plötzlich überraschend die druckvolle Kickdrum einsetzt ist der veritable Hit komplett - aber noch nicht am Ende. Der Bass strotzt vor Kraft, galante Breaks setzen die Snare in den Vordergrund und das Titel-Sample weist zum Tanzen auf. Matthew Herbert war offensichtlich auch mal jung.
Bereits nach - oder besser: beim - ersten Durchhören von Danilo Plessows großartiger DJ Kicks-Compilation war ein Favorit ausgemacht. "Le Cortège Et Course" des französischen Komponisten Philippe Sarde datiert auf das Jahr 1972 und ist Teil des Soundtracks von "Cesar et Rosalie", in dem neben Yves Montand auch Romy Schneider mitspielt. Mister MCDE himself hat diesen Track jetzt überarbeitet, neu editiert, mit einer scharfen Hi-Hat und wummigen Drums unterlegt und packt diesen exklusiv auf die dieser Tage erscheinende DJ-Kicks-Vinyledition. Wer nicht warten kann, dem schenkt !K7 nun den Track als kleines Dankeschön für die großartige Resonanz als MP3-Download:
We really appreciate all the positive feedback for L.O.V.E., and wanted to give you something else special from the mix. For his DJ-Kicks Mix Compilation on !K7, Motor City Drum Ensemble aka Danilo Plessow reworked "Le Cortège Et Course" by the French film music composer Philippe Sarde in a future techno style. The orginal track comes from the 1972 film "Cesar et Rosalie" starring Romy Schneider and Yves Montand. This is the exclusive full length version which can only be found on the double vinyl LP of the MCDE DJ-Kicks out on !K7 July 2011.Stream /
Irgendwie ist diese Suche nach Sommerhits doch irgendwie albern. Gute Musik kennt kein Wetter. Zum richtigen Zeitpunkt (und eben auch Wetter) machen gewisse Sachen (Tracks) dann doch aber wieder Sinn. In diesem Sommer, ohne Widerrede, ohne Kompromisse: der Soft Rocks Dub zu der neuen Beautiful Swimmers 7" "Open Shadow". Ordert am besten zwei Copies und spielt es hin und her. Stundenlang. Beautiful Swimmers - Open Shadow (Soft Rocks Dub) (Snippet):
Vergangene Woche bei ich zu Gast bei den sehr geschätzten Kollegen von Radio Love Love. Neben nahezu drei Stunden wildgemischter Musik mit mir gibt es zudem exklusive Snippets des gerade erschienenen Remix-Tapes "Rap im Naturdarm" (Sic!) und einen kurzen Gastbeitrag des Cracklers. Hit me up for Track-IDs!
Hier im Blog habe ich desöfteren schon erwähnt, dass ich ein großer Romanthony Fan bin. Der derzeit äußerst umtriebige Falty DL scheint ebenfalls zu dieser Gattung zu gehören und widmet Mister Moore auf seiner neuen EP auf All City Records NY gleich mehrer Samples, Bassspuren und andere Zerhackstücke. Ganz groß und eine der Platten des Monats Juni. Falty DL - Jack Your Job: Falty DL - Make It Difficult:
Die irgendwann - hoffentlich sehr bald - erscheinende neue 12" von digitaldisqo-Favourite John Talabot auf Permanent Vacation ist ein sicherer Hit. Ein ganz sicherer. Das Sample bis zum Freudentaumel loopen, loopen, loopen und dann mit nonchalantem Verve ausspielen - das ist die gute Talabot-Manier, die der aus Barcelona stämmige Produzent nahezu exklusiv hat. Die ersten Eindrücke von "Leave Me" gab es jetzt im charmanten XLR8R-Podcast zu hören. Wann die 12" tatsächlich erscheint, darüber bestehen noch keine Informationen. I keep you posted! UPDATE: Mister Talabot selbst und die Veröffentlichung von "Leave Me" auf einem Labelsampler von Permanent Vacation angekündigt. Den ganzen Track gibt es im Stream dazu.
Der Klang alter Roland-Drumcomputer ist in den letzten Monaten omnipräsent. Während sich einzelne Sounds - sei es eine einfache Kickdrum oder ein Rimshot - auf etlichen Stücken wiederfinden, trauen sich nur wenige Produzenten außerhalb Detroits oder Chicago an komplett an den legendären Klangerzeugern entstandene Stücke. Funkineven aus Alexander Nuts Eglo-Kollektiv macht da eine Ausnahme, zwirbelt an der 303 (und der 202, 606, 707 und 808) und überzeugt mit seinem ganz normalen Wahnwitz. UPDATE: Siehe Video. Die "Rolands Jam EP" erscheint am 18.07.2011 auf Eglo Records. Weitere Informationen gibt es hier. via. Inventory Aigner.
Ein paar neue Stücke, ein paar Favoriten der vergangenen Monate (und Jahre), ein paar Klassiker plus das obligatorische Tribute für Darryl Pandy. House can't turn around. Soundcloud / Download Die Tracklist gibt es nach dem Sprung... Big Strick - A Soldier's Story Mark E - Got To Get Me There Rick Wilhite - Cosmic Jungle Tevo Howard - Everyday House Music Fingers Inc. - Distant Planet Jayson Brothers - Monster Box Hunee - Bobo (Original) Darryl Pandy - Love Can't turn around (House-A-Pella) Maxmillion Dunbar - Rhythm Track For Luv Rick Poppa Howard - I Won't Lay Back (Underground Mix) Phase II - Reachin' (Original Brotherhood Mix)
Frankie Knuckles' Remix des bekannten Chaka-Khan-Klassikers hatte im Rahmen des großen Cosmic-Wahns der vergangenen Jahre ein kleines Revival. Der Track hält was der Name verspricht und beginnt wahrlich halluzinogenisch, nimmt die Percussion und die Bassline dezent zurück und überzeugt mit epischem Aufbau. SInnbildlich für das Halluzinogene sind die omnipräsenten Echos, die sich über die einzelnen Elemente, angefangen bei Piano, Gitarre oder Stimme, legen. Ein echter Def Classic Mix - wenn auch einer der unbekannteren. Back in the days in 1989, als tatsächlich noch fünf Personen an einem Remix beteiligt waren.
Wahrscheinlich hat Cliff Richard in seiner jahrzehntelangen Karriere mal ein paar gute Songs geschrieben. In der Öffentlichkeit bleibt er mit dem Stigma des unsagbaren Schnulzensängers versehen, das ihm seit spätestens den 80er-Jahren anhaftet. Cottam jedenfalls hat mit "Ease Along" offensichtlich einen guten Cliff-Richard-Song gefunden, diesen seziert, gesamplet, verlängert und gestreckt, ihn in einen unsagbar langen Groove gezwängt und mit mit manierlicher, aber zurückhaltender Percussion aufgemotzt. Adrett und nett und leider nur (noch?) ein Ruff Draft, den es bei Soundcloud zum Vorhören gibt:
Nach etlichen Remixen für Aloe Blacc's Überhit des vergangenen Jahres, bedurfte es erst eines Währungswechsels, ehe der Remix auch im Housekontext funktionieren konnte. Trotz Tensnake. KRL, hier im Blog ein alter Bekannter, wechselt den Dollar in seine Heimatwährung, schneidet das Vocal zurecht und versetzt es in die Echohöhle, ehe er in der Mitte mit den Fanfaren so richtig loslegt. Hit Hit Hit, den es exklusiv mit Wavedownload bei den Kollegen von Feel My Bicep gibt.
Kurz und bündig: beim gestrigen Beat BBQ in der Kölner Südstadt hat Hade mit seiner Neuinterpretation eines alten Eurodance-Klassikers und dem koketten Zusatz ein paar Bill Cosby & Money Boy Samples gleich zu Beginn alles abgerissen. Das Livevideo gibt es an dieser Stelle, den Track und gibt es bei Soundcloud. .
Moodymanns Neuinterpretation des Alexander-Robotnick-Klassikers "Problèmes D'Amour" macht momentan die Runde und sorgt natürlich für die ihr gebührende Furore. In diesem Zusammenhang darf man an die 2000 erschienende Version des anderen Großmeisters aus Detroit - Carl Craig - erinnern, der unter seinem Synonym Designer Music dem Italo-Klassiker seine eigene Handschrift verpasst hat. Knackige Kickdrum, treibende Hihats, (nicht ganz so) filigrane Bassline und zur Mitte hin die druckvollen Breaks. Kurzum: Hit!
123 - from New York to Germany! Am 10. Juni 2011 haben die Jungs der 123 Rakete niemand Geringeren als Stretch Armstrong aus New York zu Gast. Stretch wer? Do your homework! Alle kommen, wird gut!
Mister Prince Rogers Nelson feiert an diesem Tage seinen Geburtstag - da darf selbstverständlich an dieser Stelle, die den Meister aus Minneapolis so verehrt, ein obligatorischer Geburtstagsgruß nicht fehlen. Auf die nächsten 53, we will acknowledge you forever!
Big Strick's Album Detroit Heat, welches an dieser Stelle bereits angepriesen war, sollte dieser Tage endlich im Plattenhandel des Vertauens erhältlich sein. Die 12inch, die nicht alle Albumtracks beinhaltet (möglicherweise kommt aber eine weitere mit den ausstehenden Tracks), sollte in den nächsten Tagen/Wochen folgen. Wir feiern es bereits und haben es gerade unter die besten Tracks des Monats gewählt. Das Album wird zum Jahresende eine ähnliche Platzierung erhalten, so viel ist jetzt schon sicher. Angepriesen sei auch immer noch das Interview mit Big Strick, das ich for einigen Wochen mit ihm führen konnte sowie ein unveröffentlichter Track namens "Back From The Future" (unterhalb), den der Mann aus der Motor City auf Soundcloud hochgeladen hat. Ansonsten: Cop that Detroit Heat!
Kommenden Freitag bin ich zu Gast bei der monatlichen spank! Party! spank! ist eine von DJ Catweasel, Stefan Gubatz (Sanomat) & Danilo Plessow (Motor City Drum Ensemble) initierte Radiosendung (bei der ich letzten Monat zu Gast war) und Partyreihe, die seit April 2011 monatlich im Kölner Studio 672 stattfindet. Alle kommen, wird gut: Playing the finest in House Music only!
Ein weiteres Schätzchen aus den unbändigen Tiefen des Dance Mania Katalogs ist die 1998 erschienene Factory Funk-EP von J.G. (aka. Jammin Gerald), die unter anderem diese beinahe schon Juke-Tempi annehmende Hymne "Biggie Trax" beinhaltet. Hit me up if you got it for cheap, denn bei Discogs oder Ebay wird man leider nicht mehr fündig.
Ich werde nicht müde, auf die vielleicht beste Partyreihe Kölns aufmerksam zu machen, die diesen Monat mit DJ Day einen ganz besonderen Stargast aufbietet. Expect the unexpected am Freitag im Subway und erscheinet lieber früh als spät, weil man euch zu später Stunde eventuell keinen Einlass mehr gewährt.
Maxmillion Dunbar von den Beautiful Swimmers ist ein grundsympathischer Typ und spielte in den vergangenen Wochen auch an dieser Stelle häufiger eine Rolle. Da darf nicht unerwähnt bleiben, dass der Gute hin und wieder bei Soundcloud einen Edit verschenkt, der gleichermaßen vor Rhythmus und Liebe strotzt und alleine deswegen uneingeschränkt empfohlen werden kann. Er bringt es selbst am besten auf den Punkt: "Sometimes u gotta slam it out!" Soundcloud /
Dieses kleine Schätzchen ist so eben in meiner Discogs-Wantlist für den kleinen Preis von 600 Euro aufgetaucht, so dass ich es mal wieder kaufen spielen musste. Without words.
(KRL's superber Recession Beat aus dem Jahre 2009 sollte dabei auch auch Niemandem entgangen sein.)
Hätte Farid Slimani nicht zuerst die Idee gehabt, dann hätte man diese Dokumentation wohl selbst drehen müssen. In seinem dokumentarischen Epos "Back in the House - NYC House 90's Scene Documentary" lässt der Filmemacher die wichtigen Protagonisten zu Wort kommen oder zeichnet mit damals enstandenen Fimmaterial den Lebensentwurf und Zeitgeist dieser Blütezeit der New Yorker House Music. Angefangen von den frühen Ikonen wie Larry Levan und Frankie Knuckles, den eher unscheinbaren Legenden wie François K bis hin zu den späteren Superstar-DJs wie Danny Tenaglia und Junior Vasquez kommt eine schier unglaubliche Breite an Personen zu Wort: Labelmacher, Plattenlädenbetreiber, Künstler, Tänzer und natürlich die DJs selbst. Einen zwölfminütigen Einblick gibt es hier, die gesamte Dokumentation folgt im Laufe des Jahres. Can't wait, can't wait, can't wait!
Wie bereits in den vergangenen beiden Jahren veranstalten Melting Pot Music, und Step Forward Booking am 12. Juni 2011 im Kölner Friedenspark/Baui den Beat BBQ. Wer wissen möchte, was ihn erwartet, den verweise ich auf die Fotos der letzjährigen Veranstaltung und das Lineup des aktuellen Kalenderjahres.
DJ´ing, Beats & Live Sets by: Suff Daddy / Dexter / Lefto / Monkey Robot / Adlib / Tobrock / Dip Some / Hubert Daviz / Illiaz / Fella Vaughn / MeMyselfAndI / V.Raeter / Croup / Feux / The Beep / Abby Lee Tee / Moo / Mar + more Hosted by Morlockk DilemmaBe there, be square, you know the deal.
Flavio Diners kommt offenbar aus Berlin und macht Edits. Mehr Informationen habe ich nicht, weiß aber dafür seinen Edit "Two Timer" sehr zu schätzen, der justement in limitierter Stückzahl und auf rotem Vinyl exklusiv im Berliner erhältlich ist. Wem das Sample bekannt vorkommt - Madlib hat es ebenfalls benutzt.
Meine Begeisterung für das fesselnde Original war bereits vor drei Monaten kaum zu halten. In unserer monatlichen Kolumne für das HHV-MAG hievten Kollege Aigner und ich das gute Stück ohne mit der Wimper zu zucken direkt auf die Eins. Mit dem gerade vorgestellten Snippets des Remix des mysteriösen Shadow Ray verhält es sich da ähnlich. Dieser verscheppt mit luftigen Drums die Percussion und lässt die mächtige Synth so gut wie unangetastet. Der Wahnsinn. Coming soon!!! Omar-S - Here’s Your Trance, Now Dance! (Shadow Ray Remix) (Snippet):
Vergangene Woche war ich zu Gast bei der auf dem Kölner Internetradio soulsender.de ausgestrahlten Sendung Spank! Die aufgezeichnete Sendung wird am Freitag - den 06. Mai 2011 um 15 Uhr - gesendet und wird ab dem frühen Samstag morgen unter anderem auch an dieser Stelle zum Download verfügbar sein. UPDATE: Have fun!
Zum Livestream des Soulsenders geht es hier entlang.
Zu Gast bei Spank! haben wir digitaldisqo, der durchweg beweist, dass er einen excellenten Musikgeschmack hat. In der ersten Stunde geht es seinerseits etwas gechillter zugange, wobei Catweasel stets ein schlechtes Gewissen hat, diese Moods zu brechen. In der zweiten Stunde zeigt uns digitaldisqo, dass es Mitte der 90er Sinn gemacht hat, Houseplatten zu kaufen. Wer davon nicht genug bekommt, sollte die nicht verpassen, die ebenfalls am Freitag, den 06.05.2011 stattfindet.Livestream /
Niemand versteht es im Moment derart hervorragend wie die Berliner Jungs Trickski, mit den einfachsten Mitteln die maximale Wirkung zu erzielen. Unendlich groß scheinen die Zwischenräume zwischen den einzelnen Drums zu sein, die chirurgisch-exakt sezierte Hi-Hat erklingt irgendwo dazwischen, während sich bedächtig im Hintergrund der Groove aufbaut. Trotz teils wirklich guter Remixe (Jef K, Genius Of Time und Soulphiction) bleibt das Original das Stück, das man am meisten im Fokus haben sollte. Ein sicherer Hit, der in den kommenden Tagen auf dem Label Suol erscheint und die Wartezeit auf das im Juni erscheinende Album "Unreality" verkürzt. https://www.suol.hk/ .
Nach seiner gerade erschienenen, galanten "Eastside Story EP" schickt Marcellus Pittman gleich noch eine 10" auf dem neuen Label Lifetime Groove hinterher. Ich kann mich eigentlich nur wiederholen: "Introvertierter Deep House auf druckvolle Chicago-Acid-Wellen und wird mit einem zurückgelehnten Korg-Laidback-Entwurf zum Schluss abgerundet. Der Mann beherrscht irgendwie alles." Oder so. Marcellus Pittman - On A Beautiful Rainy Day (Snippet): Marcellus Pittman - By Your Side (Snippet):
In den kommenden Tagen erscheint eine neue 12" des Detroiter Produzenten Dez Andrés, den man unter seinen Aliases DJ Dez sowie - ha!- Andrés kennen könnte, nein, kennen sollte. Als DJ Dez gehört er zum mal losen, mal festen DJ-Bestandteil von Slum Village. Als Andrés wiederum ist er verantwortlich für einige wunderbare Maxis auf Moodymann's Label KDJ und Mahogani und machte im vergangenen Jahr zuletzt durch sein grandioses Album "II" auf sich aufmerksam. Auf seiner neuen Maxi für das wohl eigene Label Spills kümmert er sich um zwei ältere Stücke des King Of Pop und kleidet sie in ein modernes Detroiter-Disco-Boogie-Gewand. Sure cop! Dez Andrés - As we rock on (snippet): Dez Andrés - A time to boogie (snippet): Beide erscheinen zudem in rein instrumentaler Form und sollten beim Plattenhändler des Vertauens erhältlich sein.
Auf seiner neuen phänomenalen EP "Max Trax for World Peace" verzückt Maxmillion Dunbar - eine Hälfte der Beautiful Swimmers - mal wieder mit seinem Faible für italienische Rhytmen und balearische Flächen. Besonders der unwiderstehliche Track "Polo" brilliert in unkonventioneller Manier, bricht das Eis und verkündet den Sommer, nimmt die Freundin an der Hand und geht am Strand spazieren. Auch die anderen beiden Tracks der EP beglücken ungestüm, mehr dazu hier. Maxmillion Dunbar - Polo (Snippet): Max Trax For World Peace @ Discogs https://futuretimes.org/
Der erste Donnerstag des Monats steht in Köln stellvertretend für den Groove Attack Recordstore Spätkauf. Der beste Plattenladen der Stadt macht an diesem Tag seine Tore erst um 23 Uhr zu, serviert kaltes Bier für lau (Pilsner Urquell!) und lädt zur musikalischen Beschallung immer einen ganz besonderen DJ hinter die Plattenspieler. Dieses Mal zu Gast in der Maastrichter Straße 49 im Belgischen Viertel: Danny Dan the Beatmann.
Der DJ und Produzent aus der New Yorker Bronx ist einer der krassesten Beatdigger weltweit. Er ist verantwortlich für Compilation Serien wie “Dusty Fingers”, “Strictly Breaks” und “Schollyard Breaks”. Aufgewachsen in der Bronx, NY war er in den siebziger Jahren ein Teil der sich entwickelten Hip Hop Bewegung.Alle herkommen! https://www.grooveattackrecordstore.com/
An dieser Stelle sei auf das Interview mit dem Kompakt-Musiker, Musikredakteur (u.a. Spex) und vor allem c-o-pop-Programmleiter Tobias Thomas hingewiesen, der kürzlich mit dem Kölner Stadtanzeiger über den Status quo des Musik- und Veranstaltungsortes Köln sprach. Im mit "Köln erstickt kreative Freiräume" betitelten Interview spricht Thomas über übermäßige Bürokratie, fehlende Flexibilität und den Mangel an "Zwischennutzung", der die kreative Entfaltung und kulturelle Integrität unserer geliebten Domstadt bedroht. Alles in allem: Höchst lesenswert! --> Hier gehts zum Interview...
Unzählige Dance-Mania-Maxis türmen sich langsam aber sicher in meiner Discogs-Wantlist, hin und wieder lässt man sich also gerne dazu verleiten, die eine oder andere davon abzuarbeiten. Wenn man mit Glück noch günstig an ein Exemplar von D.J. Slugos "Taris is Paris"-EP herankommt, darf man nicht zögern und sollte sofort zuschlagen. Slugo selbst bringt auf der Hook von "Wouldn't You Like To Be A Hoe" knackig auf den Punkt. "There's some hoes in this house, if You see'em point'em out." D.J. Slugo - Wouldn't You Like To Be A Hoe D.J. Slugo - Taris Sleeps Wild https://www.discogs.com/DJ-Slugo-Taris-Is-Paris/release/43538
Durch Zufall bin ich mal wieder über DJ Sneaks grandiose Doppel-EP "Rice and Beans, Please!" für Cajual aus dem Jahre 1996 gestolpert. Acht Tracks, von dem High wahrscheinlich das bekannteste ist, für die Ewigkeit. Bemerkenswert ist diese EP auch (ähnlich wie seine zur gleichen zeit veröffentlichte EP auf Strictly Rhythm), weil sie trotz ähnlicher Soundanlage, mit Play It Again und Orgasms zwei Stücke enthält, die in DJ-Sneak-Manier vor sich hinshuffeln und doch mit diesen gesampleten Rhodes und stöhnender Frauensamples eine gewisse "Deepness" erzeugen, anstatt im "discofiltering"-Modus immer weiter nach vorne zu treiben.
Für alle kurzentschlossenen Berliner sei auf die heutige Veranstaltung in der Soju Bar hingewiesen, bei der neben und TDaance (Macaroni Club) auch digitaldisqo-Associate auflegt.
It's been a while since our last FLING party, but this time we come back with a big bang: Prince Language - one of New York City’s premiere underground DJ’s and producers - will grace the next edition happening 28th April at one of Kreuzberg's sweetest spots: soju bar. And if this wasn't reason enough to party: we also raise our glasses to celebrate our baby FLING coming of age. Starting out as a party for innocent lovers, FLING is now also a joint venture of Annika Weyhrich and Lukas Grenzlehner focussing on booking and PR work. find out more about what we do on www.fling.fm.
Joscha hat es hier schon vortrefflich erklärt: Das erste mal war super, es wurde Zeit für einen weiteren Abend. Heute abend spielen wir im House, House und verdammt nochmal noch mehr House. All night. Kommt vorbei & grab a drink.
Neuigkeiten über das auf Rush Hour angekündigte Romanthony-Großwerk gibt es leider noch keine. Mag man sich trotzdem mit dem Werk von Anthony Wayne Moore auseinandersetzen, dem kann man vorbehaltlos Romanthony's Trust aus dem Jahre 1995 ans Herz legen, das kürzlich auf Downtown 161 wiederveröffentlicht wurde. Niemand bringt die Drums so knackig auf den Punkt, sampelt das Vocal so kompromisslos und vollzieht dann doch in der Trackmitte die Metamorphose von Track zu Song. Trust him!
Danilo Plessow aka Motor City Drum Ensemble (MCDE) hat heute via. Facebook angekündigt, dass er für die Zusammenstellung der kommenden DJ Kicks Compilation aus dem Hause Studio !K7 verantwortlich ist. Die Veröffentlichung der neuen Ausgabe der beliebten Reihe ist für Ende Juni vorgesehen, eine Tracklist besteht leider noch nicht. Kennt man die Mixe des 25-jährigen Neu-Kölners (z.B. den Resident Advisor-Podcast), darf man sich sich vorab auf einen gelungenen Sampler einstellen und freuen. Update: Tracklist nach dem Sprung... 01. Sun Ra - Door To The Cosmos 02. Electric Wire Hustle - Again (Scratch 22 Remix) 03. Rhythm & Sound - Mango Drive 04. Tony Allen - Ariya 05. Peven Everett - Stuck 06. Bad Jazz Troupe - Breakdown Treat (Dusty Rework) (MCDE Edit) 07. Mr. Fingers - The Juice 08. Rick "Poppa" Howard - Can Your Love Find Its Way (Club Vocal) 09. Stone - Girl I Like the Way That You Move (Dub) 10. Fred P - On This Vibe 11. Creative Swing Alliance - Don't Forget Your Keyz 12. Geraldo Pino & The Heartbeats - Black Woman Experience 13. Philippe Sarde - Le Cortège Et Course 14. Robert Hood - The Pace 15. Loose Joints - Pop Your Funk (Vocal Version) 16. Arts & Crafts - I've Been Searching (Walter Gibbons 12-inch Mix) 17. Motor City Drum Ensemble - L.O.V.E. 18. Aphex Twin - Actium 19. Recloose - Cardiology (Isolée Mix) 20. Latecomer - Cosmic Cart 21. Timo Lassy - African Rumble 22. James Mason - Sweet Power, Your Embrace
In den vergangenen Monaten machte Mike Huckaby unter anderem mit seinen Sun Ra-Themenabenden - an denen er entweder Platten spielte oder auf einem Reel-To-Reel-Tapegerät vorspielte - von sich reden. Für eine neue Edit-Serie auf Kindred Spirits bearbeitet der aus Detroit stämmige Produzent jetzt persönliche Sun-Ra-Edits und kleidet sie in ein DJ-freundliches Format. digitaldisqo gefällt das.
Detroit's Mike Huckaby (Deep Transportation) is a massive Sun Ra fan. Renowned for his DJ sets, edits and productions he was the perfect choice for re-working highlights of the Sun Ra catalogue. On the A-side is a DJ friendly version of one of Ra's few disco tracks 'U.F.O'. The flip contains an edit of 'Antique Blacks' turning it into something altogether more ‘playable’ and ‘danceable’.https://www.kindred-spirits.nl/release_detail.php?idxItem=58807
Die Niederländer von Rush Hour arbeiten unaufhörlich an der Aufarbeitung verschollen gegangener Tracks aus der Golden Era der House Music aus Chicago. Nach der Wiederveröffentlichung des Virgo-Albums und des späteren opulenten Virgo-Boxsets, hat man jetzt Chicago-Legende Gene Hunt gebeten die Schatzkiste zu öffnen und unveröffentlichte Goodies zu kompilieren. Der Pressetext bringt es auf den Punkt: Featuring a truly all-star line-up! Wer alles dabei ist? Virgo Four, Larry Heard, Marshall Jefferson, Steve Silk Hurley, Mike Dunn, Farley Jackmaster Funk, Lil Louis, Adonis - just to name a few! Chicago Dance Tracks erscheint auf CD und zusätzlich in zwei Teilen - inklusive Bonustracks - auch auf Vinyl. Can't wait!
Ein weiterer Mix for homelistening pleasure, der an einem der vergangenen Tage zwischen Tür und Angel entstanden ist. Nur Produktionen aus den 90ern (unbewusst!), alle aus Amerika (unbewusst!), sehr viele Großmeister (bewußt!). Download , die Tracklist nach dem Sprung The Braxtons - The Boss (Masters At Work Dub) Lee John - Mighty Power Of Love (Mood II Swing Vox Mix) Sarah Washington - Everything (Mood II Swing Club Mix) Trey Lorenz - Photograph Of Mary (Masters At Work Dub) Romanthony - Ministry Of Love (Spag Top Dub) Romanthony - Wanderer Revisited (Club Anthem) Kings Of Tomorrow - I Hear My Calling Ram Project - Changes Kerri Chandler - Hallelujah Brenda Braxton - Shattered Love (Metro Mix) New Power Generation - It's Obsession (Thick As Fudge Mix) DJ Duke - Blow Your Whistle (Original Mix) DJ Pierre - Let The Music Take You Higher (Original Yo Yo Mix)
Vier Stücke beinhaltet die neue EP aus dem Hause Suol, die mich persönlich nicht auf voller Länge überzeugen können. Vor allem der stetig in Samplemanier eingsesetzten Vocals auf Daniel Bortz' "The One EP" ist bisweilen ein wenig over the top, cheesy und dementsprechend auch anstrengend. Nicht falsch verstehen: Mehr Gesang auf Houseplatten bitte, dann aber richtige Arrangements zu richtigen Songs, wie damals, back in the days. Ähhh ja, nun gut. Der hypnotische Groove auf "Don't Call" weiß dann aber dennoch zu überzeugen, baut sich mächtig auf, schichtet das basslastig gefilterte Sample immer weiter auf und kokettiert mit einem feudalen Klavierakkord. Hit! Die ganze EP lässt sich in voller Länge bei Soundcloud anhören.
Eine der zwingensten und besten - für viele DER beste - Tracks aus der Feder Kenny Dixon Jr's erhält dieser Tage über das Re-Reissue-Label des Plattenvertriebs Decks eine, ha, Reissue. Cover und B-Seite lassen wir einfach mal außen vor und freuen uns darauf, den Original-Mix endlich auch mal für kleines Geld käuflich erwerben zu kennen.
Im gestern vorgestellten Flux Guest Mix präsentierte KRL bereits erste Exklusivitäten der kommenden Wolf Music EP. Mittlerweile sind weitere Snippets der von Medlar, Greymatter, KRL und Chicago Damn bestrittenen EP erschienen, die auf eine wunderbare weitere Wolf-Maxi schließen lassen: A1. Medler - Terrell A2. Greymatter - Tesla B1. KRL - Chase B2. Chicago Damn - If I Could Bislang lassen sich keinerlei Informationen bezüglich eines digitalen/analogen Veröffentlichungsdatums finden. Forthcoming, aber dalli!
Kein anderer Künstler war zumindest hier im Blog mit einem Mix vertreten wie dieser ominöse KRL. Auch der neue Mix, den der Brite (?) als Appetizer für seinen Auftritt im Flux Club in Leeds angefertigt hat, zeugt von höchster Qualität und einer formidablen Playlist. Slo-mo start, party finish. Download hier, Tracklist nach dem Sprung: BE - The Needs Jimmy Edgar - Be There Larry Heard - Missing You Francis Inferno Orchestra - Meet Me in Salt Lake City KRL - There's Nothin' You Can Teach Me (Forthcoming) Medlar - Terrell (new Wolf EP) Langenberg - Times (Manuel Tur Remix) Manuel Turr - Most of This Moment (Tuff City Kids Remix) Quell - Army of Lover Hunee - Bobo Gerd - Freedom KRL - Chase (new Wolf EP) Tevo Howard - Content Virgo Four - I Have Always Wanted Joy O - Wade In Tevo Howard
Terrence Parker ist eine Legende. Seit zwei Jahrzehnten tourt der Mann als erfolgreicher DJ durch die Welt und versteht es wie kein Zweiter, traditionelle Mixing-Techniken der Hip-Hop und der House-Welt zu vereinigen. Videos auf Youtube und Vimeo erbringen immer wieder den Beweis, dass man auch nach so vielen Jahren im Geschäft stets offen und frisch bleiben kann. Mit seinem obligatorischen Telefon-Kopfhörer ausgestattet (warum sind diese bei DJs eigentlich aus der Mode geraten?) wirkt er zudem wie ein etwas nerdiger, aber dennoch verdammt "cooler" Exot. Als wäre es gestern gewesen ist mir seit jeher dieser Mitschnitt beim alten Kölner Viva House TV in Erinnerung geblieben, bei dem ich Terrence Parker zum ersten Mal in Aktion gesehen habe. Mit bleibenden Eindruck.
Being known as an enigma to the international techno and house scene - releasing two outstanding EPs on his cousin's Omar-S FXHE label - Big Strick is going to drop his trailblazing debut album "Detroit Heat" on his own label 7 Days ENT soon. digitaldisqo got a chance to catch up with Motor City's very own Leonard Strickland... digitaldisqo: People may know you from your EPs on Omar-S’ FXHE label. According to the very little information that can be found about you on the internet - you’re his older cousin. Can you describe what growing up in Detroit was like and how you two got along in the early days? Big Strick: Growing up was cool in Detroit I mean there was always something to do. He and I always got along fine. We spent a lot of time together at our Grandmother‘s house. I would be getting ready to either be on my way to D.J. a party or just go party and he would call me ask “can I come a spend the night“ and he would be up all night working the 1200’s. This was like 1985-86 he was still to young to hit the party with us. Detroit’s decaying industry sector and the mechanization of production seems to be an obligatory attempt at explaining why Techno became so huge in Detroit. Did you relate to those developments at all and do you think that they had an influence on your music as well? Because those points seem to be brought up by the first generation of Detroit producers, while the 2nd and 3rd generation does not seem to talk about them very much. Well, I definitely can relate to the industry decline in the city but Detroit has always been known for it’s unique sound and raw talent so Techno was just another form of the city’s underground talent. My musical influences came from a range of sources from the early Motown sound to Parliament Funkadelic, Cybotron, and my father; he was a jazz man, you should see his collection! As far as the city‘s decline influencing my music I guess in a way it does because I am Detroit that‘s why there is a song on my album called State of Emergency because that’s what my city is in right now to this day. When did you start producing your own tracks? Were you DJing before you got into producing? Man I’ve been doing tracks for over twenty years! Some R'n'B, Hip-Hop but House is something that you never stop working on. I have an archive of old school joints but mostly pre-production work. I’ve been spinning since 1984-85 back then the turntable’s were Technics B-100’s. (laughing) Listening to your EPs on FXHE and your album "Detroit Heat", there are quite a few influences: Techno, Chicago house and a lot of Deep House from the late 80ies, early 90ies era. You have released two DJ mixes as well – both sticking to the years 1989 and 1992. What would you consider as your most important electronic music influences? Yeah, those mixes! (laughing) Those are some old joints but Omar insisted that I put them out so there they went. I have a lot of mixes nowadays I’m working on the website www.detroitundergroundmusic.com , so in the near future they will be some on there as well as some on-line stations. Well at this point and time I would consider my most important influence to be my cousin Omar-S. He has me back feeling the groove and he has some hot shit!!! In the early 1990‘s I started a family, so I had to put my music on hold. But now I’m back and better than ever!! But outside of Omar I would say Africa Bambaataa and Kraftwerk just to name a few. Any influences besides electronic music? My father, my uncles, Bootsy Collins and a host of others. Too many to name. Speaking of your album, which features 14 tracks: Have you recorded it in a specific period or is it a compilation of tracks recorded over a couple of years? I worked on the CD I would say since after the release of the 100% Hustler release. So that os 2 years. The whole album got that deep, dark but also very warm – very analoge - atmosphere. Is it all analogue? Do you use software? Strickly analogue baby!!! I have some computer software but to me it just doesn’t sound the same. Not phatt enough. What hardware do you use? Ancient Chinese secret :) Speaking of producing: You did use any samples, did you? 1 or 2 but that’s about it. “Detroit Heat” will be the first release on your own label "7 days". Any future releases planned yet? Are you going to release your own stuff only or do you consider releasing tracks from other artists too? If so – any new cats we have never heard of? Most definetely I’m going to release some of the CD on vinyl first, then be looking out for the nile to flow from everything from new artist to some more of my long awaited collection. And I promise you - you will not be disappointed. Apart from releasing music on your own label – any other plans on releasing music on other labels? No direct plans, but it depends on what the future holds, who knows? Are there any modern techno or house artists you’re listening to right now? Do you follow the international electronic music ‚scene’? Oh yeah no doubt! I play my man Patrice Scott, who I’ve known for over 25 years, we used to throw gigs together in high school. Theo Parrish, Kyle Hall, Rick Wilhite whom I’ve had the pleasure of knowing for 25 years as well. And a host of others. Oh yeah, much respect to the International scene! I love different vibes that’s what‘s so beautiful about Dance music there’s no true barrier except bullshit music that clog up the air waves that makes it hard for the underground sound to flurrish. Too much commercial bullshit in the game not enough raw uncut, you know? Any chances to see you playing in Europe this year? Hey man it would be my pleasure working on booking so gig’s now. If any promoters are looking to book me, I can be reached at Bigstrick1@yahoo.com. What are your favourite 5 house records of all time? That’s a hard one! If your talking strickly house: 1. Mr. Fingers - Beyond the Clouds 2. Jack Master Funk - Aw Shucks 3. Phuture - Acid Tracks 4. Adonis - No way back 5. John Rocca - Want to be real I just want to thank my creator for giving me the talent and Omar-S for giving me the chance. Thanks, PEACE !!!!
King Britt, legendärer Produzent der ersten Strictly Rhythm-Zeit, Ovum-Labelhead (gemeinsam mit Josh Wink) und Digable-Planets-Mitmusikant beschäftigt sich auf seinem neuen Projekt 'Fhlostom Paradigm' mit den kosmischen Visionen früher und aktueller Science-Fiction-Filme:
Fhloston Paradigm is a project dedicated to the beauty of science fiction soundscapes. This ep is inspired by Blade Runner, Rollerball, The Fifth Element and many others. All sounds and textures created with analog equipment only... Moogs, Korgs and all that good ish!Die EP erscheint exklusiv über gemeinsam mit der Künstlerin Rucyl betriebene (Net-) Label Saturn Never Sleeps und kann für die Kleinigkeit von 4 Dollarn digital erworben werden.
Loleatta Holloway: Die Disco-Diva aus Chicago, die in New York mit den ganz Großen des Genres zusammenarbeitet. Norman Harris, Tom Moulton, Walter Gibbons, Dan Hartman und Shep Pettibone verleihen ihrem unverkennbar prägnanten Sinnesorgan in der Salsoul-Zeit den auditiven Überbau und schaffen Dancefloorklassiker für die Ewigkeit. Hit’n’Run, Relight My Fire, Love Sensation, Run Away, We're getting stronger oder Dreaming sind Meilensteine der New Yorker Disco-Schule und gehören heute zu jeder verlässlichen Auslese der Genrebestimmung oder Compilationbeitrag. Dann ist da die Musikerin, die die Geschichte des Samplings in jedem Lehrbuch mit ihrem Kapitel schmückt. Ob sie erfolgreich gegen die unauthorisierte Verwendung ihrer Stimme auf Black Box’ Ride on Time vorgeht oder sich ihre Karriere (diesmal authorisiert) auf Marky Mark’s Good Vibration zu einem späten Zeitpunkt vergolden lässt. Vor allem aber bleibt die Frau, deren Stimme auf ewig eng mit der Geschichte der House Musik gekoppelt ist, gekoppelt sein wird. Seit jeher finden sich kleine Fetzen, einzelne Worte, Versatzstücke und andere Kleinigkeiten ihrer Hits (häufig in gesprochener, narrativer Weise vorgetragen) auf den House-Tracks dieses Planeten. Geliebt in Chicago, geliebt in Detroit, ebenso in London und Rimini. Loleatta Holloway ist am Montag, den 21. März 2011 im Alter von 64 Jahren verstorben. Rest in peace, Loleatta Holloway.
Neun Minuten wahnwitzige Drumprogrammierung, endlose Breaks, permanent durchjackende Vocalschnipsel, zwischengeschaltete Acapellas und Echoeffekte, banale Shoutouts, dazu die prägnante Bassline. You can't turn around. https://www.discogs.com/release/1608480
Teengirl Fantasy's "Cheaters" war 2010 einzigartig, nahezu unerreicht und vollkommen zurecht im Großteil vieler Bestenlisten hochplatziert wiederzufinden. Dass Remixe eines solchen Großwerks an das Original nicht heranreichen können, versteht sich dann auch schon nahezu von selbst. Wenn es sich aber um welche von John Talabot oder den Beautiful Swimmers handelt, dann gilt es schon mal die Zweifel ad acta zu legen und den Interpretationen Gehör zu verschaffen. So erscheint in den kommenden Tagen auf dem spanischen Imprint Hivern eine wunderschön in grünfliessendes Vinyl gepresste Maxi dieser beiden Remixe, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide entschleunigen das Original mit ähnlichen Vorzeichen und setzen auf kosmische Klangwelten. Talabot entschlackt das Original um die Atmosphäre und versetzt die Grundstimmung vom Herbst in den balearischen Sommer. Mit dubbigen Effekten im Hintergrund und wundervoll arrangierten Vocals weiß er somit schwächere Maxis der vergangenen Monate ein wenig zu vergessen. Die Beautiful Swimmers dagegen führen ihren Klangentwurf weiterhin mit allen Konsequenzen weiter, setzen auf noch mehr Dub, noch mehr Effekte, mehr Atmosphäre, weniger Pathos und ein ein wenig mehr Spaß. Überzeugende Arbeit! (Snippets: Original / John Talabot Remix / Beatutiful Swimmers Remix)
Mister Matthew Kyle, Mann hinter den wunderbaren zurückgenommenen NoRequest-Edits, holt aus aktuellem Anlass eine ältere Arbeit aus dem Archiv uns zollt dem heute verstorbenen Nate Dogg auf würdige Weise Respekt. Rest in peace, Nate!
Vollkommen zurecht sorgt die Kooperations-12" Burials, Four Tets und Thom Yorke von Radiohead gerade allerorten für Entzückung. Die auf 300 Einheiten limitierte wohl einzige Auflage ist derweil natürlich auch schon eine Woche vor eigentlichem Release (21. März) vergriffen. Wie sich das erklären lässt? YouTube-Kommentare vermitteln häufig Volkes Stimme, die manchmal knackig on point garniert ist:
It literally does not get any bigger than these 3. Except maybe if Bono dropped in for a cameo. Where's Bono?Burial, Four Tet & Thom Yorke - Ego: Burial, Four Tet & Thom Yorke - Mirror:
Aufmerksame Leser - noch besser: aufmerksame Kölner - sollten das 123-Rakete-Spiel mittlerweile verinnerlicht haben. Und ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn am Samstag morgen im Subway das Licht aufgeht. In diesem Sinne: Freitag heißt es wieder: Fuck Genres, let's dance!
Big Coast auf der einen Seite, das überragende Solo-Debüt (Review) auf der anderen - 2010 war wahrlich das Jahr das Maxmillion Dunbar. Auch 2011 geht es munter weiter. Zuletzt stach er mit seinem Partner Ari mit einem weiteren überragenden Beats-In-Space-Mix hervor, ein Remix für eine der Übersingles des vergangenen Jahres erscheint in den kommenden Tagen (dazu später mehr) und eine neue eigene EP auf dem eigenen Imprint Future Times ist auch frisch in der Pipeline. Diese galt es jetzt mit einem frischen, überaus meditativen Mix zu feiern. All smashed down to a cassette. Eine halbe Stunde New Age, Meditation, Cosmic, Liebe und Freiheit. So steht es in der Beschreibung, so sieht es auch aus. Download at Soundcloud.
Der Detroiter Vertrieb Fit führt ein Album Big Stricks im Depot, das in den kommenden Wochen auf dessen eigenem Label "7 Days" erscheinen soll. Big Strick ist seines Zeichens der Cousin von Omar-S und nach dessen eigenen Angaben auch dafür verantwortlich, Mister Smith überhaupt hin zur (House) Musik bewegt zu haben. Big Strick hingegen hielt sich als Produzent bislang zurück und veröffentlichte lediglich zwei Maxis auf wiederum seines Cousins Label FXHE.
Debut Album from Big Strick called "Detroit Heat." Strick has previously released some heat on FXHE Records. Here we have thirteen tracks of some original and raw dance music on his own label 7 Days- with contributions from Omar-S, Don Q, and Tony Coates.Wann genau und in welchem Medium die Platte erscheinen soll, darüber finden sich bislang keine Informationen. Kennt man den Vinylfetischismus der Jungs aus der Motor City, so dürfte eine Vinylauflage unabdingbar sein. Wie sollte man denn auch sonst eine Labelgründung standesgemäß zelebrieren? Snippets zum Album finden sich hier drunter oder mit vollständiger Titelangabe auf Big Strick's Website. More to come. https://www.detroitundergroundmusic.com/
Ricanstructed, re-edited, additional playing & productionalism by Ken Loo. Kenny Dope und Louie Vega hatten - eigentlich als Kenlou (und natürlich Masters At Work) bekannt - waren sich anno 2001 wohl sicher, dass sie für ihren Edit/Remix dieses mir unbekannten Tracks keine Lizensierung erhalten und veröffentlichten diese Platte quasi unkreditiert als "Ken Loo". Neben den legendären sechs weiteren Kenlou-EPs bildet "Gone Three Times" den krönenden Abschluss. Don't miss in your collection!
Ähnlich wie heute der Austausch verehrter Detroiter-Künstler, die sich freundschaftlich zu einer Kooperation verabreden, wurde auch in den 90ern die Kooperationswilligkeit verschiedener Großmeister New Yorks genauestens beobachtet. Eines dieser Projekte ist das gemeinsame Kind von Mood II Swing und Little Louie Vega, die es sich mit dem Namen einfach machten und den Filius "Lood" tauften. Gemeinsam mit einer der größten Stimmen der House Musik, Donell Rush, entstand im Januar 1996 die DJ-Hyme "Shout-N-Out", auf der der unmittelbar nach der Veröffentlichung verstorbene Rush, den (damaligen) Großmeistern der Stadt und dem Nachtleben per se Tribut zollt und sich zum Schluß tragisch-vorausblickend äußert: "I'm outta here."
Im letzten Jahr bereits mit einem beeindruckenden Mixtape bei mir ganz oben gechartet, präsentieren Rockafella ab heute jeden Freitag in den kommenden 9 Wochen einen neuen Track bei Bandcamp for free. Den Anfang macht das geradlinige und basslastige "Hustler", dessen Hintergrundpercussion und atmosphärisches Vocallayering euch garantiert beim ersten Hören packt.
ROCKAFELLA (Tobrock & Fella Vaughn) are back with some treats. For the next 9 weeks they will drop one stoopid fresh gem every friday — just like Chris Tucker and Ice Cube used to. Be prepared for Daz Dillinger, Frankndank, T.I., Weezy and Project Pat — amongst others.
Bis auf seine herausragende, knackige Maxi auf Mark E's MERC-Label im vergangenen Jahr weiß man immer noch nicht recht viel über diesen Chicago Damn und wünscht sich doch sehnlichst, dass Mister Damn zügig neue Stücke an den Mann - oder zumindest an den Stream bringt. Gesagt, getan, hat der Brite heute ein neues Stück bei Soundcloud hochgestellt, das überraschenderweise mit dem aktuellen britischen Sound und seinen Verwurzelungen allerorts kokettiert und doch stets dreckig nach vorn einfach nur House ist. "Fresh from the MPC", that's how we like it. Don't we?
Kurzer, aber essentieller Veranstaltungshinweis für das kommende Wochenende: Nach dem gelungenen Umzug ins Subway feiern die Jungs von 123 Rakete diesen Freitag (25/02/2011) jetzt zum zweiten Mal in ihrem neuen Wohnzimmer auf der Aachener Straße. Fuck Genres, let's dance! Weitere Infos gibt es hier oder bei . Wir sehen uns.
Die neue Omar-S. Meine Begeisterung für den Mann aus der Motor City kennt ohnehin keine Grenzen, nun gut. Record Of The Year? Das wird man sehen, das Jahr ist jung, ich würde mich trotzdem schon festlegen wollen. Diese Synths, diese Melodie, die ausgefeilte Drumprogrammierung, die mich in ihrer Komplexität stets an Masters At Work erinnert, damals, als sie noch 'sweet' waren. Coming very soon!
Eine kleine Perle aus dem Henry Street sowohl auch dem Kenny Dope Imperium und zugleich - so fern ich das noch richtig auf dem Schirm habe - meine erste Henry Street Platte überhaupt. Music Man Cologne, back in the days, anno 1996 bei Carsten und Andrea am Chlodwigplatz. Unverwechselbare Drumpatterns, schöne Chords und beim Sampling auf die noch zwingendere Melodie des Sylvester-Originals verzichtet.
Der brandneue Mix von Finland's Finest DJ Anonymous widmet sich dem Thema 'Deep House' seiner originären Ära Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre und überzeugt mit einer vorzüglichen Selection alter Larry Heard, Chez Damier, Pal Joey oder Ronald Burrell-Klassikern. Quality galore! Tracklist /
Im Wirbel um das gelungene zweite Album von Herucles and Love Affair und das famose Closing Theme "It's all right" bitte ich um gleichzeitige Aufmerksamkeit für das unerreichte Original, an dem sich ebenfalls bereits die Pet Shop Boys versucht haben. Verantwortlich dafür zum einen der Sänger Sterling Void, der neben einem gleichbetitelten Album eine handvoll großartiger Maxis auf D.J. International Records hinterlassen hat. Zum anderen Marshall Jefferson, den es nicht mehr vorzustellen braucht (otherwise: do your homework!) und schon gestern Erwähnung fand. 'cause the music plays forever on and on.
Für all die Liebenden und Verlassenen, ein Song von der Vergänglichkeit und doch ein Song von der Liebe. Einer der größten (Anti-) Love-Songs aller (House-) Zeiten. Passend für den Valentinstag. Have a nice one!
Heute abend (09/02/11) im Sixpack: Dip Some von 123 Rakete und meinereiner spielen richtig gute Musik. Sagt zwar jeder, bei uns ist es aber Programm. Versprochen! Step by, grab a drink, have fun! https://www.123rakete.de/blog/123-x-digitaldisqo/
Gang behutsam baut Soulphiction (aka Jackmate) auf "Maybach Swagger" den Groove auf. Holprige Schlepperbeats, bei denen im Laufe der Zeit auf Detaillebene so viel vonstatten geht, die dezente Bassline, die nach einiger Zeit von der säuselnden Erotik der Sängerin Suzana Rozkosny unterstützt wird und am Ende überraschend einer Kinderzimmermelodie weichen muss. Ein Monstrum von einem Track, der da irgendwann in Bälde erscheinen soll. I'll keep you posted.
Frisch aus dem Soundcloud-Universum kommt dieser Track des Kölners DJ Adlb, der, wenn mich nicht alles täuscht, für die kommende Ausgabe des Hi-Hat-Clubs verantwortlich ist. Wem der Mann kein Begriff sein sollte: DJ Adlib ist als Mitglied der Turntablist-Crew Noisy Stylus und des alten Kölner Labels Beatz aus der Bude bekannt. Zwar kommt er insgesamt bislang auf sehr wenige Veröffentlichungen, machte aber bereits früh durch internationale Kollaborationen mit Danny Breaks oder MED auf sich aufmerksam. Boombap from 4711, so haben wir es gern, bitte mehr davon. (wenn es nach myspace geht, scheint der Track schon älter zu sein, aber who cares!) .
Mit Love Hangover inthronisierte sich Diana Ross auf ihrem selbstbetitelten Album anno 1976 abermals erfolgreich als Disco-Diva. Was als pompöse und langsame Streicherballade mit prägnanten, sehr harten Breaks beginnt nimmt eine überraschende Wendung und als chicesquer Disco-Anthem ordentlich Fahrt auf. Love Hangover scheint heute ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein und zählt nicht zu ihren bekanntesten Songs. Mit Sicherheit aber - meiner Meinung nach - ist es ihr bester.
Das lacht das Technoherz. Die amerikanische Collector-Bibel Waxpoetics widmet sich in ihrer aktuellen Ausgabe dem Schwerpunkt Dance und beschäftigt sich vor allem mit dem Themenkomplex Detroit Techno. Weitere Themen umfassen nebenbei erwähnt auch noch Bohannon, Tom Moulton, Wally Badarou, Ron Hardy, Konk, Frankie Crocker, Underground Resistance, The Record Players, Floating Points, Jocelyn Brown, Teena Marie, Sonia Pottinger, Cecile Grier, Edgar Winter, Venus Gang, Walter Steding and the Dragon People, First Choice, Analog Out. Erst einmal schlucken. Das alternative Cover (ich präferiere hier ganz deutlich Juan Atkins!) portätiert den Disco-Maestro Bohannon. Zu empfehlen ist ebenfalls der dazugehörige Blogeintrag auf der Waxpoetics-Seite, die die ausgesuchten Themen mit noch ausgesuchteren Stücken vertont.
Zur Zeit wieder auf Heavy Rotation - deshalb hole ich dieses alte Posting wieder nach oben. Maybe you dig? Nachdem ich vor mehreren Wochen etliche Kartons alter Tapes aus dem Keller geholt habe, griff ich blind in die Kiste und krönte das Tape Nummer 8 aus dem Jahr 2000 zu meinem bevorzugten Badezimmer-Set. Ab damit ins schöne Aiwa-Tapedeck. Im Jahr 2000 war French House irgendwie noch King, van Helden sorgte für letzte Großtaten, Cassius, Bangalter und Falcon sorgten auf Roulé je Halbjahr für Stimmung, auf die Rhythm Masters aus England konnte man sich auch noch blind verlassen. Dazu jede Menge Zeug aus Frankreich eben, Patrick Lindsey mit seinen Disco Breaks und die Crydamoure-12inches nicht zu vergessen. Achja: DJ Sneak war auch noch da. Alles in Allem konnte man sich auf die sogenannten Mongoloids verlassen. Rough, rugged und raw. @ Soundcloud.
Das bereits an dieser Stelle in epischer Länge vorgestellte Projekt "The Very Polish Cut Outs" geht in die zweite Runde. Let the man speak for himself:
This mix is a live recording of Old Spice's performance at the polish nightlife awards called Nocne Marki in december 2010. It contains many unrealesed polish edits done by the man himself. Enjoy!Wie gehabt: Highly recommended! Tracklist /
... und noch ein weiterer Hinweis für kommenden Freitag. Die geschätzten Kollegen von 123 Rakete feiern ihre monatliche Party und vollziehen gleichzeitig ihren Umzug aus dem Studio672 ins benachbarte Subway. Dieses Mal zwar ohne prominente Unterstützung, die die letzte Sause so 'fucking epic' gestalten ließ, nichtdestotrotz: Local DJs are the best DJs. Also: Hin da. I'll be there, will you? UPDATE: Von wegen Resident Night! Niemand Geringeres als Danilo Plessow aka Motor City Drum Ensemble wird am Freitag ebenfalls auf der Party auflegen. Hell yeah! https://www.123rakete.de/blog/123-rakete-all-out-resident-night-2/
Ein kleiner Veranstaltungshinweis für Kurzentschlossene, die für kommenden Freitag in Köln noch nichts geplant haben: Mehrere Künstler aus dem Dunstkreis der Labels Melting Pot Music und ENTBS sowie der Bookingagentur Step Forward treffen sich im berühmten Kölner 'Hole' Stecken und spielen ihre Lieblingsplatten. Mit dabei sind Hulk Hodn, Twit One und Dexter, angeblich sollen aber auch Suff Daddy sowie der Wiener Brenk mit von der Partie sein. Ergo: Der gesamte Hi-Hat-Club ist im Haus. Achja, der alte RAG-Scherge und neue MPM-Act Aphroe gibt sich ebenfalls die Ehre. Der Eintritt ist - ohne Gewähr - frei. Don't Miss.
Das Jahr hat gerade erst begonnen und schon gerät meine selbstauferlegte Maxime, in diesem Jahr weit weniger Disco-Edits zu kaufen, schwer ins Wanken. Grund dafür ist Yam Who?'s wahnwitziger Edit des Love- Unlimited-Klassikers Hi-Steppin' (Hip Dressin' Fella). Danke an 123 Rakete für den Tipp! Get it at Groove Attack.
Mixe des norwegischen Edit-Maestros Todd Terje sind wie von einer anderen Welt. Voller kleiner Details und gleichzeitig großer Gefühle, genauso charmant wie kokett und zudem dankbares Futter für die Tanzhedonisten dieser Welt. So auch der Mitschnitt aus dem Berliner Horst Krzbrg, den Terje am 17. Dezember 2010 bespielt hat. Ganz großes Kino! / via. De:Bug
Kürzlich wiederentdeckt und deshalb wieder aus der Versenkung geholt, weil der ursprüngliche Beitrag im Rahmen des Comebacks weichen musste. Mitte Februar 2009:
Gestern zu Gast beim Kölner Radio Campus: DJ Memyselfandi. Der wiederum hatte den Retrogott und Twit One im Schlepptau. Zusammen spielten die drei ein nettes Set zwischen Madlib, Shafiq, Stacy Epps, KRS-One, De La Soul, Kool Keith, Showbiz & AG und anderen illustren Vertretern der hiesigen Rapszene. Zudem liess sich der Retrogott nicht lange bitten, mitten in der Sendung einen seiner charmanten Freestyles einzulegen. Lange Rede, kurzer Sinn: extrem hörenswert.Auch gute zwei Jahre später kann ich mich für den Mix und die frische Auswahl der Stücke begeistern und freue mich über die feine Auswahl von Shafiq Husayn, Showbiz und Kool Keith. Den Download gibt es immer noch .
Ich lege mich fest. Die irgendwann in diesem Jahr erscheinende, von Rush Hour zusammengestellte Kompilation älterer, teils unveröffentlichter Romanthony-Tracks wird das Album des Jahres. Da hege ich keine Zweifel.
Rush Hour bow to no one when it comes to dance music reissues, and their 2011 schedule is as mouthwatering as we’ve come to expect. The main even from our point of view is a planned anthology of Romanthony‘s work. For the past decade the US vocalist and producer has been best known for his contributions to more commercial-leaning house productions, but Rush Hour’s set will naturally focus on his earlier, grittier work, ranging from hits like ‘The Wanderer’ to more obscure cuts lovingly sourced by Macdonald from the vaults and lesser-known vinyl releases. “I started browsing Romanthony’s catalogue and came across all these private pressings that he made, and there was a lot of stuff that wasn’t released under the Romanthony name but was really good, and because he pressed them up himself they always stayed under the radar.”via. FACT.
Dem Einen oder Anderen wird Marcellus Pittman bereits als Mitglied des 3-Chairs-Kollektivs um Kenny Dixon Jr., Rick Wilhite und Theo Parrish über den Weg gelaufen sein. Mit EPs auf seinem eigenen Label Unirhythm oder Fit, ebenso auf Rick Wilhites Vibes-Compilation war er meiner Meinung nach seinen Kollegen aus der Motor City im Jahre 2010 sogar einen Hauch voraus. 2011 geht es munter weiter, hochkarätiges Material wartet in den nächsten Wochen bereits auf eine Veröffentlichung. Auf der "Eastside Story EP", die Mitte April auf Seventh Sign Recordings erscheint, trifft introvertierter Deep House auf druckvolle Chicago-Acid-Wellen und wird mit einem zurückgelehnten Korg-Laidback-Entwurf zum Schluss abgerundet. Der Mann beherrscht irgendwie alles. Coming soon to Groove Attack.
Zwei Monate nach dem wunderbaren Ruff Jamz-Podcast präsentiert sich der mysteriöse KRL auf seinem Fill Yer Boots Guest Mix weiterhin bester Laune. 75 Minuten feinster House Musik zwischen allen Stühlen, egal ob Detroit, Chicago, New Jersey, Berlin, Stuttgart, London oder Manchester. Tracklist /
In der aktuellen Ausgabe von Tim Sweeney's Beats In Space-Sendung schnackt der House-Produzent der Stunde, John Roberts, über seinen Umzug von New York nach Berlin, aktuelle Remix-Arbeiten für Ellen Alien, Agoria, Superpitcher und Motor City Drum Ensemble und wirft zudem ein wunderbares Set voller unveröffentlicher Stücke vom Stapel.
Tracklist: John Roberts - Navy Blue John Roberts - Ever or Not John Roberts - Unreleased John Roberts - Unreleased John Roberts - Glass Eights John Roberts - Went John Roberts - Hesitate John Roberts - Unreleased John Roberts - Dedicated John Roberts - Blame John Roberts - Promise John Roberts - UnreleasedBeats in Space /
Was waren das eigentlich noch für Zeiten Mitte der 90er, als sich hinter jedem US/UK-Majorlabel-Act gleich noch ein monströser 'Dance Mix' verbarg, der es wirklich in sich hatte. Egal ob David Morales für Jamiroquai und Mariah Carey sowie Mousse T. für Simply Red oder Quincy Jones. Und und und. Good times!
Ich wundere mich, dass ich in den vergangenen Jahren, als diese balerarischen, kosmischen, oder einfach nur diskoiden Tracks sowie das große House-Revival so angesagt war, kein einziges Mal Djaimin's "Hindu Lover" zu hören bekommen habe. Mit seinen tropischen Pianos am Anfang, den indischen, den bleepigen Samples und dem überraschend einsetzenden Vocals hat dieses schöne Stück Housemusik aus dem Jahre 1996 heute noch Potential für die Peaktime. "Massive" sagt man dazu in England. Neben dem wunderbaren (unten angefügten Zanz MIX) empfehle ich noch den noch zwingenderen, weil druckvolleren "Unreleased Mix", den es auf folgender Compilation zu beziehen gibt.
2010
94 BeiträgeHouse Music All Night Long. Eine Stunde lang zwischen aktuellen Favorites von Theo Parrish, Sound Stream und KRL, Klassikern von Whirlpool Productions, Glenn Underground und Kenlou und erlesenen Stücken vergangener Jahre wie DJ Sprinkles und Tevo Howard. Enjoy! Tracklist und bei Soundcloud.
Pünktlich zu Silvester erfolgt der Hinweis auf die obligatorischen Jahrescharts, die auch an dieser Stelle natürlich nicht fehlen dürfen. Gemeinsam mit meinen Kollegen rund um HHV (Julian Brimmers, Davy Dave, Regine Pfaff, Julian Gupta und Florian Aigner) haben wir eine Liste von 100 Tracks erstellt, die unserer Meinung nach zu den wichtigsten, einflussreichsten und ja, eben besten des gesamten Kalenderjahres gehörten. Insgesamt gesehen, folgt man dem Gefühl, war das Jahr weder herausragend gut noch in irgendeiner Weise schlecht. Aber auch nicht mehr. Anregungen, Kritik oder Lob wirklich sehr erwünscht! Plätze 100 - 76 / 75 - 51 / 50 -26 / 25 -1
Für all diejenigen, die sich wünschen, Großmeister Theo Parrish würde (natürlich neben seinen anderen, 'deepen' Sachen) mal wieder etwas knackiger, düsterer und punktgenau für die Tanzfläche produzieren: 2011 kündigt sich als großartiges Jahr an. Mitte Januar erscheint auf NDATL Muzik eine formidable EP (Snippets hier), zu deren vier beispielhaften Stücken (unter anderem von Kai Alcé und Loosefingers = Larry Heard) sich eben jener zwingender Track des Hohepriesters aus der Motor City gesellt. Meine Damen und Herren: "Voice Echoes in the Dark"
Get well soon, Paul Johnson!
Und noch einmal Weihnachten. Wer sich noch an den genauso überragenden wie amüsanten ersten Teil der Godly Grooves erinnern kann, für den präsentieren Chefdigger DJ Scientist & DJ Arok in den kommenden Tagen den langersehnten zweiten Teil.
Mit dem zweiten Teil von Godly Grooves findet einer der unglaublichsten und bizzarsten Rare Groove Mixe seine würdige Fortsetzung. Auch wenn der Überraschungseffekt aus dem schnell vergriffenen Teil 1 nicht mehr wirkt, kann hier nochmals musikalisch und textlich aufgetrumpf werden. Die Bandbreite reicht von obskuren, funkigen Songs mit christlichen Texten, über fusionartige Jazzrocktitel bishin zu psychedelischem Rock, allesamt eingespielt von unbekannten Bands aus Deutschland und Österreich, meist releast auf kleinen Privatlabels in den 70ern. Mag dem ein oder anderen jetzt zu "nerdy" klingen, ist aber mit Sicherheit DAS perfekte Weihnachtsgeschenk für die, die schon zu "Funkvergnügen" oder "German Funk Fieber" feiern konnten. Zudem haben die beiden Macher DJ Scientist und Arok ein hohes Preisgeld ausgesetzt: 500 Euro (!!) winken demjenigen, der als erster eine komplette Trackliste mitsamt Interpreten, Titelnamen und den zugehörigen LPs oder Singles mit Katalognummern schicken kann! Limited Edition 200 copies only!Snippets dieser aberwahnsinnigen deutschen Rare Grooves gibt es im folgenden youtube-Channel, der limitierte physische Tonträger lässt sich bei HHV bestellen.
Christmas Time is here! Im letzten Jahr sorgte The Revenge mit seiner Interpretation von Chris Rea's "Driving Home For Christmas" schon für mancherlei Entzückung, in diesem Jahr setzt Mathew Kyle mit seiner Version von Whams allseits bekannten Quälgeist "Last Christmas" noch einen drauf. Natürlich äußerst cheesy, aber dennoch erfrischend amüsant. Mehr Infos etc. bei Soundcloud.
Die guten Fellas von 123 Rakete feiern am Freitag, den 17.12.10 im Kölner Studio 672 ihr zweijähriges Partyjubiläum und haben sich zur Feier des besonderen Anlasses den unglaublichen Skratch Bastid eingeladen!
Damit es auch bei der Zweijahresfeier wieder angemessen zur Sache geht, haben wir mit Skratch Bastid, Kanadas Go-To-Guy in Sachen Block Party Wildstyle, ein weiteres Schwergewicht der internationalen Club-Landschaft zu 123 Rakete eingeladen. Skratch Bastid wird inzwischen weltweit für seinen Stil und seine Vielseitigkeit im Umgang mit Hiphop, Funk, Disco, Rock, Clubsounds und so ziemlich jedem anderen Genre, das die Massen zum Tanzen bringt, gefeiert und bringt neben seinem Talent für die perfekte musikalische Auswahl ausserdem eine ausgemachte Fingerfertigkeit an den Plattenspielern mit, was er bereits in jungen Jahren bei DJ-Wettbewerben wie der ITF, DMC oder dem Scribble Jam unter Beweis stellte. Der Zeit ist Skratch Bastid als Headlining DJ und Jurymitglied für die Red Bull Thre3style Tour unterwegs, die in diversen Städten weltweit die besten Party DJs küren. Alles in Allem ein Gast wie gemacht für das Team 123 Rakete, welches Skratch Bastid selbstverständlich mit Dip Some, Starv Vader und Turbopascal in kompletter Besetzung supporten wird.Be there, be square, . F*ck Genres, Let's Dance!
Diese Bassline, die hysterische Meute im Hintergrund, die ausgeklüngelte Percussion, der endlos lange Groove und das verspielte Saxophon? Und das alles anno 1989. Wo wäre ein Moodymann heute ohne Lil Louis? Do your homework.
Nach den überragenden ersten drei Cottam-EPs folgt eine erhabene vierte, bei der vor allem der Track auf der B-Seite zu überzeugen weiß. Der Edit von Plantslife's "Luv 4 The World" zieht sich durch endlose 1Bar-Loops, die einen im ersten Moment nerven und denen man sich doch nicht entziehen kann. In Cottam-Manier wird langsam die Percussion aufgeschichtet, der Loop ausgespielt und die volle Wirkung des Grooves entfaltet. Get it at Groove Attack.
Zeitgleich mit der Veröffentlichung seiner neuen EP (hier bereits kurz erwähnt), feiert Wolf Music mit seinem neuen Podcast Premiere. Viele erlesene, erhabene Disco-Edits von Francis Inferno Orchestra, Ooft!, Erdbeerschnitzel, Deep Space Orchestra und Tornado Wallace markieren die hohe Qualität, die Wolf Music seit der Katalognummer eins an den Tag legt und die uns wohl auch in Zukunft erwartet. Tracklist /
Morgen erscheint das neue HHV-Magazin, für das ich als freier Autor tätig bin. Wer also daran interessiert ist, was ich zu neuen und alten Platten von Apparat, Full Crate & FS Green, Danny Krivit, Flying Lotus, DJ Nate, Rick Wilhite, Maxmillion Dunbar, John Roberts, Sylvia Striplin oder Gold Panda zu sagen habe , der blättere durch die digitale Ausgabe (Am besten: Vollbild) oder noch besser: der bestelle sich eines der feinen Hefte kostenfrei bei hhv.de. Darüber hinaus sind noch weitere großartige Geschichten über John Roberts, Maxmillion Dunbar, Gangrene, Ice Cube, die Beatszene in Russland sowie Krautrock ans Herz zu legen. Get it!
Im Rahmen einer kleinen Adventsaktion, die die Generation Tapedeck momentan veranstaltet, haben Twit One und Lazy Jones, die gemeinsam als Flat Pocket ihr Unwesen treiben, ein wunderbares Soul-Mixtape (gedacht für gewisse Stunden, wenn man dem Titel Fick Soul Glauben schenken darf) aufgenommen. Eine exklusive Retrogott und Planet Asia-Kollaboration gibts obendrauf auch noch dazu. Get it! Tracklist /
Traditionell sparen sich Produzenten ihre Hits für die Jahresmitte auf, in diesem Fall kommt eine wahre Deep-House-Bombe mit englischem Einschlag, südafrikanischen Remix und der Stimme Chicago's ganz dezent zum Jahresende und ebnet sich gepflegt ihren Platz in den Jahrescharts (in meinen!). Ab dem 10. Dezember auch als Vinyl erhältlich. Ladies & Gentlemen, Atjazz - Love Someone (feat. Robert Owens) (G. Family Remix):
Es war ein kleines, ein schmuckes, ein intimes Konzert, das Bobby Conn mit seiner Band "The Burglars" im Kölner King Georg zum Besten gab und grandios mit einer akustischen Version von "Never Get Ahead" zum Abschluss brachte. Thank You, Bobby!
Der mysteriöse KRL, der in den vergangenen Monaten durch den einen oder anderen Track jede Menge Aufmerksamkeit erlangt hat, spannt in seinem aktuellen Podcast für Ruff Jamz einen Bogen um aktuelle Hits (Mark E, Azari & Ill, Jayson Brothers), unerwartete Stücke (Onra, Plastikman, Mike Slott) und sehnlicht erwartete eigene Produktionen. Großartig, das Ganze! Hier gibt es die Tracklist, den direkten Download.
Eine ganz besondere Überraschung hat man sich im Hause Innervisions zur Hochzeit von Labelchef Dixon ausgedacht: Âme und Henrik Schwarz gingen zusammen ins Studio, nahmen sich Modern Talkings Quälgeist "Cheri Cheri Lady" und pressten das Ergebnis auf eine limitierte Picture Disc, die ein Foto des jungen Paares anno 1996 aus der italienischen Vogue ziert. Die Erlöse des Vinyls werden zudem einem guten Zweck gespendet. Get it at Groove Attack & listen to your heart!
Es vergehen nur noch wenige Tage, dann ist endlich der unvergleichliche Rock-Crooner Bobby Conn mal wieder nach sehr langer Zeit in der Domstadt um die Wiederveröffentlichung seines Klassikeralbums »Rise Up!« zu zelebrieren und natürlich auch wieder unter die Leute zu bringen. Dieses Mal verschlägt es ihn in das gemütliche King Georg, der Beginn ist auf 21.00 Uhr angesetzt und soll auch wirklich pünktlich von statten gehen. Ein Vorverkauf besteht nicht!
Der geborene Entertainer Bobby Conn bringt sein Erfolgsalbum Rise UP! (1998, Thrill Jockey, das nun wieder als Re-Release auf Fire Records erscheint) wieder auf die Bühnen der Welt! Und die Bühne ist genau der richtige Ort für die Musik des Showmans, der seit Mitte der 90er nicht nur die Chicagoer Szene unsicher macht und mit seinem eklektischen Musikgeschmack zwischen Suicide und Barbara Streisand, The Sweet und Stravinsky. Aber hinter der schrulligen, schrill-provokanten Fassade steht ein wacher und politisch denkender Geist: In seinen Texten hinterfragt er die Lebensrealitäten seiner Landsleute, stellte schon vor 15 Jahren das Leben auf Kredit in Frage und bizarre bzw. auch für andere bedrohliche Auffassungen der christlichen Rechten. Mit dabei auf seinem Weg ist seit Jahren seine mindestens ebenso talentierte Lebensgefährtin, die Violinistin Monica Boubou. Für seine aktuelle Tourband The Burglars hat er sich einige der besten Musiker der Chicagoer Szene ausgeliehen, u.a. Schlagzeuger Josh Johannpeter von Lazer Crystal / Mahjongg.
Mein Favorite-Artist aus dem Brainfeeder-Camp aus Los Angeles heißt zweifelsohne Daedelus. Sehr gefreut habe ich mich daher über seinen aktuellen Beitrag für Into The Woods.TV, in dem er seine Kunstfertigkeit an gleich zwei Monome-Controllern demonstriert und zum Schluß ein J Dilla-Tribute abfeuert. Die MP3 der Session gibt es obendrauf als . via. nutriot.
Nach den genauso erfolgreichen wie amüsanten »plus minus acht« und »Disko Ramallah«, in denen Hans Nieswandt charmante Anekdoten seines DJ-Lebens preisgab, veröffentlicht er heute bei Kiepenheuer & Witsch seinen nunmehr dritten, »DJ Dionysos«-betitelten DJ Roman.
Verstärkt merkt Hans Nieswandt bei seinen Auftritten, wie viel sich in den Clubs verändert – und das nicht zum Vorteil. Vor allem jüngere Kollegen frönen den federleichten Files auf Laptops und vernachlässigen den Zauber des heiligen Vinyls … Bei all diesen Zwischenfällen, bizarren Begegnungen, kulturellen Kuriositäten und skurrilen Abenteuern, die er sich so nie hätte ausdenken können, bleibt kaum Zeit zum Schreiben seines Romans – doch Hans Nieswandt gibt nicht auf, und für ein paar Kapitel reicht es glücklicherweise …Wie Thomas Meinecke schon anmerkte: »My man Hans Nieswandt!« Ich freue mich drauf!
Ein wirklich gelungenes, sehr zurückgenommes Mixtape, das für die spätherbstlichen, frühwinterlichen Stunden wie geschaffen zu sein scheint (siehe Titel, ha!), kommt von einem gewissen DJ Mawdee und trumpft auf mit einer vielsagenden Tracklist. Dilla, RZA, Mike Slott, Dibiase, Suff Daddy, Onra, James Pants, Minnie Riperton und und und. Alle sind sie mit dabei. / FULL TRACKLIST
"Cologne Contemporaries" ist ein Zusammenschluss von elf jungen Galerien und zwei Projekträumen für zeitgenössische Kunst in Köln, die in den letzten 5 Jahren ihre Ausstellungsräume in Köln eröffnet haben. "CC" veranstaltet dieses Jahr erneut einen Rundgang durch die jungen Galerien und Ausstellungsräume Kölns. Parallel dazu erscheint eine Publikation, in der sich ausgesuchte künstlerische Positionen jeder Galerie großformatig präsentieren. Sie enthält außerdem Gastbeiträge von Galerien aus den benachbarten Benelux-Staaten. Neben den illustren Gelerieschauen, netten Leuten, wunderbaren Locations und vielen Get-Togethern findet im Anschluss an die freitagliche Werkschau eine kleine Party im Kölner Hallmackenreuther statt, auf der ich auflegen werde, und zu der alle sehr herzlich eingeladen sind! Step by, say hello, grab a drink, dance your ass off, meet nice people! Alle hinkommen!
Freitag, 19. November 2010, ab 23.00 h - open end Party in der Musikbar Hallmackenreuther Brüsseler Platz 9
Eine Platte, mit der sich ein schönes, allerdings auch anstrengendes Wochenende ausklingen lässt? Ich empfehle DJ Cam's epochalen Eigenremix von 'Twilight Zone'. Diese staubigen, gewaltigen Drums, mönstrose Streicher sowie klaustrophobische Vocals und Scratches kratzen an der Schnittstelle von Hip- und Trip-Hop, transportieren gleichzeitig rohe Gewalt und zarten Sanftmut. Ähhh, ja. Get it cheap at Discogs!
Omar-S, mein Favorite aus Detroit, der schon häufiger an dieser Stelle seinen Platz fand, zelebriert auf seinem neuesten Machwerk "Da Teys" das perkussivste Trackmonster seit "What a Senstation" und bringt im Mittelteil das Attribut "Deep" auf ein wahrlich neues Level. Unberechenbar, wie man das aus (zum Glück) Detroit gewohnt ist, packt er die 15-Jahre alte Roy Davis Jr.-Hommage an Stevie Wonder auf die B-Seite und sorgt auch noch anno 2010 für Entzückung. Get it at Groove Attack!
Beim Lesen des großartigen Interviews, das mein HHV-Kollege Florian Aigner mit dem House-Produzenten der Stunde, John Roberts, geführt hat, bin ich auf eine weitere, mir unbekannte Perle aus dem Hause Dance Mania gestoßen (worden). DJ Tone's "Breathe Again" ist dermaßen analog, verspielt, hundsfunky und uplifting und mit seiner Abdriftung zu R&B auch noch ungemein frech, dass man es einfach lieben und zugleich in seine Discogs-Wantlist aufnehmen muss. Auch schön, ein paar Katalognummern weiter, mit dem selben Sample und etwas mehr Volumen: Dee Jay Nephew's "Na Na Na".
Ganz frisch in meinem Maileingang: Die Ankündigung einer neuen 7" von Tobrock auf Melting Pot Music. Tobrock wer? Den Mann habe ich bereits auf dem Rockafella-Mixtape schwer gefeiert, darüber hinaus war sein Beitrag zur Puzzles-Compilation der stärkste von allen. Im Hause Melting Pot, halte ich mal fest, ist er momentan mein Favorite-Producer. Wir werden noch häufiger von ihm hören, da lege ich mich fest, das weiß ich sogar sicher. Ab dem 19.11.10 im Record Store deiner Wahl.
An dieser Stelle möchte ich auf die aktuelle, äußerst gelungene neue Ausgabe des Groove Magazins hinweisen. Neben der sehr gelungenen Titelgeschichte um Brian Eno und dem Feature zu Mark E, bildet vor allem das aufregende und ausführliche Interview mit DJ Harvey das Prunkstück der Ausgabe. Jenes kann auch auf der Website des Autors Finn Johannsen in Originalsprache nachgelesen werden. Lesen, lesen, lesen!
Mit Maxis auf Real Soon, Retreat und Delusions of Grandeur ist Matthias Reiling als Teil des Hamburger Duos Session Victim bereits positiv in Erscheinung getreten. Auf seinem Albumdebüt »Das Gespenst von Altona« legt er eine Schippe drauf, widmet sich auf der A-Seite einem mittlerweile verlorengegangen, zusammengecutteten MPC-House und schüttelt mir nichts, dir nichts auf der B-Seite lupenreinen New Yorker-Boombap aus der Hüfte. Oma Lieselotte, der er diese Platte widmet, wird stolz auf ihn sein. Für mich eine der Platten des Jahres, die an den frühen Pépé Bradock erinnert, als der zum Beispiel zusammen mit Ark als Trankilou sein Unwesen trieb. (Hier passt der Vergleich in Anbetracht des gleich kommenden Clips besser...)
Lange, lange hat es gedauert, doch jetzt bin ich nun endlich wieder in Besitz einer pyhsischen Kopie einer der - meiner Meinung nach - wichtigsten 12inches der 90er-Jahre. Masters At Work auf dem Höhepunkt ihrer Schaffensphase. Noch besser allerdings erklärt es Klaus151 bei Discogs:
This is Masters At Work at their absolute peak of being creative and playful! "The Bounce" unveils layers of layers of extremely clever drumprogramming with a unmatched perfection of the finest details and arrangement. On top of it all an instrument or somehow modulated vocal adds the last spice to set the underground party on fire! A luminous example of how to create wild dancefloor appeal, experiment at the same time and making it all work. One of the big club records of 1995 which again, like many other great releases from this era, could be played in both a House or Techno context. "Gimme Groove" is a bittersweet lullaby'ish disco groove which is a fitting contrast to "The Bounce". Again MAW delievers something special and of it's own nature. Even thought it's slightly more traditional it catches you straight away and drags you into that special atmosphere that you never want to end.Dem mag man wirklich nichts hinzuzufügen. Kenlou - The Bounce: Kenlou - Gimme Groove:
Der Song ist schon über ein Jahr alt, das Video zu "Trust Me" allerdings brandneu. Mike Skinner bringt sich visuell und soundtechnisch auf ein neues Level, kehrt auch ein wenig zu den Wurzeln seines ersten Albums zurück und lässt es ungeheuer funky und uptempo zugehen. Glaubt man dem Zähler auf seiner Website dauert es noch ziemlich genau 100 Tage bis zur Veröffentlichung eines neuen "The Streets"-Albums. Bis dahin: Play the Playlist!
Zum mittlerweile dritten Mal veranstalten der Fuchs & der Hase im Kölner Päff einen gemütlichen Indie-Sit-In und legen eine ganze Menge Wert auf "Musik, Petting, Liebe, kaltes Kölsch und you… und das im Päff in Köln…am vierten Donnertsag jeden Monats!". Der Hinweis auf die heutige Veranstaltung mag etwas kurzgefriffen sein, dennoch sollte man sie sich zumindest schon mal für den November vormerken sowie am heutigen Tage kurzfristig aufschlagen. Für heute gilt:
Freunde der besten Musik der Welt. Die Jahreszeit des vermehrten Wildwechsels ist angebrochen und somit empfehlen Euch Fuchs & Hase dringend das Auto stehen zu lassen und stattdessen am Donnesrtag ab 21:00 Uhr dem Forsthaus Päff einen Besuch abzustatten, um bei 1-20 Kölsch und mehr den Klängen von Wald und Wiesen zu lauschen. Wir freuen uns auf Euch!gehts zu Facebook-Fanpage, hier gehts zum Päff. Und hier gehts zu Designerdeutsch, verantwortlich für die adretten Flyer.
Den euphorischen Plattenbeschreibungen bei Hardwax begegnet man zumeist mit einem Schmunzeln, in manchen Fällen darf man ihnen gewissenhaft zustimmen. Eine neue Soundstream ist erschienen: "Anthem Alert!" Soundstream 05 Snippets: All Night / Tease Me / Deeper Love: Get it here.
Einer meiner Top5-Hip-Hop-Beats of all Time, Instrumental des legendären Freestyles von Big L und Jay-Z anno 1995 und irgendwie auch Erkennungszeichen der Stretch & Bobbito-Radioshow, die momentan im zwanzigjährigen Jubiläum überall völlig zurecht für Furore sorgt. Keep it Real!
So sehr ich dieses 80er-Boogie-Revival der letzten Jahre befürworte und mich über die vielen superben Produktionen freue - häufig fehlt mir der gewisse Ghetto-Faktor, die düstere Note, die 'hard-hittin' Drums. Armand van Helden's "Break Da 80s" hingegen, entnommen aus seiner vielleicht wichtigsten EP der 90er Jahre auf Strictly Rhythm, ist nicht wirklich dem 'Boogie' zuzurechnen, widmet sich den 80ern dennoch auf seine unverkennbar eigene Weise, sampelt Tyrone Brunson, Afrika Bambaata, sowie Slick Rick & Doug E. Fresh und verliert auch sechzehn Jahre später nichts an Aktualität. Okay Party People in the House, House, House!
Ein Track, der es mir aktuell besonders angetan hat (seitdem sich ihn gestern hier gehört habe), ist "Without You" von Nicholas auf dem neuen Berliner Disco-Edit-Label Dikso. Nicholas arbeitet sich über den gechoppten Gitarrenriff des fabulösen Originals langsam ins Hauptsample, bringt die Stimmung auf den Höhepunkt, setzt in der Mitte zum Dub an und beginnt das Spiel noch einmal von vorne. Hit, Hit, Hit, und was für ein schöner Disco-Love-Song dazu. https://dikso.blogspot.com
Eine weitere feiste Veranstaltung, die in wenigen Tagen in Köln von statten geht, ist die Releaseparty zum mittlerweile fünften Teil der Hi-Hat-Club-Reihe, die dieses mal von den beiden Amsterdamern Full Crate und FS Green bestritten wird. Beide geben sich mit exklusiven DJ-Sets die Ehre, das weitere Rahmenprogramm wird von bekannten, sympathischen Gesichtern aus dem Dunstkreis der MPM-Familie bestritten:
Line-up: Live: FULGEANCE (Musique Large, Paris) SUFF DADDY (MPM, Berlin) DJs: FULL CRATE & FS GREEN (MPM, Amsterdam) C:NOTE (FEX, Cologne) & RETROGOTT (ENTBS, Cologne) Hi-Hat Club photo exhibition by ROBERT WINTER Hi-Hat Club & MPM Merch (Records, CDs, T-Shirts)Be there, be square
Trickski can't do wrong. Die Jungs, die mit "Pill Collins" einen der gelungensten Tracks des laufenden Kalenderjahres abgeliefert haben, präsentieren just bei Soundcloud einen neuen DJ Mix mit aktuellen Favorites, eigenen Tracks und anderen Goodies.
Here is a little dj mix we just did feat. the revenge, mark owen, trickski, some disco edits, kris wadsworth, derrick carter and a few more. We hope you like it.We do.
Madlibs "Jeden-Monat-eine-CD-Serie" Medicine Show hat mich dieses Jahr (bis auf den grandiosen fünften Teil, der Madlibs früheres Schaffen/Werk in den Fokus rückt) so ziemlich kalt gelassen. Die Oktoberausgabe "Black Soul" allerdings, hat es in sich und lockt mit "an 80-minute disco mixtape by Madlib". Obskur, funky, düster, dusty, ach, ich verspreche mir sehr viel davon! Coming very soon, watch your local record dealer! Einen kleinen Teaser hat Madlibs Mutterlabel Stones Throw bereits bei youtube zur Verfügung gestellt:
Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Danilo Plessow's Projekt Motor City Drum Ensemble (der sehr beliebten Raw Cuts-Reihe konnte ich nie viel abgewinnen) habe ich nach einigen Bombentracks wie "The Game" oder dem Remix für DJ Sprinkel's "Grand Central" habe ich mich zum Teil eines Besseren belehren lassen und freue mich auch zugegebenermaßen sehr, das German-House-Wunder in der Domstadt begrüßen zu dürfen. Am Freitag, den 22. Okotober steigt die Sause im Kölner Gloria, beginnt gegen 23 Uhr und kostet 8 Euro. Klassischer, vielleicht gar klassizistischer House dürfte auf die geneigten Hörer zukommen. Alle relevanten Infos gibt es in der . DJ Sprinkles- Grand Central Part I (Deep Into The Bowel Of House) (MCDE Bassline Dub): Jayson Brothers - The Game:
Die sympathischen Jungs hinter 123 Rakete haben jüngst ihren Blog einem Relaunch unterzogen (daran sollten sich viele Blogspotter ein Beispiel nehmen!) und feiern die Sache zeitgleich mit einem neuen, herrlichen Discomix, den es bei hier bei Soundcloud zum Download gibt. Wer übrigens morgen abend in Köln (15/10/10) noch nichts vor hat, der sollte die Rakete-Party im Studio 672 aufsuchen, niemand Geringeres als Paris's Finest Arthur King ist dort zu Gast. (alle Infos hier und bei )
Im Zuge der großen Ghetto-House-Euphorie der vergangenen Wochen ist mir wieder das Parris Mitchell Project ins Gedächtnis gerufen (worden), ohne das Daft Punk's Teachers nie möglich gewesen wäre. In diesem Sinne einen Gruß an all jenen Motherfucker vergangener Tage, hell yeah!
Neben den kommerziellen Veröffentlichungen, die sich zur Aufgabe gemacht haben, vergangenene polnische Funk-, Disco- und Bluesperlen national wie auch international wieder ins Gedächtnis zurückzurufen bzw. einer breiteren Hörerschaft näherzubringen (zu denken gilt es hier vor allem an die Polish-Funk-Serie), tummeln sich in den unendlichen Weiten des World Wide Webs natürlich etliche weitere Enthusiasten, die ihre Mixe, Compilations oder Edits an den Mann (/Frau) bringen möchten. Gerade in der jüngeren Zeit ist zu beobachten, dass sich hier eine kleine Szene hearausgebildet hat, die im Eiltempo eine Veröffentlichung nach der anderen vorantreibt. Wie das so ist, sind nicht alle unbedingt erwähnenswert, bei vielen wiederum gilt es genauer hinzusehen: Zu empfehlen wären hier zum Beispiel die "Polish Disco Vol. 1"-Compilation, die die beiden Discobrüder Osses und Funkoff zusammengestellt haben und die einige bekannte Künstler, Coverversionen und Instrumentalcuts polnischer Disco-Schule zwischen 1970 und 1980 zusammenbringt. Einen anderen Ansatz verfolgt der Warschauer DJ . Seine Mixe (zu beziehen bei Soundcloud) sind wunderbare Qeurschnitte polnischer Rock-, Pop-, Blues-, Soul- & Disco-Musik (& Breaks), dramaturgisch künstlerisch wertvoll arrangiert, angereichert mit Skits aus der polnischen Filmwelt der selbigen Zeit und sekündlich mit einer breiten Tracklist dokumentiert. Ganz frisch scheint sich auch eine hiesige Edit-Szene herausgebildet zu haben, die ihre Tracks via. Soundcloud vertreibt und zunehmend sogar auf Vinyl unters Volk bringt. Viele dieser Edits haben jetzt die Protagonisten Zambon & Pnk.Discorp in einem gelungen-funky Mix namens The Very Polish Cut Outs zusammengestellt und bieten diesen bei Soundcloud zum an. Weitere Mixe und Neuigkeiten können darüber hinaus in Zukunft über ihren Blog sowie verfolgt werden. Lange Rede, kurzer Sinn, highly recommended!
Am kommenden Sonntag findet im Kölner Clubbahnhof Ehrenfeld die Plattenbörse "Diggin' Vinyl - Cologne Record Fair" statt. Diese Schallplattenbörse hebt sich bewusst von Plattenbörsen traditioneller Art und Weise ab, zielt ähnlich wie die Kuchenplatte auf ein jüngeres und hipperes Publikum und präsentiert nebenher eine integrierte feine Ausstellung des (Musik-) Fotografen Fabian Stürtz.
Durch vielerlei Details haben Plattenbörsen, auch wenn sie noch immer regelmäßig stattfinden, an Popularität eingebüßt. Von wenig ansprechender Werbe-Präsentation, über eine rückläufige Zahl an Verkäufern, zeitweise deutlich zu hohen Eintrittskosten, unhippen Locations bis zu einem oft arg auf alteingesessene Musikstile festgelegten Angebot reichen dabei die Gründe. Wer auf einer normalen deutschen Börse nach Northern Soul- oder Deep Funk-Singles sucht, steht auf verlorenem Posten. Wer hofft, dort ein fehlendes Moloko-Album aufzutreiben, geht höchstwahrscheinlich mit leeren Händen nach Hause. Unter Roots Reggae steht selten mehr als Peter Tosh, Bob Marley und Jimmy Cliff. Jenseits des Rock wird es meist dünn. Das hat Börsen-Erfahrungen für einige Vinyl-Käufer zu einer wenig nutzbringenden Angelegeheit gemacht. So bleiben selbige diesen Veranstaltungen mittlerweile zumeist fern, um weder Geld noch Zeit zu verschwenden. Uns interessiert die Frage: was passiert, wenn man all diese Punkte behebt? Also eine angesagte Top Venue, professionelle, kreative, moderne und ansprechende Werbung, niedrigen Eintritt und faire Standgebühren, sowie ein Angebot das von Electronic über Krautrock bis Northern Soul, Dubstep, Indierock, Jazz, Wave, Deep Funk bis Klassik und noch weiter reicht.Weitere Informationen erhält man über den oder die . Be There!
Ein gewisser Chicago Damn, das neueste Signing auf Mark E's MERC-Label (vielleicht steckt Mark E auch selbst dahinter), präsentiert dieser Tage ein unglaubliches Debüt. "Hold On" betritt den Pfad, den John Talabot auf seinen letzten Releases leider wieder verlassen hat, steuert das Sample bis zum Mittelpunkt, nimmt sich eine orientalische Pause und gewinnt mit seinem knackigen Drumloop dann wieder an Fahrt. Auch "Be Your Man" nimmt sich zwischendurch seine Pausen, kokettiert mit dem wiedereinsetzten Drumloop, dreht den Groove durch verschiedene Filter und steuert zielsicher dem Climax entgegen. Ein Hybrid aus Stardust und Kenny Dope, keine schlechte Kombination, wie ich finde. Chicago Damn - Hold On: Chicago Damn - Be Your Man: Nebenher ist der Mann ein großartiger Selecter und bietet auf seinem Soundcloud-Profil einen mit "Fudge Haus"-betitelten Mix frei zum an: Weiter so, Mister Damn! https://chicagodamn.blogspot.com/ https://mercmusic.net/
Nachdem ich in den vergangenen Wochen ein wenig auf DJ Nate's Chicago-Juke-Entwurf - wie soll ich sagen - hängen geblieben bin, widmete ich mich zugleich dem guten alten Ghetto-House Dance Mania'schen Prägung und bin dementsprechend oft wieder bei Paul Johnson gelandet. Seine 1996 veröffentlichte EP "Ghetto Shit" ist entsprechend schnell, dreckig, frech und funky, besticht aber vor allem durch eine kurzgehaltene lupenreine Hommage an House Music.
I wanna be house, completely house, the universal language of all kinds. I gotta be house, totally house, house music will be here until the end of time.Just sayin.
Es ist mal wieder so weit: Eine neue Ausgabe der äußerst beliebten Disco Deviance-Serie ist frisch erschienen und alle scheinen sich drauf einigen zu können. Mhhh... Mir persönlich sind diese Disco-Deviance-Edits viel zu glatt, lassen zu wenig an Kante erkennen und sind ohnehin bei Weitem nicht mit dem Mehrwert ausgestattet, den so manch ein Klassiker, der das selbe Chic-Sample verwendet hat, schon vor 15 Jahren hinterlassen hat. (Hier der Track, den ich so langweilig finde!) Zum Vergleich eine Platte des verehren Nick Holder, die anno 1995 auf dem kanadischen Imprint Devinitive Recordings erschienen ist. Dance Dance Dance.
Ob 100 Beats in der Minute, oder jetzt eben 120: Hauptsache Sommer. Dazu am besten viele verspielte Edits zwischen Prince, Chic, Loleatta Holloway, Donna Summer, Cosmic Force, Norma Jean, Superbreak, Aurra, Rose Royce, New Jersey Connection, Bettye Lavette, Sylvester und Ashford & Simpson. Have Fun! Die Tracklist gibt es auf meiner Soundcloud-Präsenz, für den Download geht es entlang.
Im Bereich der hypnotisch-discoiden Slo-Mo-House-Grooves (ein häßliches Wort) haben die Briten den Markt ganz schön unter sich aufgeteilt. Doch einer der formidabelsten Grooves der vergangenen Wochen kommt weder aus Manchester, London, Birmingham oder Glasgow, sondern aus unserer Bundeshauptstadt Berlin. Hier treiben Trickski (Näheres auch hier) ihr Unwesen, veröffentlichen in den letzten Monaten eine Killer-12" nach der anderen und haben jetzt mit "Pill Collins" einen weiteren überragenden Track in der Pipeline, der in den kommenden Wochen auf veröffentlicht wird.
Ein Edit-Label macht dicht, schon macht das nächste auf. In diesem Falle handelt es sich im das britische Kultra, das mit der ersten Veröffentlichung gleich mit einer mellow UB40-Edit-Keule ausholt und nonchalant alle Sympathien auf sich vereinigt. Die zweite Seite widmet sich dahingegen eher einem Uptempo-Afroboogie, der mir persönlich noch viel lieber ist. Gerüchten zufolge soll dahinter stecken. To be confirmed. Get it here. Kultra 001 A: Kultra 002 A:
Nick tha 1da gehört zu dieser nicht allzu seltenen Spezies Beatbrüder, die ihre neuen 'Chops' am liebsten audiovisuell über den eigenen youtube-Kanal präsentieren. Hier leistet er hervorragende Arbeit, antwortet fleissig auf Kommentare, macht einen unkomplizierten und sympathischen Eindruck und weiß vor allem auf seiner kleinen SP-303 durch ein gutes Ohr für den richtigen Loop zu überzeugen. Zuletzt war Nick im Urlaub in Brasilien, im Gepäck einen Haufen Dollarbündel, die er in den vielen Plattenläden und Marktplätzen von Rio gegen einen großen Haufen schwarzes Gold eintauschte, das er wiederum nun zu einem Hybrid von Mix/Beat-Tape verarbeitete und jetzt zum freien Download anbietet. Ein langer Satz. Also: Das mit "Bossabang 2: Saudade"-Werk gibt es bei Bandcamp gegen die Angabe der eigenen E-Mail-Adresse zum freien Download. Empfehlung!
Dass die verehrten Franzosen Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter von Daft Punk sich für den Soundtrack der Tron-Fortsetzung verantwortlich zeigen würden, das war seit der Veröffentlichung des ersten Trailers durchaus bekannt. Seitdem schwappten immer wieder mal angebliche Leaks weiterer Titel durch das Netz, die sich sofort wieder zeitig als Fakes entpuppten. Seit heute allerdings gibt es Gewissheit über einen Teil des Soundtracks, der ganz offiziell über die Website zum Film gestreamt werden kann. Düster, schwer, getränkt von verzerrten und drückenden, auch bedrückenden Synthesizern, die die Hoffnung nähren, dass die Nachfolge des 1982er-Disney-Klassikers nicht im Hollywood-Action-Einheitsbrei à la Transformers den Geist (von mir aus auch 'Legacy') seines Vorgängers verwischt. via. Hypebeast.
Diejenigen, die es (immer noch) nicht mitbekommen haben, die seien hiermit darauf hingewiesen, dass der aktuellen Ausgabe des Rolling Stone (ab heute im Handel) das neue (und großartige) Album des Meisters aus Minneapolis beiliegt. Das mit "20TEN" betitelte Werk zeigt einen äußerst fokussierten Prince, der sich auf alte Stärken besinnt, den Funk (und vor allem die LinnDrums) einkehren lässt und auf übertriebene Experimente und Rock/Jam-Einlagen verzichtet. I like a lot. Momentan kann das Album hier noch gestreamt werden
Das niederländische Disco-Edit-Label Moxie quittiert nach gut zwanzig Katalognummern seinen Dienst. War man in der Vergangenheit bei der Selektion seines Ausgangsmaterials durchaus kritisch und wählerisch, begegnet man der Aufgabe des Labels mit einem Augenzwinkern und setzt schwere Geschütze auf. In diesem Fall sagt man mit dem mindestens genauso genialen wie nervigen Evergreen der Steams "Goodbye" und verabschiedet sich in die Disco-Rente. So wird das gemacht. Get it at Groove Attack.
Die Kölner Bookingagentur Step Forward holt am 22. Juli einen der interessantesten Rapper der vergangenen Jahre in die Stadt. Unterstützt wird vom MPC-Virtuosen und lokaler Unterstützung aus dem geschätzten MPM-Lager. Steht aber auch alles auf dem Flyer und der offiziellen F. Karten gibt es im Vorverkauf bei Groove Attack oder im Carhartt-Store auf der Ehrenstraße. Austragungsort ist der Club Bahnhof Ehrenfeld. Be there! Fashawn - Bo Jackson (produced by Exile)
Sommer! Dazu eine Stunde verspielter, leicht cheesiger Edit-Favorites vergangener Wochen/Monaten zwischen James Brown, George Benson, Mike Oldfield, Lenny Kravitz, Curtis Mayfield, Spandau Ballet, Robin S, Spacek/Billy Paul, Maze, Mtume/Biggie und Maxwell auf ein Hundert Beats per Minute. Viel Spaß damit! Die Tracklist gibt es auf meiner Soundcloud-Präsenz, für den Download geht es .
Vor nahezu einem Jahr bin ich bei diesen Edits schon ins Schwärmen geraten, jetzt erscheinen Mau's großartige Interpretationen alter Fleetwood Mac, Black Sabbath & Bruce Springsteen-Klassiker endlich auch auf Vinyl. Rimini Edits heißt das neu gegründete Berliner-Edit-Label, von dem man in naher Zukunft nach solch einem Einstand gleich mehrere Wunder erwarten drauf. Viel Erfolg dabei! Erown Byes (MAU's Discofied Tribute): Clanet Paravan (MAU's Balearic Remix): Tate Srooper (MAU's Dirty Disco Version):
Ohne große Worte darüber zu verlieren: Ein kleines sommerliches Set, viele Richtungen, ein Spektrum von über 20 Jahren House-Musik, viele Tracks, die ich in den letzten Wochen wiedergefunden habe oder über Facebook wieder daran erinnert worden bin, ein wenig Sloppiness, viele Klassiker.
A LITTLE QUICK MIX. JUST A FEW RECORDS I RE-DISCOVERED RECENTLY. CLASSICS FROM NICK HOLDER, DJ DUKE, THE MOLE PEOPLE, K.HAND, BARBARA TUCKER, GUSTO, KOT, DJAIMIN, KEVIN YOST, ALCATRAZ, DE'LACY, IAN POOLEY/ROBERT HOOD, OMAR-S, MARCUS SCHULZ, FONTASIA, MOOD II SWING, BLAZE, M.D. III!
In wenigen Tagen erscheint die dritte Ausgabe der Beatnicks-Reihe auf endlich auf Vinyl. Wem das kleine Kölner Label nach wie vor kein Begriff sein sollte: Upmyalley schreibt sich seit Jahren erfolgreich auf die Fahne, unbekannte und gleichzeitig hochtalentierte Beatschmiede aus Europa einem größeren Publikum näherzubringen. Ganz egal ob in Köln, London, Amsterdam, Helsinki oder Riga: Wer das gewisse Etwas in Sachen Next-Gen-Hip-Hop beizutragen hat, den hat das One-Man-Army-Label ganz sicher auf dem Schirm und sofern möglich, bald auch auf Vinyl. Mich hat das Label und die aktuelle EP vollkommen überzeugt, meiner Begeisterung habe ich in einem Review bereits ungeschönt freien Lauf gelassen:
Geschlossene Hi-Hat, monströser Bass, zeitlos zischende Snare, Break: Mit den ersten Sekunden zieht der dritte Teil der Beatnicks-Serie den Hörer gleich in seinen Bann. Wo fLako drauf steht, da ist auch fLako drin, braucht nicht lange und kommt direkt auf den Punkt. Das Maximale gehört zum Konzept. Da steht der Kollege Powell aus Paris in gar nichts nach und choppt sich auf "Street Life" überzeugend durch allerlei Elektrosounds. Der dritte im Bunde heißt O.Boogie, kommt aus Amsterdam und liefert gleich auf seinem Up My Alley-Debüt einen rasanten Rave ab, der auch Mr. Oizo gut zu Gesicht stünde. Auf der zweiten Seite nimmt Desto, der zeitgleich auf einem anderen Release des Labels der bezaubernden Shuanise einen fabulösen Remix schneidert, das Tempo ein wenig raus und entgegnet dem Elektroreggae mit einer Breitseite Breaks im Reverse-Modus. Vier wahnsinnige Stücke machen schon eine bombastische EP, wäre da nicht noch Rez, der den produktionstechnisch konventionellsten (Hip-Hop-) Beat "Sunday Master" durch 8Bit-Sounds in höhere Sphären und das nächste Level beordert. Ki En Ra aus Estland sorgt für den überzeugenden Abschluss und den Missing Link zu den vorgenannten Kollegen. Kaufen!Beatnicks Vol. 3 lässt sich ab sofort unter anderem hier vorbestellen. Get it!
Copy & Paste as I did it before. Vor wenigen Tagen ist das neue HHV.DE-Magazin erschienen, für das ich als freier Autor tätig bin. Wer also daran interessiert ist, was ich zu den neuen Platten von Daedelus, Brenk & Fid Mella, Suff Daddy, Dimitri from Paris, Georg Levin, Sharon Jones & Dap Kings, Cobblestone Jazz oder der DVD “135 Grand Street” zu sagen habe , der blättere durch die digitale Ausgabe (Am besten: Vollbild) oder noch besser: der bestelle sich eines der feinen Hefte kostenfrei bei hhv.de. Über das Cover lässt es sich trefflich streiten, nichtsdestotrotz finde ich, dass und ein hübsches und ausgewogenes Heft gelungen ist mit interessanten Interviews (Sharon Jones, Dendemann, Uffie), feinen Schwerpunkten (LCD Soundsystem, Beats from L.A., Jackmode, Ubiquity Records) und natürlich etlichen Reviews.
"DJ Kicks" oder "Fabric" zum Trotz: Meine favorisierte DJ-Mix-Serie heißt "United DJs Of America". Mitte der Neunziger war diese Compilationreihe gepickt mit großen Namen zwischen Frankie Knuckles, Doc Martin, Frankie Bones, David Morales, Mark Farina oder Afrika Bambaata und hinterließ mit den Beiträgen von Josh Wink und vor allem "Little" Louie Vega zwei schwer zu erreichbare Klassiker, die auch noch beim heutigen Hören (Phrase folgt) nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben. Vegas Beitrag glänzt mit vielen eigenen (Masters At Work eingeschlossen) Produktionen, denen von amerikanischen Kollegen zwischen Kerri Chandler, Romanthony oder Dajae sowie Londoner Importen wie Black Science Orchestra. Discogs sei Dank sind diese Compilations heute auf leichtem Wege käuflich zu erwerben. Also zugreifen! Cassio The Cassmaster - Getting Hot (Bergen Street Mix) Romanthony - Let Me Show You Love Black Science Orchestra - New Jersey Deep https://www.discogs.com/Little-Louis-Vega-United-DJs-Of-America-Vol-2-New-York-City/release/3914
Platten des Jazz-Violinisten Jean-Luc Ponty findet man auf Flohmärkten wie Sand am Meer. Irgendwie scheint aber niemand zuzugreifen. Das mag mehrere Gründe haben. Vielleicht hat man sie bereits zu Hause stehen, vielleicht mag man mit den eigenwilligen Covern nicht viel anfangen. Völlig zu Unrecht, wie ich finde. So findet sich zum Beispiel auf der oben abgebildeten Platte das Stück "Computer Incantations for World Peace", das gerade in der House-Geschichte durch die Bearbeitung der Basement Boys hohen Einklang fand. Ganz aktuell macht sich auch Tensnake auf einem neuen Stück daran zu schaffen und hat aufgrund dieser so vereinnahmenden Melodie in Puncto Sommerhit leichtes Spiel. Zugreifen am Flohmarkt! Jean-Luc Ponty - Computer Incantations for World Peace Those Guys (aka. Basement Boys) - Love, Love, Love Tensnake - Dance (Through The Night)
Auf jeden Plattenspieler gehört eine Slipmat. Ich kann mich noch erinnern, als Mitte der 1990er jeder House-DJ (nicht nur die, die etwas aus sich hielten) auf ein Doppelpack-Strictly-Matten setzte. Heute ist das Label leider nicht mehr wirklich der Rede wert, die Slipmats so gut wie aus der Welt verschwunden oder in der Regel ziemlich unattraktiv. Zum Glück führt das Vinyl-Kontor in Kyritz noch Matten der guten alten Schule (siehe oben) und darüber hinaus noch andere hübsche Modelle legendärer Labels wie Plus 8, Djax Up, Guidance, Draft oder eben Strictly Rhythm vorrätig. Get'em while they're hot!
Nicht nur hartgesottene Fans wünschen sich nach dem epochalen "Madvillainy" anno 2004 einen Nachfolger für das Gemeinschaftsprojekt MF Dooms und Madlibs. Neue Stücke gab es allerdings seitdem nur sporadisch, zuletzt im Oktober 2009, allerdings nur in Form kurzer Snippets. Vielversprechend, aber zu wenig. Seit heute gibt es mit "Papermill" wieder neues Material, das auf ein baldiges Album hoffen lässt. Frisch und funky, siehe da: deutsches Sample, unverwechselbar in Madlib-Manier gechoppt und mit Doom's undurchdringlicher Stimme serviert. Nur nicht heut' oder morgen, irgendwann... Yeah! Download / Info
Alles was dieser Tensnake in den letzten Monaten anfasst, das wird zum Hit. Egal ob es seine "Coma Cat"-EP war oder der Gros der vielen Remixe, die er in den vergangenen Monaten angefertigt hat: Alle großartig, alle Hits. Seine "In The End"-EP auf Running Back gehörte zu den besten Platten des Jahres 2009. Jetzt hat es Tensnake auf einen weiteren großen Hit des vergangenen Jahres abgesehen und ihn mit einem koketten Remix gewürdigt. Über Azari & Ills Retro-House-Entwurf "Reckless (With Your Love)" brauchen wahrlich keine Worte mehr gewechselt zu werden - Tensnakes Remix verleiht dem Track eine weitere, eine amüsante Note. Unverschämt zitiert Tensnake hier die Pet Shop Boys, dreht Snap durch den Mixer und lässt zu C&C Music Factory die Fanfaren läuten. Ein weiterer Hit, da führt kein Weg dran vorbei! Bald raus auf Permanent Vacation. https://soundcloud.com/tensnake
Lange lange Zeit bevor Helmut "DJ Hell" Geier als DJ Dandy mit Bryan Ferry von Lounge zu Lounge oder Venue zu Venue eilte, produzierte er Anfang der 1990er-Jahre amtlich nach vorne jackende Techno-Tracks. Denkt man an "My Definition Of House Music" oder "Eat My House" (dessen Musikvideo ebenfalls nicht zu missachten ist), so manifestiert sich deutlich der Einfluss Detroits auf seinen Produktionen. Auch Hells legendären Beitrag zur X-MIx-Serie (die - falls sie keiner kennt - sozusagen der Vorläufer der heutigen DJ Kicks darstellt) gilt es in diesem Zusammenhang zu erwähnen, der in der Trackauswahl eine einzige Liebeshuldigung an die Lehrer der Motor- oder Windy City darstellt. Der nach vorne treibende Maschinenfunk der 909 ist unverkennbar, die (Sub-) Bässe dämmern durchs Membran, die Hi-Hat kennt keine Kompromisse. Ruff & rugged, das gefällt. DJ Hell - Eat My House (1995, Disko B, Discogs)
Kurze, knallende Drums, eine schwer zischende (Reverse-) Snare und dann nichts weiter als die ohnehin schon allseitsbekannte Signature-Bassline: Was Justus Köhncke hier mit Chic's Evergreen Le Freak angestellt hat, das hat mich eben irgendwie, wie sagt man, weggeblasen. Weitere Informationen über den Track (vor allem bezüglich eines Erscheinungsdatums) habe ich leider nicht und finde auch Nichts über Google. Gefunden habe ich ihn in einem fabulösen Set, das Mister Filippo Moscatello im Februar im Berliner Cookies Klub gespielt hat. Dringend empfohlen!
UPDATE! Wie ich mittlerweile herausgefunden habe, handelt es sich bei dem Track tatsächlich um einen Justus Köhncke-Remix, der allerdings schon ein paar Jahre zurückliegt und im Dunstkreis des Kompakt-Labels erschienen ist. Der Zufall will es, das die Platte just in diesen Tagen einen Re-Release auf Stilove4Music feiert und zudem um zwei weitere Mixe komplettiert wird.
Justus Kohncke gets all Le Freaky on this Stilove4music Chic reworks / edits three tracker. "Now Phreeq" pounds "Le Freak" into submission with a relentless bassline and driving beat before those classic strings, funky guitar licks and vocals arrive. "The Clock Keeps Turning " takes on "Good Times" in pretty much the same manner, adding extra heavyweight 4/4 beats and a building acid bassline to those vibes. Lastly "Every Body " ("Everybody Dance") goes off on a galloping hi-NRG trip round the dancefloor (just wait 'til it suddenly kicks into swinging 3/4 time!). With its combination of extra dancefloor energy and instantly recognisable samples, this EP is an absolute must for DJs who like full dancefloors.Pressetext stammt von Picadilly Records, wo ich euch im Übrigen weitere Snippets dieser überragenden EP anhören könnt.
Die Veröffentlichung des drittens Teils der Producer-Serie "Hi-Hat Club" aus dem Kölner Labelimperium Melting Pot Music ist noch gar nicht allzu lange her, da steht bereits der nächste Teil in den Startlöchern. Dieses Mal geht die Reise nach Wien und widmet sich den beiden Beatvirtuosen Brenk und dessen Kumpel Fid Mella, die auf dem vierten Teil die ganz großen MPC-Kaliber herausholen und sich ausgiebig und mit ordentlich Spaß an den Backen durch opulente Samples und harte Breaks choppen. Der stärkse Teil der beeindruckenden Serie so far. Obendrauf legt MPM noch drei Tracks als Geschenk und Teaser für das Mitte Mai erscheinende Werk oben drauf. Mal sehen wen sie als nächstes aus dem Hut zaubern. Brenk - Concrete Jungle Brenk - Concrete Jungle Skit Fid Mella - Worms https://hihatclub.blogspot.com/
Eine der besten Mix-CDs, die ich kenne hört auf den Titel "The Mutant Sounds From Chicago Relief", wurde von DJ Sneak kompiliert, und markiert den Status Quo, den Chicago in Gestalt seines mächtigen Labelbetreibers Curtis Alan Jones (aka. Cajmere & Green Velvet) anno 1995 in Sachen Relief-Records zu bieten hatte. Pumpender, jackender, maschineller (& 'preachender') Chicago House der zweiten Generation, der stets nach vorne trackt, bounct und (im Gegensatz des Gegenentwurfs aus Detroit) sich nicht immer bierernst nimmt. Leider handelt es sich hier um einen Japan-Only-Release, den man aber bei seiner Discogs-Suche oder zufälligen Fund auf dem Flohmarkt nicht liegen lassen sollte. DJ Sneak - Stupid Dog Green Velvet - Preacher Man
hat in den letzten zwei Jahren - nach langjähriger Sendepause - sehr viel Wertschätzung, Tribut und Respekt widerfahren, die ihm für eine Reihe von Platten (vor allem) zwischen 1987 und 1995 (& darüberhinaus) verdammt nochmal gerecht wird. Gerade einer seiner bekanntesten Platten aus dem Jahre 1989, "Tracks That Move Ya", wurde in diesem Zusammenhang immer wieder erwähnt. Weniger bekannt, aber dennoch (meiner Meinung nach) erwähnenswert, ist eine Platte aus dem Jahre 1995, die Mike Dunn unter dem Synonym 'MD Connection' für Felix Da Housecats Radikal Fear-Label veröffentlicht hat und die den zweiten Teil der "Tracks That Move Ya"-Reihe markiert. Diese Platte war bei Weitem weniger erfolgreich und ist im Gros der vielen (mittlerweile legendären) Veröffentlichungen Mike Dunns Mitte der 1990er Jahre untergegangen. Zu Unrecht, wie ich finde: Schließlich zeugt vor allem der Track "Technology" von einer immensen Energie, die sowohl im House oder Technokonzept, sowie, das darf man ruhig sagen: im Rave-Konzept funktioniert und ordentlich nach vorne jackt.
Das Mixtape des bisherigen Jahres kommt ganz frisch um die Ecke über den Internetäther. Tobrock & Fella Vaughn, zwei sympathische Genossen aus dem Umfeld von Kwatro//MeltingPotMusic, sorgen mit einem wilden Mix eigener Sampleorgien, kruder Mashups und Remixe von Künstlern zwischen Rich Boy, Big L, Guilty Simpson und Mos Def für ein Glücksgefühl nach dem anderen. Die Instrumentale orientieren sich sehr am Boogiesoul, Funk und populärem Elektro der 80er und erinnern - auch wenn ich den Vergleich Leid bin - an das Remix-Album Madlib's, das er vor Jahren ausschließlich aus selbigen Samplematerial verwendete. Nur irgendwie machen die Jungs das besser. Im Ernst. DOWNLOAD at Bandcamp.
Es ergreift einen doch irgendwie immer wieder, wenn man auf Housemusik trifft, die in der deutschen Sprache besungen wird. So auch in diesem Falle beim nahezu 30 Jahre alten "Schöne Frau mit Geld" von Ideal, das Losoul hier zu einem schmeichelhaften Edit/Remix verzaubert hat. Vielleicht setzt sich Calypso-House als Trend des Musiksommers 2010 durch. Vielleicht aber auch nicht. Jedenfalls bleibt zu hoffen, dass es diesen wunderbaren Track bald auch auf Vinyl käuflich zu erwerben gibt.
Anlässlich der Veröffentlichung der neuen Adidas-Kollektion, die sich dem Thema Star Wars widmet, veranstaltet die erste Kölner Sneaker-Adresse The Good Will Out zusammen mit den Jungs von am kommenden Wochenende im Kölner Coco Schmitz die Star Wars Disco Night. (Vielleicht) der Tatsache geschuldet, dass die Kollektion eine absolute Zumutung (bzw. Frechheit) ist, haben sich oben genannte Organisatoren besonders ins Zeug gelegt und für den Abend mit Eli Escobar sowie DJ Anonymous zwei absolute Hochkaräter eingeladen, die man nur selten in der Stadt bewundern darf. Gerade Eli Escobar, seines Zeichen von vielen illustren Kollegen als "the DJ’s DJ" angesehen, dürfte als Anreiz genügen, am Freitag den 26.03 sein Zelt im Coco auf der Aachener Straße 28 aufzuschlagen. Allen Interessierten sei dringend geraten, den Vorverkauf im Groove Attack Recordstore oder The Good Will Out in Anspruch zu nehmen, da das Coco Schmitz nur über eine sehr moderate Platzkapazität verfügt.
Neue Ausgabe, die selbe Ansage: Vor wenigen Tagen ist das neue HHV.DE-Magazin erschienen, für das ich als freier Autor tätig bin. Wer also daran interessiert ist, was ich zu den neuen Platten von DJ Spinna, Kista & 45 Prince, Jimi Handtrickz, John Morales, Keb Darge & Paul Weller, Hot Chip sowie Four Tet, Nice Nice oder der DVD "West Coast Theory" zu sagen habe , der blättere durch die digitale Ausgabe (Am besten: Vollbild) oder noch besser: der bestelle sich eines der feinen Hefte kostenfrei bei hhv.de. Die Titelgeschichte des aktuellen Magazins widmet sich diesmal dem britischen Produzenten und MC Lewis Parker. Weitere Schwerpunkthemen bilden die neuen Alben von RJD2, Hot Chip, Pantha du Prince und Four Tet sowie das Themenspezial "Hip-Hop und Religion". In Sachen Mode wird der Frage nachgegangen, wie Adidas in den vergangenen 30 Jahren wie keine andere Marke die Hip-Hp-Welt geprägt hat. Get it!
I know I'm dope but don't wet that I've suffered setbacks but now I'm makin greenbacks Just like baggy slacks I'm crazy hip-hop Check one two and you don't stop Your head'll bop when I drop my crop of pure bomb, just like the seashore I'm calm But wild, with my monotone style Because I don't need gimmicks Gimme a fly beat and I'm all in it Word is bond I go on and on For you it's tragic I got magic like wands So I'ma end this lecture and I betcha Those who kick dirt and do time I'm gonna get cha Cause I be kickin the real While they be losin the race tryin to chase mass appeal
Everybody pray for Guru!
Wer an diesem Sonntag noch nichts vorhat, der sollte am Nachmittag im Kölner aufschlagen. Zusammen mit den Jungs von 123 Rakete, und weiteren Speial Guests spiele ich, wie so trefflich beschrieben, irgendwas zwischen Sweet Soul, Bouncing Boogie, Delicious Disco, Reckless Rap & Harmony House. Perfektes Zeug zum Sonntag also. Pünktlich zum Tatort seid ihr wieder zuhause! Step by, bring your friends & grab a drink!
Musikvideos, die den eigenen Lebensmittelpunkt im Fokus haben, sind irgendwie immer herzallerliebst. Die vertraute Sicht auf die Straßen, Lokale, Plätze usw., an denen man täglich vorbei geht und die einem sehr vertraut erscheinen, wird durch die externe Perspektive herausgefordert, hinterfragt und im besten Falle verändert. So auch im Falle von Hans Nieswandt's schönen Remix zu Werle & Stankowskis die Stadt Köln huldigenden Track "Cologne", den der Kölner Grafik- und Motion-Designer Johannes Guerreiro vorzüglich visualisiert hat. Weitere Informationen mit detailliertem Straßenverlauf findet ihr bei der Spex, bei der ich dieses Video auch gefunden habe. Achja: Videos von Hans Nieswandt und Köln haben eine lange Tradition und waren damals schon überzeugend.
Vielen wird Ruffneck's massiver (Klub-) Hit "Everybody Be Somebody" bekannt sein, der mit amtlichen Yello-Sample anno 1995 bis heute in den Klubs Gehör findet. Weniger bekannt ist das nachfolgende "Move Your Body", das 1996 gerade in Europa dank unsäglicher Peppermint-Jam-Mixes dennoch sehr erfolgreich war. Nichts geht jedoch über den Original-Mix, den Dwayne "Spen" Richardson & Shaheer Williams (die beiden Herren hinter Ruffneck) hier für ihre Labelväter von den Masters At Work beisteuerten. Treibend, tief, funky und immer dem unglaublichen Gesang der leider viel zu früh verstorbenen Yavahn unterordnend. Masters At Work Style, irgendwie.
Anno 1995 gehörte es zum guten Ton einiger (House-) Produzenten, ihre Tracks mit einem knackigen Acid-Funk-Mix zu überziehen. Ein George Acosta tat es. Josh Wink muss natürlich als prominentestes Beispiel hier genannt werden, weil er mit seinem 'Tweakin Acid Funk'-Mix von 'Higher State Of Conciousness' (fast schon) Geschichte geschrieben hat. Mein absoluter Favorite aber stammt von Richard "Humpty" Vission, der mit seinem Synonym "Sugar" mit "The Feeling" einen veritablen Clubhit landen konnte. Noch überzeugender aber war der 'Powertools Acid Funk Mix' auf der B-Seite, der - unterlegt von einen sehr harten Break und lauten Hi-Hats - die 303 so richtig tanzen ließ. Die Platte gibt es sehr günstig bei Discogs, nicht zögern!
Dieser Track von Greg Cash, den ich anno 1997 im Kölner Music Man Plattenladen gekauft gabe, ist mir heute wieder in Erinnerung getreten. Das einfache Strickmuster der treibenden Percussion, der zwingenden Höhen, aber vor allem des kurzen sich immer wiederholenden-Vocal-Loops wird heute leider immer seltener praktiziert. Ein Glück, dass es da nun einen neuen Track von Danilo Plessow gibt (besser bekannt als Motor City Drum Ensemble), der für einen neuen Track (bei Soundcloud) für sein Jayson-Brothers-Projekt, das bald auf erscheint, nach dem selben Strickmuster verfährt. Sehr erfreulich für mich persönlich, denn ich konnte mich mit seinen Sachen bis lang nicht wirklich anfreunden. "The Game" überzeugt auf ganzer Linie und erinnert, wie gesagt, an obige Platte.
French House war auch 1999 noch in aller Munde. Die Samples jedoch wurden immer belangloser, die Filter immer unerträglicher und neue Ideen waren kaum noch vorhanden. Wie aus dem nichts kamen über Fiat Lux, einem Label, das zu einem der besten der hiesigen französischen House-Szene gehörte, ein Duo namens Jess & Crabbe mit einem Monster von einem Track daher, der mit den ersten Sekunden mein Gehör, später auch mein Herz eroberte und zu meinem persönlichen Track des Jahres 1999 aufstieg. Unverschämt wie die beiden nach zwei Minuten den Track abbrechen lassen, in den Reverse-Modus wechseln, den Bass reindrehen, ein wenig mit Hip-House kokettieren und zum Schluss die Gitarren zerren lassen.
Bereits an anderer Stelle habe ich kundgetan, dass ich den Barcenolesen John Talabot derzeit für den interessantesten Protagonisten auf dem internationalen House-Parcour halte. Durch den Remix eines gewissen Acts mit Namen "Glasser", den Talabots Heimlabel Hivern Discs heute zum Download zur Verfügung gestellt hat, wurde ich in meiner Haltung bestätigt. Des Spanischen bin ich leider nicht mächtig, so dass ich mit weiterführenden Informationen leider nicht dienen kann. Anyone else?
Ob dieser Mix tatsächlich aus dem Jahre 1977 stammt oder wenige Jahre später entstanden ist (das lässt die Tracklist vermuten): House Music-Gründungsvater gebührt für seine Mix- und Selektionskünste sowie dieses "on-the-fly re-editing", wie es ein User bei Soundcloud trefflich bezeichnet, gehörig Respekt. Unglaublich auch der Einsatz von Effekten sowie die Spielerei mit den EQs, die vor 30 Jahren derart opulent die Bassdrum knackig hervohebt. Aufgenommen in einem Club, der der ganzen Bewegung seinen Namen lieh. Nicht ganz ohne Folgen. Ecstasy, Passion & Pain – Touch And Go Pam Todd – Let’s Get Together (1977) Two Tons O Fun – Just Us (1980) Billy Frazier – Billy Who? (1980) Dr. Buzzard’s Original Savannah Band – Cherchez La Femme (1976) Loleatta Holloway – Hit and Run (1977) Double Exposure – My Love Is Free (1976) Made In USA – Melodies (1977) The Jackson – Forever Came Today (1975) Originals – Down To Love Town (1976) Teddy Pendergrass – More I Get, More I Want (1977) Three Degrees – Dirty Ol’ Man (1973) Loleatta Holloway – Dreamin (1976) Patti Labelle – The Spirit’s In It (1981) Montana – A Dance Fantasy (Medley) (1978) MFSB – Love Is The Message (1973) The Salsoul Orchestra – You’re Just The Right Size (1976) Update: Da das Set bei Soundcloud offensichtlich nicht mehr online ist, gehts .
Es wurde viel spekuliert und vor allem verschoben beim zweiten Teil des New Amerykah-Albums von Erykah Badu. Spekulationen und Schiebungen haben nun scheinbar ein Ende gefunden und der 31. März diesen Jahres steht als Pate für die Veröffentlichung eines weiteren großartigen Badu-Albums bereit. Darüber hinaus ist der als Web-Only ausgemachte Bonustrack des Albums im Netz aufgetaucht und eine komplette Tracklist mit sämtlichen Credits steht nun auch bereit. Vielversprechend galore. 01. "20 Feet Tall" (Prod. by Erykah Badu & 9th Wonder) 02. "Window Seat" (Prod. by Erykah Badu & James Poyser) 03. "Agitation" (Prod. by Erykah Badu & Shafiq Husayn of SA-RA Creative Partners) 04. "Get Money" (Prod. by Erykah Badu & Karieem Riggins (drums), Stephen "Thundercat" Bruner (bass), James Poyser (keys), Tommy Trajlio (guitar), Mike "Chav" Chavarria (mooger fooger) 05. "Don't Be Long" (Prod. by Erykah Badu & Ta'Raach) – 06. "Love" (Prod. by Erykah Badu & J Dilla) 07. "Umm Hmm" (Prod. by Erykah Badu & Madlib) 08. "Fall in Love" (Prod. by Erykah Badu & Karieem Riggins) 09. "Incense" (Instrumental) (Prod. by Erykah Badu and Madlib feat. Kirsten Agnesta (harp)) 10. "Out My Mind Just in Time (Part 1) (Undercover Over-Lover)" (Prod. by Erykah Badu feat. James Poyser (keys)) 11. "Out My Mind Just in Time (Part 2)" (Prod. by Erykah Badu & Georgia Anne Muldrow) 12. "Out My Mind Just in Time (Part 3)" 13. "Jump Up In The Air (Stay There)" Feat. Lil Wayne (Prod. by Erykah Badu, RC Williams and Jahborn) (Web-Only Bonus Track) Erykah Badu - Jump In The Air (Stay There) (feat. Lil' Wayne)
Es ist irgendwie eine Schande, dass ein derartig talentierter Produzent und Beatbauer wie Kankick, seines Zeichens Sandkastenkumpel von Madlib und mit diesem gemeinsam Gründungsmitglied von Lootpack, nicht über weltweiten (bzw. europäischen) Underground-Legendenstatus hinauskommt. Platten des Mannes waren in der Vergangenheit leider eine Seltenheit und erschienen häufig nur auf kleinen Labels oder im Selbstvertrieb. (Weitere Informationen über Kankick lassen sich dem Artikel entnehmen, den ich für die aktuelle Ausgabe des HHV.DE-Magazins verfasst habe und die sich hier, Seite 8, lesen lässt ...) Schön also, dass die Labelabteilung von HHV jetzt zum Rundumschlag ausholt und das mit "Beautiful: Opus Of Love Deeper Than Flesh"-betitelte neue Album des sympathischen Kaliforniers in zwei Teilen auf limitierter Auflage auf Vinyl presst. Teil 1 und Teil 2 lassen sich ab heute vorbestellen, Eile ist geboten. Update: Snippets gibt es mittlerweile auch!
Cottam. Greymatter. KRL. Ilja Rudman. Diese vier Namen gehören zur Zeit unbestritten zu einer vielleicht ein Dutzend großen Riege an Produzenten, die auf dem internatonalen Disco/House/Edit-Parcour den Ton angibt. Wenn dann also ganz zufällig das großartige Label Wolf Music alle vier Namen für eine angekündigte, mit "Back From The future" betitelte EP Mitte Februar auf einer Vinylscheibe vereint, dann fallen gerade hier in Köln Weihnachten, Ostern, Geburtstag und Karneval auf einen Tag zusammen. Erste Snippets gibt es bereits auf dem , die Kollegen von Another Night On Earth bieten darüberhinaus weiterführende Informationen an. Einzig der Ilja Rudman Track kann mich nicht so wirklich überzeugen, zugegeben, das konnte er noch nie. Mein Bier, dafür sind die anderen drei Produktionen über dem Einheitsbrei, der über Soundcloud und leider auch auf Vinyl verbreitet wird, erhaben. Vor allem KRL beweist mit dem überraschend wendigen Sample mal wieder ein feines Gespür. Zur Einstimmung: Greymatter - Seventh Disco
Vor ungefähr anderthalb Jahren bot Detroit's einzigartiger Hip-Hop-Produzent Black Milk über seine ein kleines Beat-Tape an, das vollständig auf Samples des Meisters aus Minneapolis basierte. (Von Prince ist hier die Rede, sollte jemand die Anspielung im vorherigen Satz nicht verstanden haben...) Dieses Tape hat sich nun der Rapper Big Pooh geschnappt, den man vor allem als Bestandteil der großartigen Rapkombo Little Brother auf dem Schirm haben sollte, und darüber ein kleines Album eingerappt. Das beste daran: das Ding gibt es ebenfalls kostenlos zum Download. Get it here.
Wie bereits in diesem Beitrag angedeutet, bekommt man Detroit-Ikone Moodymann nur selten in Europa zu hören. Wenn sich im Netz dann irgendwelche Mitschnitte finden, dann sollte man sie mit gesteigerter Aufmerksamkeit anhören und schleunigst und ohne zu zögern, so lange noch möglich, herunterladen. So auch bei diesem Moodymann-DJ-Set aus den späten Neunzigern:
Vor wenigen Tagen habe ich endlich den Namen einen Tracks identifizieren können, den ich seit ungefähr 15 Jahren suche. Nun gut, aktiv gesucht habe ich danach nicht, dennoch ist er irgendwie sehr verwurzelt in der Erinnerung geblieben, da er damals auf einem Tape enthalten war, der mich mit diesem House-Musik-Virus infiziert hat. Dass es sich bei diesem Track um einen Remix des größten (und fürchterlichsten!) Hits der Pet Shop Boys handeln würde, damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Doch eine Detroit-Ikone wie KMS-Gründer Kevin Saunderson wäre nicht mit diesem Halbgottstatus versehen, für den er heute allgemein Anerkennung und Lorbeeren erntet, wenn er dieses unsägliche Village People-Cover nicht destillieren und mit seiner unverwechselbaren Handschrift versehen könnte.
Der Hi-Hat-Club des geschätzten Kölner Labels Melting Pot Music geht in die dritte Runde und präsentiert mit Dexter einen umtriebigen, mir aber zumindest gänzlich unbekannten Produzenten.
The subject is jazz. Dexter is joining the club with a concept record. The 26 year old producer, DJ and MC is part of the Wortsport collective from Heilbronn. He has made beats for Morlock Dilemma, Damion Davis, Audio 88 and Retrogott. He likes Flylo and Madlib and as much as libary music, psych rock and Amiga Schlager. Dexter is one of the founding member of the Generation Tapedeck blog and has just started a new project with Suff Daddy.Und weil auf die Jungs von MPM durchaus Verlass ist, ist bereits der erste Track ("The Future") des neuen Teils der reinen Instrumentalserie ein schönes Brett vor dem Herren, bei dem die Snares und die Cuts richtig fein sitzen und der Bass das Boxmembran nahezu zum Erliegen bringt. Das macht sofort Lust auf mehr, erscheint aber leider erst am 26. Februar.
Ein wunderbares Kunststück, das ich so eben bei Superlevel gefunden habe und dessen ich mich dreisterweise hier bemächtige, indem ich den Beitrag auch hier zur Schau stelle. Zum einen ist dieses Video, das Kampfszenen aus mehreren Jean-Claude van Damme-Filmen in wohl mühseliger Detailarbeit in die bekannte Street Fighter 2 Kulisse transportiert, mindestens genauso amüsant wie künstlerisch wertvoll, zum anderen passt es dank des hoch geachteten Street Fighter 2-Soundtracks auch perfekt in den musikalischen Kanon dieses Blogs. Shōryū-ken! via. Superlevel
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehe ich der Tatsache entgegen, dass Moodymann für einen einzigen Auftritt in Deutschland weilt. Leider kommen nur die Berliner in den Genuss des sehr raren Gigs des Hohepriesters aus Detroit, der zudem vom aktuellen Darling (völlig zurecht!) der Dubstep (oder war es Techstep, Dubtechno, Garage oder eigentlich doch House)-Szene mit Namen "Joy Orbison" unterstützt wird. Unbedingt hingehen, wer kann!
Bob Blank ist eine wahre Produzenten-Legende. Da gleicht es einem bösen Frevel, dass sein Name in den letzten Jahren nur selten genannt wird, obwohl Disco, Boogie und New York mehr als auf dem Schirm sind. Das feine Label Strut Records mahnt nun zur Geschichtsstunde und widmet Blank eine ganze Compilation mit dem Titel "The Blank Generation", die am 19. Januar in den Plattenläden eintrifft und die Schaffensphase Blanks in den hauseigenen "Blank Tapes Studios" zwischen 1975 und 1985" umschifft.
The first ever album retrospective of one of New York’s most revered of all producers, Bob Blank, this album traces the history of his independent studio, Blank Tapes, one of the city’s most important creative dens during the vibrant arts scene of the mid-‘70s to mid-‘80s. Blank started out in New York in 1973 as a guitarist before producing one of the first 12" disco records in ‘75 – Jimmy Sabater’s ‘To Be With You’. He opened his own Blank Tape studios a year later. He quickly became an essential port of call for New York’s diverse artistic community, honing the freeform, anarchic visions of August Darnell, Cristina and Lydia Lunch for ZE Records and, with producers Patrick Adams and Greg Carmichael, helping to shape the sound of many disco classics. Musique, Inner Life, Instant Funk and Salsoul Orchestra all recorded classics at Blank Tapes. Arthur Russell also recorded much of his most celebrated disco-related output at the studios under pseudonyms Dinosaur L, Indian Ocean and Felix, as well as ‘Wax The Van’ with Blank’s wife, Lola. Other regulars at Blank Tapes included Latin producer Tito Rodriguez, whose Charanga 76 and Eddie Palmieri recordings with Blank would receive Grammy nominations.Einen wunderbaren Vorgeschmack auf die Platte erhält man auf der eigens-dafür erschaffenen Microsite, auf der sich die meisten der kompilierten Stücke in guter Qualität anhören und bestaunen lassen. Ein sogennanter Pflichtkauf bahnt sich da an, oder?
Soundcloud hier, Soundcloud da. Die Soundwolke ist derart omnipräsent und in aller Munde, dass ich ihr künftig eine eigene Rubrik widmen möchte. Schließlich gilt es die Massen an neuen Tracks, Edits, Mixen, Mixtapes usw, die die kreative Netzwelt zwischen ambitionierten Bedroomproducer, Vorort-DJ, Stylophone-Virtuosen bis hin zum Lieblingsproduzenten täglich auf die Soundcloud-Server hochlädt, zu sichten, zu hören und vor allem zu filtern. Erlesene Favoriten möchte ich also in Zukunft hier vorstellen. Den Anfang macht Cottam, der sich 2009 mit drei wunderbaren EPs in viele Jahresbestenlisten gespielt hat und der viele seiner älteren oder ungemasterten Produktionen auf Soundcloud zum Anhören bereitstellt. So auch der folgende Track "Jus another Groov", der sich mit typisch-cottamliken, harten Drums den Weg durch schwebende Soundskulissen ebnet. Dass es dabei eigentlich immer so um die 110 BPM pendelt, das versteht sich bei Cottam von selbst. Slow stays the new fast oder so. Dass die große House und Edit-Welle zu einem großen Teil von fantastischen Produzenten aus UK (auch Cottam) bestritten wird, braucht Niemandem mehr erklärt zu werden. Dass es aber auch großartige Produzenten in der Ukraine gibt, beweist ein gewisser Vakula, dessen Tracks ich mir auf Soundcloud immer mit gesteigerter Aufmerksam anhöre. So auch der folgende "edit_02", der Kenni Burke's Klassiker "Risin' To the Top" in ein warmes House-Deckchen kleidet. Zurück auf die Insel: Lord of the Isles kommt aus Schottland und hat Tina Turner's "What's Love Got To Do With It?" einem traumhaft-kosmischen Remix unterzogen. Schade eigentlich, dass er die Vocals nur spärlich andeutet und es damit beim Augenzwinkern belässt. Ein toller Track bleibt es dennoch.
Dieses Video kursiert nun seit wenigen Wochen im Netz und hat es mittlerweile auf eine beeindruckende Zahl von einer halben Million Zuschauer Views geschafft. Opfert zehn Minuten eurer Zeit und widmet euch einem kleinen Wunderwerk des Samplings und des Arrangements.
Digital ist nicht gleich besser und veranschaulicht man sich die vielen Schritte unter Ableton, stellt man fest: Digital ist auch nicht einfach. Zum Vergleich. Anno 1997 hatte Liam Howlett von Prodigy kein Ableton zur Verfügung, eine MPC hat es da auch getan.
2009
55 BeiträgeMit ihrer neuen Compilation-Reihe "Elevator-Music" haben die Londoner von Fabric, die uns bereits mit ihren Mix-CDs 'Fabric' und 'FabricLive' desöfteren gesteigerte Freude bereitet haben, Großes vor. Das zumindest suggeriert das obige Vorab-Video, das vor klaren, druckvollen und später auch atmosphärischen Sounds nur so strotzt. Schwer in eigene Worte zu fassen, aber auch gar nicht nötig, weil der Pressetext gänzlich selbsterklärend und trefflich zugleich daherkommt:
The warm fluid basslines of dark garage, the spacious precision of techno, the unabashed bolshiness of grime; the percussion led rhythm of funky house, the wanton bump of 2-step and the erratic fluorescent synthesized harmony of skweee are all constantly being harvested, peeled and juiced by a new wave of producers who are revelling in their mission to further the cocktail of sound that dubstep is currently thriving off.Kritiker dürften den Start einer weiteren Mix-Reihe auf dem ohnehin schon sehr schwierigen Markt für Mix-Compilations entweder als sehr mutig oder äußerst naiv abstempeln. Im Falle von Fabric scheint man allerdings seine Stärke demonstrieren zu wollen, zumal man zeitgleich mit der neuen Fabric-Compilation, von keinem Geringeren als Martyn bestritten, in den fünfzigsten (!) Teil geht. Apropos Martyn: Das Interview mit ihm beim De:Bug Magazin ist durchaus lesenswert!
Passend zum Jahresabschluss startet die Detroiter-Housefront eine Releaseoffensive. Zum einen wäre da Omar-S. Sein Label FXHE ist nicht gerade für Auskopplungen am Fliessband bekannt, von daher freut es mich besonders, dass zur Zeit gleich drei FXHE-Maxis auf dem Weg in die Plattenläden sind. Nicht ganz so düster wie bei Omar-S geht es bei Andrès weiter, dessen heiß-erwarteter zweiter Teil der "II"-EP leider auf Anfang 2010 verschoben worden ist. Macht aber nichts, weil Rick Wilhite gerade mit einer grandiosen Veröffentlichung auf Stilove4Music bereits in den Regalen zu finden ist. Seine "My Voyage"-betitelte EP versammelt zwischen High-End und High-Energy Disco-Edit, R&B-Supergroove oder House-Anthem eine ganze Bandbreite des Detroit-Sounds, den wir überall auf der Welt so lieben. Wenn das nicht bereits in die Jahrescharts 2009 Einzug gefunden haben sollte, prognostiziere ich, dass es 2010 ganz oben angesiedelt sein wird. Snippets gefällig? Rick Wilhite - All About You Rick Wilhite - Saldubsa Tribute U2 Rick Wilhite - My Voyage Rick Wilhite - Don't Ever Let Me Hear U Say
Der fantastische Theo Parrish war vor wenigen Wochen im Zuge einer seiner seltenen DJ Gigs zu Gast im Pariser Djoon Club und hat sein fast 6!-stündiges Set auch noch mitscheiden lassen. Soundcloud sei Dank lassen sich diese magischen Momente (und davon gibt es reichlich welche!) pünktlich zu Weihnachten nach Hause holen. Meine Empfehlung: Anhören! Runterladen! Staunen! Verehren! via. HHV & Soundcloud
Im Juli habe ich bereits auf den physischen Tonträger hingewiesen, passend zur Weihnachtszeit haben DJ Scientist & DJ Arok ihre Zusammenstellung sakraler Breakplatten auf Soundcloud zum Anhören und Download zur Verfügung gestellt. Feine Sache und sehr zu empfehlen.
Eine der (vielleicht sogar DIE) aufregensten Platten des gesamten Kalendarjahres bekam kürzlich einen DJ Harvey Remix spendiert und wurde aus disem Grunde wieder neu aufgelegt. Da die ursprüngliche Fassung nicht nur zu den besten sondern auch zu den rarsten 12"inches des Jahres gehört, freut es mich (wahrscheinlich noch eine ganze Menge anderer Menschen), dass das epochale "Rushing To Paradise (Walkin' These Streets) damit wieder auf Vinyl zu haben ist. Freunde der gepflegten House-Musik sollten deshalb den Plattenhändler des Vertauens aufsuchen und sich eines der neuen Exemplare sichern. Um die Lobhuldigung zu einer Trias und damit komplett zu machen, sei noch gesagt: "Rushing To Paradise" ist nicht nur einer der besten, der rarsten, sie ist auch die intensivste und pathetischste, emotionalste Hymne des Jahres. Keine andere Platte war im Sound so integer, im Aufbau dermaßen komplex und der Intensität nach so konzentriert wie diese dreizehnminütige Hymne aus New York. Leider wird der youtube-Clip dieser Intensität nicht gerecht, weil er Aufbau und Abgang dieser Platte beschneidet. Nichtdestotrotz schlägt auch dieser 'Mittelteil' eiskalt zu und den Rest sowieso um Mengen.
Jay Haze, Enfant Terrible der Technowelt, hat unter seinem Pseudonym Fuckpony vor wenigen Wochen ein vorzügliches Album herausgebracht, dessen Genuss (vielleicht auch bei gesteigerten Melancholiebedarf während der Advent- und Weihnachtstage) ich unbedingt ans Herz legen möchte. Als Teaser für das "Let the Love Flow" betitele Album dient das ebenfalls kürzlich erschienene Video "Fall Into Me", das optisch und akustisch einen hervorragenden Ausblick auf die LP transportiert und aufzeigt, wieviel Gefühl man mit passendem Kompositionsgespür aus einer ach so trockenen Maschinenmusik wie Techno herausholen kann.
Diese Platte des einzigartigen Eric D. Clark ist bereits seit ihrem Erscheinen vor nun mehr als 12 Jahren vor allem in Gestalt des unglaublichen "D'Maelstrom" (siehe unten) einer meiner Favorites. Egal wie häufig ich sie gehört habe, fällt es mir schwer, sie zu beschreiben. In einer unverwechselbaren Symbiose aus einem trockenen, an Chicago angelegten Groove und einem abgenutzten Bee-Gees-Sample, das Eric D. Clark in einem Meisterwerk der Samplingkunst zu einer hypnotischen Disco-Irrfahrt verarbeitet, erreicht die Platten sehr zügig ihren Höhepunkt. Die wahren Stärken beweist sie dann im Mittelteil, wenn sie gezielt auf einen zweiten Höhepunkt hinsteuert, ihn mehrfach andeutet und dann ignorant das Weite sucht. (An diese Platte hat mich übrigens ein brandneuer Track Clarks erinnert, der sich in einer ähnlichen Art der Edit-Welle öffnet.)
Dieser Track, lange wohl kein Geheimtipp mehr, kommt irgendwie genau zum richtigen Zeitpunkt. In einer Zeit, in der ein Edit nach dem anderen auf Vinyl, mp3 oder Soundcloud-Player ins Rennen geschickt wird, setzt Acid Pauli auf Deregulierung. Statt das Original (Marvin Gaye's "What's Going On") vollkommen neu zu rekonstruieren, bedient er sich einfach der Vocal-Spur, setzt sie auf einfältiges, minimales Technokonstrukt und enthüllt eine gewaltige Techno-Soul-Hymne, die jede gesamplete Edit-Bassline ad absurdum führt. So darf es weiterhehen, finde ich. https://www.acidpauli.de
Vor wenigen Tagen ist das neue HHV.DE-Magazin erschienen, für das ich neuerdings als freier Autor tätig bin. Wer also daran interessiert ist, was ich zu den neuen Platten von Fuckpony, Lusine, Shuanise, Kan Kick, Shafiq Husayn, Dâm-Funk, Hi-Fly-Orchestra, Blockhead, Bamboo oder Huss und Hodn zu sagen habe, der blättere durch die digitale Ausgabe oder noch besser: der bestelle sich eines der feinen Hefte kostenfrei bei hhv.de. Schwerpunkte der aktuellen Ausgabe sind die Dâm-Funk Titelgeschichte, eine feine Bestandsaufnahme in Sachen House rund um die derzeit omnipräsenenten Protagonisten The Revenge, Motor City Drum Ensemble und Trus'Me sowie das schwer erwartete Comeback Blockheads. In Sachen Mode witmet sich das aktuelle Heft der Streetwear-Marke Ucon sowie der Geschichte des Nike Air Jordan. Folgerichtig: get it!
Ich hege zwar immer noch große Sympathie für die Franzosen von Phoenix, frage mich aber, wo deren elektronischer Sound geblieben ist, den sie noch vor 10 Jahren pflegten, als sie als Band das Licht der Welt erblickten. Heute stehen sie eher für einen poppigeren Indiesound und kurieren das Image als "your girlfriend's favorite band". Vor zehn Jahren aber, auf einer ihrer ersten Platten, kurz vor dem Debütalbum "United", standen sie noch für einen anderen Soundentwurf, spielten mit allerlei Equipment und reihten sich irgendwie in die "French-House"-Hysterie ein. So auch auf der 12" Heatwave/I Love You, die ich damals bei Groove Attack gekauft habe und mit Phoenix das erste Mal in Berührung kam. Heute immer noch sehr zu emfehlen! A - Phoenix - Heatwave B - Phoenix - I Love You (Cruz Esteban Remix)
DJ Spinna, Chefdigger, Ausnahmeproduzent zwischen Hip-Hop, NuJazz, Soul und House und exzellenter DJ hat dieser Tage eine herausragende Platte kompiliert, die sich dem Boogie und Disco der späten 70er und frühen 80er widmet und viele auf Vinyl nur schwer aufzufindende Perlen wieder auf schwarzes Gold presst. Stargaze, Jan Leslie Holmes, Chemise, Foxy, South Bronx, Modern Romance, Mtume sind einige der klangvollen Namen, die man sich nicht entgehen lassen sollte und die sich in den nächsten Monaten gewiss auf vielen Plattentellern wiederfinden lassen werden. Das Ganze erscheint selbstverständlich über die Lizensierungsmeister von BBE und kann unter anderem hier bestellt werden. Einen kleinen Auszug gefällig? Der kommt von Ronny Dyson mit dem wunderbaren "All over your face".
Für einen Beitrag entferne ich mich von den doch sehr housigen Beiträgen der jüngeren Vergangenheit und wage einen kleinen Blick über den Tellerrand über die deutsche Grenze Richtung Polen und verweise auf eine polnische Legende. Die Sängerin Krystyna Prońko ist eine der angesehensten Musikerin der Republik Polen. Klassisch im Gesang ausgebildet, begann sie Mitte der 70er-Jahre eine bahnbrechende Karriere, gewann etliche Musikpreise und arbeitete mit den wichtigsten (gerade auch international angesehenen) polnischen Musikern zusammen. Das oben abgebildete Album ist mir in den letzten Wochen zwischen die Finger gekommen und lässt mich seitdem irgendwie nicht mehr los. Egal ob das unwiderstehlich-discoide "Deszcz w Cisnej" mit Shaft-Anleihe, das psychadelisch-breakende "Powrocmy jak za dawnych lat" oder das düster-melancholische "Trawiaste przywidzenia" - die Songs sind großartig eingespielt und arrangiert und können mit amerikanischen Standards der damaligen Zeit mithalten. Wer mit der Sprache ein Problem hat, dem kann ich nicht helfen, dennoch dringend darauf hinweisen, dass man etwas verpasst, wenn man der Platte keine Chance gibt. Zudem bietet die Platte feinste Breaks en masse und lässt sich gewiss eigentlich so an jeder Stelle samplen. Behaupte ich einfach mal so. Krystyna Prońko - Deszcz w Cisnej (Song) Krystyna Prońko - Deszcz w Cisnej (Album Snippets)
Diesen epochalen Remix für Azymuth, den Global Communications anno 1996 angefertigt haben, habe ich eben in der aktuellen Ausgabe des Resident Advisor Podcasts wiederentdeckt. Schier unfassbar, wie Global Communication die Essenz des Disco-Funk-Monstrums derart im Mark destillieren können und auf eine sphärische Deep-House-Reise schicken.
Kurz und bündig: Die Holländer von Rush Hour haben zwei der seltensten, ersten, teuersten und besten KDJ-Maxis aus den Jahren 1996 und 1997 des so großartigen, nur leider viel zu selten produzierenden, Rick Wilhite wiederveröffentlicht. Nicht genug, dass damit die beiden sehr raren EPs "Soul Edge EP" und "The Godson EP" wieder auf Vinyl zu haben wären. Nein. Rush Hour spendiert uns pro EP jeweils einen unveröffentlichten Moodymann und Rick Wilhite Remix dazu. Get it while its lasts! Rick Wilhite - Drums Patterns & Memories Rick Wilhite - What do You see? https://www.rushhour.nl
Ein Freund von mir fragte mich letzte Woche, ob ich bereits den neuen Song von Julian Casablancas, Frontmann der "The The"-Band aller "The The"-Bands, den "The Strokes", gehört hätte. Hatte ich nicht. Er führte aus, Casablancas höre sich jetzt an wie die Pet Shop Boys. Nun ja, nichts dagegen, sagte ich, ich stehe auf die Pet Shop Boys. Also hörte ich mir den Song an und muss sagen: Verdammt, ja! Casablancas klingt definitiv anders. Anders als die Strokes. Weniger wie die Pet Shop Boys, viel mehr wie Dead or Alive auf Acid. Der Mann kehrt ab vom Indierock (Yes!) und widmet sich der Kategorie Pop. In allen Facetten, die diese 'Richtung' zuweilen sympathisch macht: Bombastisch produziert, hochmelidiös, gefühlsgeschwängert und elektronisch. Ob sich die Entwicklung auf dem neuen Album "Phrazes for the Young" weiterspinnt, habe ich leider noch nicht hören können, bin aber aufgrund dieser phänomenalen ersten Single nahezu euphorisiert.
Die Kuchenplatte, Kölns attraktivste Veranstaltung für Freunde des gepflegten Schallplattenwühlens, geht in die nächtse Runde. Am Samstag, den 14. November 2009, findet die Platten- und Klamottenbörse in der Wohngemeinschaft in der Richard-Wagner-Straße 39 statt. Ob sich der Umzug aus dem Du Mont-Carre bezahlt macht, das lässt sich erst im Nachhinein sagen. Positiv ausgedrückt kann man nur hoffen, das die Veranstaltung dem (ebenfalls vorsichtig ausgedrückt) langweiligen Ambiente der Wohngemeinschaft ein wenig Flair verleihen kann. Wer es noch nie auf eine Kuchenplatte geschafft hat, der möge sich bei den Fotos der letzten Veranstaltung einen Eindruck verschaffen. Wer darüber hinaus interessiert ist als Händler für Platten oder Klamotten aktiv an der Veranstaltung zu partizipieren, der nutze bitte das Anmelde-Formular auf Kuchenplatte.de. https://www.kuchenplatte.de
Ich muss zugeben, dass ich mich an die Einzelheiten des gesamten Albums nicht mehr so ganz erinnern kann. Aber kurz nach Erscheinen der LP der Kompakt-Superband um Michael Mayer, Tobias Thomas & Reinhard Voigt habe ich sie im Plattenladen, in dem ich anno 1998 gearbeitet habe, rauf und runter gehört und gespielt. Gekauft habe ich sie dennoch, aus unverständlichen Gründen, nie. Vergessen habe ich sie aber auch nicht wirklich. Wiederentdeckt habe ich sie gerade eben via. YouTube. Gekauft wird sie dann gleich hier zu einem unschlagbaren Preis. Der bekannteste Track der Platte, die über Ladomat erschienen ist, lautet 'Don't Speak', samplet mit einem Augenzwinkern Abba und ist Vorläufer für einen gewissen Kompakt-Pop-House-Techno-Wahnsinn, der in den Folgejahren Synonym für den Sound der Domstadt steht. At all, I don't wanna talk (anymore). Let the drums speak.
Eben habe ich im Schrank dieses grandiose Stück der wiederentdeckt. Ich kenne bis auf vereinzelte Stücke (vor allem diverse Remixe) zu wenig von dieser Band, muss aber zugeben, dass aufgrund dem ihr anhafteten Etikett 'Acid-Jazz' (Sorry!) diese Band für mich auch nie wirklich in Frage kam. Vielleicht tue ich ihr auch Unrecht. Was solls. 'Shelter' aber ist, vor allem Im gewaltigen chiqesquen Disco-Stomp von London's Finest DJ Harvey, über allem erhaben. https://www.discogs.com/Brand-New-Heavies-Shelter/master/79252 https://www.harveysarcasticdisco.com
Es ist gar nicht so lange her, da habe ich hier die Veröffentlichung des neuen Albums von Fleur Earth angekündigt. Wie die Zeit vergeht ist das Album nun seit wenigen Tagen auf CD und selbstverständlich auch auf LP im Tonträgerhandel erhältlich. Die Veröffentlichung einer neuen Platte muss selbstverständlich gefeiert werden. Folgerichtig laden Fleur Earth für den 5. November ins Kölner King Georg und möchten in einem spannenden wie entspannten Ambiente ihr neues Album pünktlich ab 21.00 Uhr der interessierten Öffentlichkeit präsentieren. Einer dieser Pflichttermine, auf den man sich mit diesem Albumsnippet oder diesem Video vorbereiten sollte, um dann spätestens beim Konzert das Album käuflich zu erwerben. https://www.mpmsite.com https://www.kinggeorg.de/
Viele viele illustre Funk-Perlen der 80er-Jahre sind in den letzten Monaten völlig zurecht wieder aus der Versenkung auf die Tanzflächen zurückgekehrt. Bei all diesen Schätzen darf ein Stück wie "Time to move" von Carmen nicht fehlen, die im besagten Jahrzehnt eine Handvoll großartiger Singles herausgebracht hat. So großartig diese auch sind, so rar und teuer sind sie auch. Von daher eine große Freude, dass "Time to move" für die aktuelle DJ Kicks-Compilation von Chromeo lizensiert worden ist und auch auf der ungemixten 2LP-Variante im 12"-Mix enthalten ist. Ein feines Ding!
Ein auf diesem Stück verwendeter Cut hat mich wieder an das wunderbare "Tried by 12" des East Flatbush Projects denken lassen, das ich seit dem Erscheinen 1996 als eines meiner persönlichen All-Time-Favorite-Stücke des Hip-Hops bezeichne. Da bin ich aber ganz sicher nicht der Einzige. Zwei Jahre später hat auch Ninja Tune die Zeichen der Zeit erkannt und das Stück für großartige Remixes von Funkstörung, Autechre, The Herbaliser und dem Squarepusher lizensiert, die sich allesamt wirklich großartig sind, sich insgesamt aber mit dem Original nicht messen lassen können. Wie sagt man doch so schön: Don't sleep on that one. https://www.discogs.com/East-Flatbush-Project-Tried-By-12/master/59415
Zehn Jahre habe ich dieses Stück nicht mehr gehört und heute wieder bei Youtube und später dann in meinem Plattenschrank entdeckt. Und selbst nach diesen Jahren hat dieser Konsenshit zwischen House und Techno von 1998 nichts von seiner Energie eingebüßt. Zeit also, diesen zeitlosen Klassiker von Foremost Poets aka Johnny Dangerous mit dem Titel "Moon-Raker" mal wieder aus der Versenkung zu holen und ihn denjenigen, die ih noch nicht kennen sollten, vorzustellen. This is only a test. Foremost Poets - Moon-Raker (1998, Soundmen On Wax) https://www.discogs.com/Foremost-Poets-Moon-Raker/release/10573
Strictly Rhythm + Nervous = Strictly Nervous = Nervous Rhythms. Zwei der feinsten House Labels der 90er-Jahre allerzeiten vereint zu zwei knackigen Sets und mehreren Stunden Musikgeschichte. Ich weiss zwar nicht, wer konkret für diesen Verschmelzungsmix auf Druffalo verantwortlich ist, ich möchte ihm aber an dieser Stelle meine Dankbarkeit aussprechen. Bitte anhören und danach das Etikett 'Deep' nie wieder oder gänzlich in einem anderen Kontext in den Mund nehmen.
https://druffmix.com/?p=6336
https://www.discogs.com/label/Nervous+Records
https://www.discogs.com/label/Strictly+Rhythm
Maybe so, maybe no. EIn kleiner Mix zwischen House, Disco und etlichen Edits. Neue und ältere Sachen zwischen Cottam, MoFo, The Revenge, Brennan Green, John Talabot, Holy Ghost, Greymatter und Tensnake. Download und weitere Informationen bei Soundcloud.
Twit One und Hulk Hodn haben heute ein neues Projekt ins Leben gerufen, das ab jetzt zweiwöchentlich über den Äther laufen soll. Bei "Radio Love Love" geht es, um es mit ihren eigenen Worten zu sagen, "... um Musik. Wir haben noch kein Konzept. Jetzt erstmal eine Stunde Musik." Kleine Worte, große Taten. Zu ihrer erster Sendung haben sie sich DJ MesmyselfandI eingeladen, der ein feines Hip-Hop, Soul und Jazz-Set ablegt und dabei von Twit One mit Effekten von der MPC unterstützt wird. Space is the place - die Sendung macht Lust auf mehr. Ab jetzt als zweiwöchentlich, mal sehen, wen sie sich für die zweite Folge einladen. https://soundcloud.com/radiolovelove https://radiolovelove.blogspot.com/ https://twitsteps.blogspot.com/ https://radiolovelove.blogspot.com/
Kurz und knapp: Der gerade aufgetauchte Radio Edit von Matias Aguayo's Rollerskate macht Lust auf das am 26. Oktober auf Kompakt erscheinende zweite Album des ehemaligen Mitglieds von "Closer Musik" mit dem Titel "Ay Ay Ay". In penibler Kleinstarbeit schichtet Aguayo menschliche Stimmen zu einem treibenden, sich langsam entwickelten Groove mit dadaistisch-anmutender Gesangseinlage. Wie das so bei Radio Edits leider üblich ist, hat das Ganze nach dreieinhalb Minuten im besten Moment ein Ende und wirft weitere Fragen auf, die hoffentlich in einer Extended-Variante pünktlich zum kommenden Album beantwortet werden. Bis dahin bleibt die kurze Version, ein äußerst gelungener Beitrag für den Resident Advisor Podcast und die aktuelle Groove-Titelgeschichte. https://www.kompakt.fm
Vor wenigen Tagen ist die neue, insgesamt vierte Ausgabe des kleinen und feinen Soul, Jazz und Funk-Magazins "Uptown Strut" erschienen, die sich in der aktuellen Ausgabe mit folgenden, spannenden Themen auseinandersetzt:
Anthony Hamilton & Raphael Saadiq – Männer ohne Pistole im Hosenbund; Hello Africa – ein DJ auf Platten Safari in Westafrika; Danza con Mí Bebé - Eine Einführung in Latin Jazz; Soul Power - Ein Film von Jeffrey Levy-Hinte; Rocksteady, The Roots of Raggae – Buena Vista Social Club goes Jamaica; Kokolo Afrobeat Orchestra - Interview; Fleur Earth Experiment - Interview; Laura Vane & The Vipertones - Interview; Mulatu Astatke - Der Erfinder des "Ethio Jazz" (Portrait); Marvin Gaye - zum 25. Todestag; Eric Prieditis - Eine Northern Soul-Kunst-Bilderstrecke über 7 SeitenMit viel Liebe gestaltet und mit aussagekräftigen Bildstrecken illustriert wird das Magazin (versteht sich doch von selbst) mit etlichen Rezensionen abgerundet. Bei der großen Auswahl an spannenden Themen kann ich den Kauf des independent-agierenden Magazin nur wärmstens empfehlen. Eine Auswahl an Läden, die das Magazin führen, gibt es hier. Zudem sei ebenfalls das Abonnement empfohlen, das in diesem Monat noch mit einer schicken Prämie auftrumpft. https://verlag.b9space.de/uptown-strut/das-magazin/
(Foto: Manfred Bockelmann) Eben habe ich über Twitter erfahren, dass das ZDF dem großen Udo Jürgens eine Geburtstagsgala zum 75en widmet. Das Ereignis ist irgendwie vollkommen an mir vorbeigegangen, ich möchte dennoch gerade just in time meine Glückwünsche äußern. Happy Birthday, Udo. Sollte hier jemand schmunzeln, dem sei versichert, dass ich das bitter ernst meine. Jemand, der so lange im Showbusiness ist, dermaßen viele ausverkaufte Tourneen gegeben und Platten verkauft hat, dem zolle ich den allerhöchsten Respekt. Schlager ist (entgegen des gängigen Vorurteils) nicht immer nur was für (Groß-) Eltern, sondern kann häufig wie (meistens) bei Udo Jürgens, sprachlich auf hohem Niveau, professionell und intelligent arrangiert und produziert sein. Also, einen meiner Udo-Favorites, diese wunderschöne Disco-Hymne, passend zum aktuellen Anlass: Tausend Jahre sind ein Tag.
In letzter Zeit begegnet mir dieser Song der britischen Sängerin und Schauspielerin (Infos von Wikipedia) Salma Agha immer häufiger. Sei es als Sample in einem älteren Stück des verehrten Kollegen Planet Asia, amtlich produziert von Evidence, als herrlich claplastiger Disco-Edit von Onra oder TDaance, der die einzelnen Elemente des Songs fein seziert, auf mehrere Ebenen schichtet und gekonnt wieder zusammensetzt. Bei allen Versionen bleibt die Melodie des Stücks stets derart catchy, sexy und unverwundbar, dass man mit jeder Neuinterpretation nur schwer etwas falsch machen kann. Highly recommended.
Das kleine Kölner Label "Up My Alley" legt sich in letzter Zeit mächtig ins Zeug. Da erscheint mir nichts, dir nichts hier ein fulminanter fLako Remix, der so schön organisch loslegt und spätestens nach 4 Bars die knisternd-zischenden Snares in Arcade-Welten versetzt, dass man gewillt ist, nach seinem Entertainment System zu suchen. Und weil man hier in Köln so schön vernetzt ist, spannt man den Bogen weiter und zieht von fLakos London weiter nach Paris zu , der mit den Gedanken bereits wieder in New York weilt und für Hova einen Soundentwurf propagiert, bei dem die Neptunes bei ihrem Original nur neidisch hinterherblicken können. Da die spannenderen Sachen aber momentan in Europa ablaufen geht es über den Teich zurück nach London und bringt eine Sängerin zum Vorschein (Video), die mit herrlichen pianogetriebenen Jazz-Hyme den goldenen Oktober zurück in den Mai versetzt. Nie gehört und deshalb gerade jemand, den man im Auge und Ohr behalten sollte. Genau wie Up My Alley. Ich fürchte, das ist erst der Anfang.
Die Schwärmerei für alte House-Platten hat mich an ein anderes Stück erinnert, das ungefähr zur selben Zeit entstanden ist wie die besagte Whirlpool-Platte. House-Veteran Nick Holder erschafft einen minimal-stampfenden Groove mit hochgradig wirkungsvollen und zugleich verstörenden Fat Albert-Sample. Erstaunlich wie sich der Bass in den sorgfältig gewählten Breaks des Stückes für einen Moment von wenigen Sekunden die Freiheit nimmt, jedes Boxen-Membran dieser Welt einem Härtetest zu unterziehen. Get it at Discogs.
Die Schwärmerei für alte House-Platten hat mich an ein anderes Stück erinnert, das ungefähr zur selben Zeit entstanden ist wie die besagte Whirlpool-Platte. House-Veteran erschafft einen minimal-stampfenden Groove mit hochgradig wirkungsvollen und zugleich verstörenden Fat Albert-Sample. Erstaunlich wie sich der Bass in den sorgfältig gewählten Breaks des Stückes für einen Moment von wenigen Sekunden die Freiheit nimmt, jedes Boxen-Membran dieser Welt einem Härtetest zu unterziehen. Get it at Discogs.
In letzter Zeit höre ich wieder verstärkt House Musik der guten alten Kölner Schule. Dass es dabei vor allem an die Superband "Whirlpool Productions" zu denken gilt, das steht ausser Frage. Egal ob ihre verspielt-nonkonformen Produktionen auf dem grandiosen "Brian de Palma", große Popentwürfe und Italien-Nummer-1-Hits auf "Dense Music", brachialer Roxy-Musik Wahnsinn wie "Crazy Musik" auf "???" und zuletzt melancholische Tanznummern auf "Lifechange" - in Ihrer unvergleichlichen sperrigen wie charmanten Art präsentieren sie Ihren ureigenen, unkopierbaren Soundentwurf, der auf der Welt nach seines Gleichen sucht. Ein Stück aber, das zu ihren ersten zählt und mit dem ich auch das erste mal mit der Formation in Berührung kam, stammt aus dem Jahre 1993, hört auf den Namen 'Fly Hi' und bleibt dabei mein ewiger Favorit, der sich gegen die spätere, starke Konkurrenz durchsetzen kann. 'Fly Hi' transformiert dabei den Swing-Klassiker des Jazz-Interpreten Mel Tormé in ein pophousiges Gewand (der Begriff musste aber erst später erfunden werden) mit sanft rollender Percussion und bei Roy Ayers abgegucktem Xylophon. Auch heute kann ich mir noch vorstellen, dass der Song jeden Besucher einer gute Party zum Abschluss in Verzückung versetzen kann. Und wird. Wenn nicht, dann ist aber auch nicht schlimm. Es bleibt ein großer Song.
Ich habe es so eben über den Stones Throw Twitter Kanal vernommen und nur ganz kurz reingehört - doch wenn jedermanns Lieblingslabel Stones Throw ein Beat Tape seines sperrigesten, krautigsten und verschrobensten Produzenten Koushik verschenkt (allerdings nur eine Woche lang), dann sollte das schon eine Meldung wert sein. Bei Koushik treffen Iron Butterfly auf Aphex Twin, Can auf Daft Punk, Kraftwerk auf die Rock Steady Crew und Depth Charge auf John Lee Hooker. In gewürfelter Kombination versteht sich. Hier bleibt kein Stein auf dem anderen: Es knarzt, es zerrt und es rauscht vor sich hin. 30 ungepasste Soundskizzen zum Gernhaben. https://www.stonesthrow.com/news/2009/09/koushik-beep-tape
John Talabot ist für mich der Produzent der Stunde. Nach der großartigen "My Old School EP" auf Permanent Vacation Records sorgt (oder sorgte) er jetzt mit "Sunshine" auf Hivern Discs für die Hymne des ausklingenden Sommers. Ebenfalls wie "Afrika" auf der oben erwähnten EP folgt auch "Sunshine" einem stringenden Aufbau. So schleicht sich der langsame Groove kontinuierlich voran, während Talabot ihm immer weitere Elemente hinzufügt, die am Ende des Stückes ein glorreiches Finale feiern. Dabei treffen Kick- wie Snaredrum den Hörer wahrlich unverhofft. Discjockeys könnten sich darüber ärgern, dass das beschworene Finale sich leider nur schwer für einen Übergang in ein anderes Stück eignet. Was solls, sage ich, wenn ein Stück wie "Sunshine" doch dermaßen prägnant und überzeugend auf einen kurzen Moment hinausarbeitet, der dieses Stück auch bei Ungläubigen nicht in Vergessenheit geraten lässt. Das Stück gibt es in voller Länge bei einer ähnlichen Lobhuderei bei Pitchfork, bei Youtube findet sich der eine oder andere Remix, der ebenfalls zu überzeugen weiss. "Sunshine" erscheint leider nur in einer auf 250 Stück limitierten Vinylauflage, deshalb empfehle ich, schnellstens bei den wenigen Verkäufern, die sich bei Discogs sammeln, zuzuschlagen. Für alle anderen bleibt der digitale Release. https://hiverndiscs.blogspot.com
Ich liebe Disco und ich liebe House Musik. Als ich im 1995 mit den Plattenkaufen begann (vor allem mit dem Kaufen von House Platten), war das gerne als "Disco-House" betitelte Phänomen im vollen Gange. Neben wenigen Produzenten, die des Samplings äußerst fähig waren, (vor allem DJ Sneak gilt es hier zu nennen) wurde das Phänomen immer größer, die Stücke immer behäbiger und die Auswahl der Samples immer plakativer. Das nächste Phänomen Daft Punk gegen Ende des Jahres 1996 wirkte dann äußerst erfrischend wie eine Sintflut, die neue Gesetze, Sounds und Herangehensweisen vorgab. Bei aller Behäbigkeit gab es immer wieder Stücke, die trotz augenzwinkernder Sampleauswahl dermaßen vorsichtig wie offensiv mit der Quelle umgingen, den kurzen Loop ein wenig dreist durch die Schleife zogen, herrlich rollende Drums produzierten und am Ende es sich nicht mehr nehmen liessen, noch einmal kräftig auf die MPC Pads zu drücken um dem Climax alle Ehre zu erweisen. Auch heute noch frisch wie anno 1996: Paul Simpson pres. Zach Toms' Parade - Get Up Everybody Get it at Discogs.
Shafiq Husayn, vor kurzem bereits hier erwähntes Drittel der Sa-Ra Creative Partners, geht Ende Oktober mit seinem Debütalbum "Shafiq En' A-Free Kah" auf Spurensuche in Afrika. Ab heute gewährt er einen qualifizierten Ausblick auf das Album in einem auf seiner veröffentlichten Album-Promo.
The album is a deep venture into the mind of Shafiq Husayn. Afrikan rhythms unite with other-wordly harmonies to take the listener to a place untouched in modern music. Shafiq enlists the aide of fellow masters such as multi-instrumentalist Miguel Atwood-Ferguson, Sa-Ra compatriot Om'Mas Keith, frequent collaborator Bilal, Count Bass D, Sonny Coates, Fatima, Noni Limar, Nia Andrews, Stephen "Thundercat" Bruner and many, many more. For your listening pleasure we present a sampler mix of the album done by Europe's DJ Lefto. Feel free to pass this link on and tell friends about Shafiq En' A-Free Kah...Ohne große Worte darüber zu verlieren, empfehle ich weiterhin das bereits Anfang des Jahres erschienene Instrumental-Album "Jack Random vs. Earl Leonne", das für mich bislang das gelungenste Hip-Hop-Album des Jahres darstellt. In das just erschienene neue Album der Sa-Ra Creative Partners habe ich zwar noch nicht reingehört, bin mir aber sicher, dass auch jenes die zum Blindkauf animierende Qualität mitbringt. Darüber hinaus bleibt für diejenigen, die trotzdem mit den Namen Shafiq Husayn nichts anfangen können, noch die Information, dass der Mann für einen Großteil der Produktionen auf dem hochgelobten letzten Album Erykah Badus verantwortlich war. Keine weiteren Fragen mehr offen.
Etwas kurzfristig möchte ich energisch auf die Sendung des sehr geschätzten DJs Rick Ski bei soulsender.de hinweisen, der heute abend in seiner Sendung "Hip-Hop-Countdown" einen ganz besondern Herren als Gast begrüßen darf.
Diesmal zu Gast in Rick Ski's Kölner "Maschinenraum" Studio: Danny Dan the Beatmann. Der DJ und Produzent aus der New Yorker Bronx ist einer der krassesten Beatdigger weltweit. Er ist verantwortlich für Compilation Serien wie "Dusty Fingers", "Strictly Breaks" und "Schollyard Breaks". Aufgewachsen in der Bronx, NY war er in den siebziger Jahren ein Teil der sich entwickelten Hip Hop Bewegung. Hört 120 Minuten krasse Funk-Beats und ultraobskure Breaks aus aller Welt mit dem "Beat Mann" himself an den "Wheels of Steel". Außerdem gibt es überraschende Details seines Werdegangs im Interview. Nicht nur für Beatdigger absolute Pflicht! Tune in!Wer also Interesse am Werdegang, Leben und
Als bekennender großer Prince-Fan war es mir schon ein klein wenig peinlich, diese LP aus dem Jahre 1986 noch (zumindest in non-digitaler Form) nicht mein Eigen nennen zu dürfen. Ebay und vor allem Discogs sei Dank, ist es in heutigen Zeiten nicht mehr ganz so schwierig, an ältere, vergriffene Platten heranzukommen. Auf Flohmärkten habe ich sie noch nicht zu häufig gesehen. Mazarati wurde Mitte der 1980er Jahre vom ehemaligen "The Revolution"-Bassisten Brown Mark als Funk/R&B-Band in Minneapolis gegründet. Auch nach seinem Ausscheiden aus "The Revolution" blieb die Verbindung zu Prince bestehen. Die 1986 erschienene selbstbetitelte Mazarati-LP erschien als eine der ersten auf dem von Prince im Jahre 1985 gegründeten Label Paisley Park Records. "Mazarati" enthält den für 1985 typischen Funk-R&B-Sound, der allerdings - bedingt durch die Omnipräsenz und Einfluss von Prince's Minneaopolis-Schule - sich auf dem nächsten Level bewegt. Neben dem von Prince geschriebenen "100 MPH" sticht der finale Albumtrack "I guess it's all over" deutlich aus dem Album hervor. (& erinnert mich ein wenig an das bereits hier erwähnte Stück) Ein weiteres grossartiges Stück, das dem Einem oder Anderem eher bekannt sein sollte und ursprünglich für das Album gedacht war, trägt den Namen "Kiss". Prince schrieb "Kiss" ursprünglich für Mazarati und zog den Titel, nachdem der die ersten Aufnahmen Mazaratis gehört hatte, von der Band wieder ab. Die Backing-Vocals der Band sind jedoch weiterhin auf "Kiss" zu hören. Dennoch oder gerade deswegen: Don't sleep on this one. Mazarati - 100 Mph Mazarati - I guess it's all over Das ganze Album kann übrigens in dieser Playlist angehört werden. Mazarati bei discogs.com
Der Hit-Hat Club geht in die zweite Runde. Wurde der erste Teil des ambitionierten Projekts des Kölner Hauses Melting Pot Music noch im heimischen Köln ausgetragen, wo Testiculo y Uno, auch bekannt als Hulk Hodn und Twit One die Messlatte antsprechend hoch ansetzten, geht es für den zweiten Teil zum Auswärtsspiel nach Berlin. Dort lebt bekanntlich auch Suff Daddy, der zuletzt in seiner Remix-Serie auf 7" und unfassbaren Reinterpretationen von Slum Village, Guilty Simpson und Phat Kat auf sich aufmerksam machte. Auch im Hause Melting Pot ist Suff Daddy ein alter Bekannter und hat auf dem Label in den vergangenen Jahren bereits einige auf Vinyl gepresste Ausrufezeichen hinterlassen. Oder so ähnlich. Auf 'Suff Draft' beweist Suff Daddy abermals, warum er vielleicht als momentan bester deutscher Hip-Hop-Produzent ausgerufen werden darf. Kleinere Beat-Skizzen wechseln sich hier ab mit ausgereiften Produktionen, detaillierte, vertrackte, synkopische Drums wechseln sich ab mit klassischen Drumbreaks, Jazz trifft auf Soul und Soul trifft auf Jazz. Mit viel Liebe zum Deitail und angelehnt an Boom Bap der guten alten Schule und Fernblick über Detroit nach Oxnard, Kalifornia. Titel wie 'Isley Interlude' oder "One for Rawls' verbergen nicht, wem Suff Daddy Tribut zollt. Respect the roots. Ehre wem Ehre gebührt. Zwei Tracks eigener Auswahl gibt es hier zum Vorhören. Das Album gibt es ab dem 04. September ausschliesslich als Vinyl oder zum Download im ausgewählten Schallplattenhandel oder direkt bei Melting Pot Music. Get it. In Suff Daddy's Sinne: Darauf eine Pilsette! Suff Daddy - The Paper Suff Daddy - D.I. Love https://hihatclub.blogspot.com https://www.mpmsite.com
Ich halte Omar-S für den Größten. So freut es mich ganz besonders, dass es auf der neuen EP für sein eigenes Label FXHE Records gleich vier neue Stücke zu bestaunen gilt. Analog, roh, dreckig. Das inflationär verwendete Attribut 'deep' passt selbstverständlich auch. Das mach mal einer nach. Der Mann des letzten Jahres legt auch 2009 kräftig los. Ebenfalls begeistern mich bei seinen 12" dieses kompromisslosen Artworks. Schlecht gelaunt und müde schaut Omar-S da in die Kamera, die Schulter ganz abgeschnitten. (hier noch besser zu erkennen) Im gut sortieren Plattenhandel sollte die Platte bereits vorhanden sein oder zumindest in den nächsten Tagen eintreffen. Omar-S - Flying Blind (Snippet) Omar-S - Lift Him Up (feat. Don Q) (Snippet) https://www.omarsdetroit.us/
Ich habe bereits über ihn berichtet, doch dem fehlenden Backup des Blogs geschuldet, ist das ursprüngliche Posting aus den Archiven verschwunden. Es geht um den Kölner Albert Gabriel, der Mitte/Ende der 1990er-Jahre schon im Teenager-Alter unter dem Pseudonym Arj Snoek auf dem Hamburger Ladomat-Label grandiose House-Tracks veröffentlichte und unter dem Namen DJ Chestnut seiner zweiten Liebe, dem Hip-Hop frönte. Von der House Musik hat er sich fürs Erste leider verabschiedet, der zweiten Liebe ist er immer noch getreu ergeben. Weitere Informationen und aktuelle Produktionen lassen sich über die hören. Mich allerdings haben allerdings immer seine House Produktionen angesprochen oder vielmehr begeistert. Mit einer unvergleichlichen Art setze er bis ins Detail sezierte Samples auf staubtrockene Beats und rührte fein ausgearbeitete, rollende Basslines unter. Tracks wie People Know oder Dizko Queen sind (für mich) Monumente deutscher Housemusik. Die äußerst reduzierten, ja minimalen Produktionen nahmen einen Sound vorweg, der sich Jahre später in der elektronischen Musik durchsetzen und diese auf lange Zeit bestimmen sollte. Give it a listen!
Die beste Mix-CD, die in letzter Zeit gehört habe, kommt aus dem Hause des Produktionsteams Mochilla aus Los Angeles, heisst "Mu-Roc" und wurde von Shafiq Husayn, seines Zeichen Mitglied der renommierten Sa-Ra Creative Partners, kompiliert.
The Master - Teacher was born in Cleveland Ohio. He is one third of Sa-Ra Creative Partners. He has produced for a vast array of artists from Ice-T, Lord Finesse, D.X.T., Afrika Bambaataa, Prince, Duran Duran, J5, Erykah Badu and Bilal. This mix sees him on fire at the house. Lots of different music cut and pasted together the way Shafiq does. From disco to post-punk to psychedelic to old school hiphop and that’s the first five minutes. Try to listen without getting up from the seat you are sittin in.Mu-Roc vereint bekannte und rare Platten verschiedener bekannter und unbekannter Interpreten zwischen Stevie Wonder, Shalamar, Bel-Sha-Zaar, Kid Creole oder Mtume, Ultramagnetic MCs, Eric B & Rakim, Run DMC, Slum Village, Nas, Slick Rick und und und. Musik für jeden Anlass, ganz ordentlich gemixt und vor allem durch die exklusive Auswahl bestechend. Die CD ist schon vor einigen Monaten im Rahmen der Mochilla-Mix-CD-Serie erschienen und sollte im gut sortierten Plattenhandel erhältlich sein. Zu empfehlen sind auch die anderen Mix-CDs der Mochilla-Serie, die von anderen Meistern ihres Fachs zusammengestellt worden sind. Namedropping gefällig? Madlib, Ras G, J. Rocc, DJ Nuts, Coleman, B+ und Kutmah.
A LITTLE SET I MADE OUT OF BOREDOM. PLAYED SOME NEW AND OLD STUFF, MAINLY FROM FAVORITE RECORD LABELS AND PRODUCERS LIKE MASTERS AT WORK, CLASSIC, ENVIRON, PERMANENT VACATION, TRIBAL AMERICA AND PEACEFROG. DEEP, DIRTY AND DISQO. ALL VINYL, OFF COURSE. THERE IS A PLAYLIST, TOO!Die besagte Tracklist sowie den Downloadlink gibt es bei Soundcloud.
Alle Monate wieder nistet sich Madlibs kleiner Bruder Oh No bei Stones Throw's Chefdigger Egon ein und durchwühlt dessen schier unüberschaubare Plattensammlung. Nach der letzten Exkursion in die Untiefen der libanesischen, türkischen, italienischen und griechischen Breaks hat es Oh No jetzt auf Äthiopien abgesehen. Den kleinen Vorgeschmack auf das noch im August exklusiv bei stonesthrow.com erscheinende "Oh No Ethiopium" gibt es hier. Internationaler geht es eigentlich gar nicht. Oh No weilt in Äthiopien, während sein Bruder kürzlich in der großen Wire-Geschichte hat verlauten lassen, dass die nächsten Beat Konducta-Folgen sich mit Japan und Brasilien auseinandersetzen. China, Somalia, Polen, Australien, gar Deutschland... was kommt als nächstes?
Im allgemeinen Terrence Parker Rausch der vergangenen Tage habe ich einen alten DJ Mix, den Terrence Parker für Mate Galic bei House TV zum besten gab von Videokassette ins digitale Format konvertiert und bei youtube hochgeladen.
Der Mann mixt sich gekonnt durch 1996er House-Produktionen zwischen Grant Nelson, Dajae, Dirty House Crew, Basement Boys, Anita Ward und eigenen Stücken. Um es mit Mate Galic zu sagen: "Und wie ihr gleich sehen werdet geht es da sehr scratchmäßig zur Sache, denn der Gute hat das mal mit Hip-Hop praktiziert und bringt das jetzt in House Music überrrr."
Let's do it. Part 2 folgt in Kürze. Mit Part 2 gibt es youtube-spezifische Probleme, also gibt es die Audiospur davon . Danke übrigens dem Airmaxer1 für die Hardware beim Digitalisieren der VHS-Kassette.
Übrigens: schöne Zeiten waren das, als DJs, die noch was aus sich hielten, mit Telefonhörern auflegten. War früher alles besser?
Ich kann mich noch ziemlich genau daran erinnern, dass ich beim Plattenkaufen anno 1996 ständig diese eine Platte bei den Plattenhändlern meines Vertauens in den Regalen und Fächern anzutreffen vermochte. Erinnern kann ich mich auch daran, dass ich mir die Platte jedes Mal angehört habe, weil ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich diesen einfachen, fast schon plakativen Groove des Titeltracks einfach als genial oder irgendwie als billig abstempeln sollte. 13 Jahre später habe ich mich entschieden und die Platte über Discogs geordert. Darüber hinaus kann ich denjenigen, die noch nie etwas von Terrence Parker gehört haben, seine Produktionen Mitte der 1990er, davor und auch noch etwas danach wärmstens ans Herz legen. Der Mann kommt aus Detroit und weiss wie man den Sound warm macht.
Vergangene Woche habe ich auf einer Party in Berlin nach langer langer Zeit wieder einen absoluten Klassiker zu hören bekommen, den ich seit Erscheinen zu einem meiner absoluten Favorites zähle. Der Track entstand Ende 1996 und kam ungefähr zeitgleich mit Daft Punks Erstlingswerk Homework heraus. Interessant ist, wie "The Way" die Soundästhetik vieler Daft Punk Produktionen vorwegnimmt: Bassreduzierte, hochpolierte Drums, abgehakte und kürzeste Samplefetzen und ein sich ewig aufbauender Groove. Zum Schluss nehmen Tom Middleton und Mark Pritchard alias Global Communication den Groove heraus, bringen mehr Tiefe herein und lassen mit sphärischen Klängen spielen. DJs, please play this more often. Global Communication - The Way/The Deep (Discogs)
Die beiden polnischen Disco-Enthusiasten Osses und Funkoff haben bereits vor geraumer Zeit eine kleine Kompilation polnischer Disco-Kompositionen und Coverversionen herausgebracht, die ich zum unbedingten Hörgenuss empfehlen möchte. Die hier zusammengestellten Titel reichen bis ins Jahr 1971, stellen äußerst populäre und komerziell erfolgreiche Titel neben weniger bekannte Künstler und Eintagsfliegen und decken eine weite Bandbreite verschiedener Spielarten ab. Die schwierige Sprache sollte nicht am Hörgenuss hindern, wer sich trotzdem nicht bekehren lassen will, dem sei versichert, dass man hier auch auf rein instrumentale Titel anzutreffen vermag. Trackliste: 1971 - 01 - Sygnał Dyskoteki Polskich Nagrań (Intro) 1979 - 02 - Alex Band - Ajoka (Eltron John Re-Cut) 1979 - 03 - Vox - Ale Feeling 1978 - 04 - Halina Żytkowiak - Chwila Chwilę Trwa 1979 - 05 - Poznańska Orkiestra Rozrywkowa PR i TV - Wygrany Mecz 1980 - 06 - Aura - Autostrada 1980 - 07 - Ewa Kuklińska - Pokochaj Mnie 1978 - 08 - Chorus & Disco Company - Discoland 1980 - 09 - Aura - Z Nami Się Baw 1980 - 10 - Ewa Kuklińska - Mój Azyl 1981 - 11 - Zbig Górny & His Orchestra - Magma Ziemi 1982 - 12 - Laboratorium - Blue Light Pilot (Live) 1979 - 13 - Zdzisława Sośnicka - Nuda 1983 - 14 - Dwa Plus Jeden - XXI Wiek 1980 - 15 - Bob Roy Orchestra - Błyskoteka 1980 - 16 - Urszula Sipińska - Weź Kolorowy Film 1981 - 17 - Zbig Górny & His Orchestra - Meczbol
Vor ein paar Wochen bin ich auf diesen wundervollen Edit des ohnehin schon herrlichen Fleetwood Mac Songs aus dem Jahre 1979 gestoßen, den ich hiermit uneingeschränkt empfehlen möchte. Das verspielt-romantische Original wird derart seziert, gestreckt, geloopt und wieder zusammengeführt, dass es dabei noch mehr an Seele hinzugewinnt. Fleetwood Mac - Brown Eyes (Maulongated Version) bei Soundcloud (Download)
Der August ist in Köln traditionell auch der co-pop Monat. Dieses Jahr findet das/die Festival/Convention, das/die nach dem Umzug der Popkomm nach Berlin ins Leben gerufen worden ist, zwischen dem 12. und 16. August statt. Zu solchen besonderen Anlässen gebietet es sich auch besondere Gäste zu laden, die die Klubs und Bühnen dieser Stadt nur selten zu Gesicht bekommen. Jedes Jahr unternehmen die lokalen Veranstalter Höchstanstrengungen, pünktlich zur co-pop besondere Conaisseure in die Stadt zu locken. In diesem Jahr freut mich, dass die Kölner Veranstalter der Partyreihen Deep und Smile an einem gemeinsamen Abend im Gloria Theater am 15. August den Ausnahmeproduzenten und DJ Theo Parrish begrüßen dürfen. Neben seinen Produktionen auf Labeln wie Peacefrog und dem eigenen Label Sound Signature bildet der gebürtige Chicagoer und Wahl-Detroiter neben Kenny Dixon Jr. (aka. Moodymann) und Omar-S die neue Detroiter Schule. Seine verspielten, tiefen Produktionen landen stets auf den vorderen Plätzen der DJ-Listen. Nicht verfehlt wäre zu sagen, Theo Parrish irgendwie auch als Producer's Producer zu bezeichnen, dessen Sound in Deutschland (und weltweit) vielfach kopiert und dennoch nie erreicht wird. Neben seinen eigenen Produktionen glänzt Theo Parrish vor allem auch als DJ. Glaubt man, an einem seiner Abende nur House serviert zu bekommen, wird man bittersüß enttäuscht. Theo Parrish streut Disco, Soul, Funk, House und Techno, spielt obskure und eigene Edits. Bei seinem letzen Auftritt in Deutschland vor wenigen Wochen im Berliner Tape Club spielte Theo Parrish zur Überraschung der Besucher gut gelaunt etliche nie gehörte James Brown B-Seiten und Edits mehrmals hintereinander, die auch den letzten Kopfnicker auf die Tanzfläche scheuchten. Alles in allem: Diesen Abend sollte man nicht verpassen und rechtzeitig für Karten sorgen. Diese gibt es im Vorverkauf unter co-pop Tickets oder im Gloria Theater. https://www.c-o-pop.de Theo Parish DJ-Set at RBMA Radio
Mit ein wenig Verzögerung möchte ich auf diese CD hinweisen, die bereits im Mai in kleiner Auflage erschienen ist. Nun bin ich erst in den vergangenen Tagen endlich dazu gekommen, mir dieses wunderbare Werk anzuhören und möchte daher auch aus voller Überzeugung eine Empfehlung aussprechen und um die Sache zu verkürzen, von der offiziellen Beschreibung zitieren:
Thematisch und musikalisch absolut einmalig, haben die beiden DJ’s und Plattensammler Arok und Scientist den vielleicht obskursten Rare Groove-Mix deutscher Musikgeschichte fabriziert. Wer schon bei den Funkvergnügen-Mixes oder zu diversen Compilations wie German Funk Fieber oder Amiga A Go-Go staunte und mitnickte, wird jetzt nochmal völlig vor den Kopf gestoßen. Denn was sich auf dem 60-minütigen Mix erstmalig in aller Fülle darstellt, ist ein fast völlig neu aufgeschlagenes Kapitel im Funk-, Soul- und Beat-Bereich und dokumentiert, wie in Form der Christenbewegungen der späten 60er und frühen 70er Jahre die Grooves auch in der christlichen Musik aus Deutschland Einzug fanden.Am Anfang mutet die CD vielleicht mitunter ein bisschen schwierig und manchmal auch ein wenig schmeichelhaft an. Auf den zweiten Blick handelt es sich aber um größenteils unfassbar funky eingespielte Musik, mit vertrackten Grooves und Breaks, herrlich runden Bässen und manchmal gar nicht so unklugen Texten. Die CD ist in einer Kleinauflage von hundert Exemplaren erschienen und kann exklusiv über HHV geordert werden. Zum Abschluss, mag einer meinen Worten nicht Glauben schenken, eine kleine Kostprobe: Godly Grooves
Im Jahr 1979 begann der zuvor mit Supermax bekannt gewordene Musiker Kurt Hauenstein mit der Produktion der surinamesischen Mädchenband Bamboo. Im Laufe der Jahre spielte das Gespann drei Disco-Alben ein, von denen das selbstbetitelte erste Album auch das bekannteste und bei Plattensammlern gefragteste werden sollte. 30 Jahre lang war das Album nur sehr schwer und vor allem nur zu hohärenten Preisen zu beschaffen, ehe es in den vergangenen Wochen in einer Neuauflage auf Vinyl erschienen ist. Mag man sich noch auf eine unnötige Genrezuweisung streiten - egal ob klassische Disco, Cosmic oder Italo Funk - mir hat es das Album vor allem in Gestalt des ruhigsten aller Stücke - Find Yourself - äußerst angetan. Get it and listen closely to at Groove Attack.
Die guten Leute von Melting Pot Music veranstalten zusammen mit den ebenfalls guten Leuten von am 01.08.2009 in der Kölner Orangerie im Volksgarten ein sogenanntes Beat BBQ. Verehrte (deutsche) Beatschmiede wie Hulk Hodn oder Twit One und fLako, aber auch Tobrock und Memyselfandi und vor allem Suff Daddy und Powell reisen mit MPC oder SP an, packen sie aus, schleißen sie an und tanzen auf den Pads, dass denen in New York, L.A. oder Detroit ganz mulmig wird. Update: Wer sich anhören möchte, wie die ganze Geschichte in etwa klingen mag, der höre sich bitte Tobrocks sommerlichen "Bananas & Honey"-Mix auf der offiziellen Beat-BBQ-Soundcloud-Präsenz an oder lade ihn an runter.
"Don't call it a comeback - I been here for years"Nach einer kurzen Pause ist digitaldisqo wieder da. Diesmal (hoffentlich) ein wenig valider und schneller als zuvor. Dem Upgrade, dem Hoster und meinen bescheidenen Programmierkenntnissen geschuldet - leider auch ohne dem kompletten Backup. Tabula Rasa, Baby.